<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731</id><updated>2012-02-14T14:16:09.031+01:00</updated><title type='text'>The Daily Frown</title><subtitle type='html'>The Daily Frown ist ein Magazin über Musik, Literatur und Alltag.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>190</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1025190790932235477</id><published>2012-02-13T22:37:00.014+01:00</published><updated>2012-02-14T14:16:09.040+01:00</updated><title type='text'>Wer hat die Kokosnuss geklaut?</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/christian-kracht-imperium.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Sieht aus, als könnte dieses Buch kein Wässerchen trüben. Oder etwa doch?&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ein neuer Christian Kracht steht vor der Tür. Wie erwartet hat „Imperium“ die Feuilletonseiten der großen Zeitungen gefüllt. Aber dann ging irgendetwas schief. Abriss einer Posse.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wenn sich Verleger Helge Malchow mit seiner Mitarbeiterschaft mittels einer &lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/news/13022012-zum-spiegel-artikel-ueber-christian-kracht-vom-1322012/" target="new"&gt;Presseerklärung&lt;/a&gt; gegen einen SPIEGEL-Artikel wehrt, muss schon einiges im Argen liegen. Aber von vorne: Dass Christian Kracht durchaus ein streitbarer Autor ist, weiß man ja spätestens seit dem Bildband „Die totale Erinnerung“ über Kim Jong Ils Nordkorea. Oder der Sottise, die Taliban seien ja sehr „camp“. Die Stimmen zu dem als „Südseeballade“ angekündigten Neuling waren indes bislang eher wohlwollend: von „nickender Genugtuung für Oberseminaristen“ schreibt die &lt;a href="http://www.zeit.de/2012/07/L-Kracht" target="new"&gt;ZEIT&lt;/a&gt;, die &lt;a href="http://www.taz.de/Vierter-Roman-des-Schriftstellers/!87458/" target="new"&gt;taz&lt;/a&gt; ruft „die fabelhafte Welt des Christian Kracht“ aus &amp;ndash; mit dem allerdings etwas schnoddrigen Fazit: „Schade, da war mal mehr drin.“ Die Kokosnuss, in „Imperium“ seligmachendes Glücksrezept des exzentrischen Kolonisten August Engelhardt, wird für Elfriede Jelinek in einem herrlichen &lt;i&gt;blurb&lt;/i&gt; gar zum Sinnbild für das ganze Buch: „Einen Satz über Christian Krachts Roman Imperium zu sagen, ist, als wollte man Goethes ‚Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten’ in einen Orangenkern eingravieren. Vielleicht in eine Kokosnuß?“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Warum aber der SPIEGEL sich nun so harsch auf den neuen Kracht einschießt und auf vier Seiten unter Zuhilfenahme eines entlegenen Briefwechsels mit David Woodard den Versuch unternimmt, „rechtes Gedankengut“ zu belegen, ist auf den ersten Blick rätselhaft und hat dann auch den Verlag veranlasst, noch einmal auf seine „Tradition antifaschistischen und demokratischen Denkens und Publizierens“ zu pochen. Zu allem Überfluss schickte die &lt;a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13866600/Kritiker-schreit-Nazi-Mordio-gegen-Christian-Kracht.html" target="new"&gt;WELT&lt;/a&gt; eine aufgeregte Solidaritätsbekundung mit den Worten „Kritiker schreit Nazi-Mordio“ hinterher.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Viel Trubel um ein Buch, das noch nicht einmal erschienen ist: Denn was nun wirklich in „Imperium“ geschrieben steht, davon kann man sich erst ab Donnerstag selbst überzeugen. Dann liegt das Buch in den Läden.


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1025190790932235477?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1025190790932235477'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1025190790932235477'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2012/02/wer-hat-die-kokosnuss-geklaut.html' title='Wer hat die Kokosnuss geklaut?'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2628164163055454345</id><published>2011-12-25T12:45:00.010+01:00</published><updated>2011-12-25T15:25:03.899+01:00</updated><title type='text'>Das magische Fernrohr: Noch mehr Musik für 2012</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/magisches-fernrohr-2.jpg" width="450" height="330"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Die Segel sind gesetzt: Auf zum zweiten Teil der Jahresvorschau!&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Mit voller Fahrt nähern wir uns 2012. Im zweiten Teil der &lt;i&gt;Daily Frown Jahresvorschau&lt;/i&gt; gibt es wieder vier heiße Tipps, die man auf dem Zettel haben sollte &amp;ndash; Hörproben inklusive.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Craig Finn kennt man nicht so unbedingt. Seine Band &lt;i&gt;The Hold Steady&lt;/i&gt; schon eher. Als Solokünstler tritt der bekennende Bruce Springsteen Exeget in die Fußstapen großer Klampfen-Künstler &amp;ndash; spontan fällt einem bei „Honolulu Blues“ noch Steven Earle als Säulenheiliger ein. Album im Januar.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;center&gt;
&lt;object height="314" width="314"&gt;
&lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F26616125&amp;color=35914b&amp;player_type=artwork"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed allowscriptaccess="always" height="314" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F26616125&amp;color=35914b&amp;player_type=artwork" type="application/x-shockwave-flash" width="314"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Sollte 2012 etwa das Jahr der Solo-Debüts sein? Sitzt doch gleich im nächsten Startloch wieder ein bekanntes Gesicht: John K. Samson, besser bekannt als Kopf der &lt;i&gt;Weakerthans&lt;/i&gt;, liefert die persönliche Geschichte seiner Magisterarbeit ab: „She said she’d come back home when I write my master’s thesis“. &lt;i&gt;Just hilarious!&lt;/i&gt; Das dazugehörige Album &lt;i&gt;Provincial&lt;/i&gt; kommt ebenfalls im Januar.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;center&gt;
&lt;object height="314" width="314"&gt; &lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F30525951&amp;secret_token=s-FvYrU&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork"&gt;&lt;/param&gt; &lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt; &lt;embed allowscriptaccess="always" height="314" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F30525951secret_token=s-FvYrU&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork" type="application/x-shockwave-flash" width="314"&gt;&lt;/embed&gt; &lt;/object&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wo wir schon bei Alternative Rock Legenden sind: &lt;i&gt;Nada Surf&lt;/i&gt; lassen wieder etwas von sich hören &amp;ndash; dieses Mal kein Soloalbum oder anderer Firlefanz, einfach ein neuer Longplayer, der wieder richtig schön schmerzensreich und hymnisch werden könnte, wenn man sich den Vorboten „When I Was Young“ so anhört.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;center&gt;
&lt;object height="314" width="314"&gt; &lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F26263962&amp;secret_token=s-FvYrU&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork"&gt;&lt;/param&gt; &lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt; &lt;embed allowscriptaccess="always" height="314" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F26263962secret_token=s-FvYrU&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork" type="application/x-shockwave-flash" width="314"&gt;&lt;/embed&gt; &lt;/object&gt; &lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Eine große Konstante der letzten Jahren war und ist Kurt Wagner. Trucker-Mütze, Hornbrille, Zigarette im Mundwinkel? &lt;i&gt;Lambchop&lt;/i&gt; sind in der Stadt. Auch nächstes Jahr wieder. &lt;i&gt;Mr. M&lt;/i&gt; hat schon jetzt Chancen auf das schönste Artwork des Jahres; „I’ll Just Die“ die schönsten Worte, um diese Jahresvorschau zu beenden: „Don't know what the fuck they talk about...“&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;center&gt;
&lt;object height="314" width="314"&gt;&lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F28154029&amp;secret_token=s-FvYrU&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed allowscriptaccess="always" height="314" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F28154029&amp;secret_token=s-FvYrU&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork" type="application/x-shockwave-flash" width="314"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2628164163055454345?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2628164163055454345'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2628164163055454345'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/12/das-magische-fernrohr-noch-mehr-musik.html' title='Das magische Fernrohr: Noch mehr Musik für 2012'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2407301481938095798</id><published>2011-12-18T13:02:00.050+01:00</published><updated>2011-12-19T12:28:15.664+01:00</updated><title type='text'>Das magische Fernrohr: Musik für 2012</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/magisches-fernrohr.jpg" width="450" height="338"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Viermal haben wir in die Sterne geschaut und Musik für das neue Jahr entdeckt.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Zur Weihnachtszeit werfen die Plattenfirmen ja gerne noch spektakuläre Veröffentlichungen in letzter Minute auf den Markt und Journalisten machen ihre Bestenlisten.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; nicht! Wir sagen schon jetzt ade, altes Jahr, und schauen mit unserem magischen Fernrohr viermal hinüber nach 2012. Da erwartet uns ein neues Album der britischen Band &lt;i&gt;The Maccabees&lt;/i&gt;, die mit dem Video zu „Pelican“ schon jetzt schön für Kopfschmerzen sorgen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;iframe src="http://player.vimeo.com/video/33721119?title=0&amp;amp;byline=0&amp;amp;portrait=0" width="450" height="365" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wunderbares Wolkengeschiebe gibt es dagegen bei &lt;a href="http://youngmagic.bandcamp.com/album/you-with-air-sparkly-7" target="new"&gt;&lt;i&gt;Young Magic&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; zu betrachten, die Musik dazu hat passenderweise den Titel „Sparkly“. Ein Album ist für Februar angekündigt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;iframe width="450" height="370" src="http://www.youtube.com/embed/2ydYhTG4LbI" frameborder="0" allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Weitere &lt;i&gt;artists to watch&lt;/i&gt; für 2012 sind laut übereinstimmender Redaktionsmeinung &lt;a href="http://www.memoryhou.se" target="new"&gt;&lt;i&gt;Memoryhouse&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; aus Ontario, die in Kürze ihr Album „The Slideshow Effect“ herausbringen werden. Eine verträumte Hörprobe gibt es hier, mit der schönen Zeile „Go to sleep, nothing’s changing, I’ll be here by your side.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;script type="text/javascript" src="http://cdn.topspin.net/javascripts/topspin_core.js?aId=10084&amp;timestamp=1324209944"&gt;&lt;/script&gt;
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&lt;/div&gt;&lt;br&gt;

Und wer dieses Jahr von Feists „Metals“ nicht die Finger lassen konnte, wird sich sicherlich auch mit &lt;a href="http://www.lauragibsonmusic.com" target="new"&gt;Laura Gibson&lt;/a&gt; anfreunden. Den angenehm rumpeligen Song „La Grande“ vom gleichnamigen Longplayer gibt’s hier.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;object height="450" width="450"&gt;&lt;param name="movie" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F23159626&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork&amp;secret_token=s-FvYrU"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed allowscriptaccess="always" height="450" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F23159626&amp;color=1c1c1c&amp;player_type=artwork&amp;secret_token=s-FvYrU" type="application/x-shockwave-flash" width="450"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2407301481938095798?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2407301481938095798'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2407301481938095798'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/12/zur-weihnachtszeit-werfen-die.html' title='Das magische Fernrohr: Musik für 2012'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/2ydYhTG4LbI/default.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4516693025328438935</id><published>2011-12-04T14:37:00.002+01:00</published><updated>2011-12-04T14:37:00.559+01:00</updated><title type='text'>Trouble in the Message Centre</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/lee-rourke.jpg" width="450" height="318"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Gelungenes Debüt: Da kann der Autor stolz sein (Foto: Jonathan Winstone, mairisch.de)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Glorious England! Der mairisch Verlag aus Hamburg macht jetzt auch in britischer Gegenwartsliteratur. Gestatten: Lee Rourke mit seinem Debütroman „Der Kanal“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Man muss nicht unbedingt das Album „Parklife“ von Blur auflegen, wenn man dieses Buch liest. Man kann aber. Statt Britpop-Nostalgie kommt einem schon auf der ersten Seite ein Banksy-Stencil unter und man ist mittendrin im London von Jetzt. Hektik, Menschenmassen und &lt;i&gt;traffic jam&lt;/i&gt;? Weit gefehlt. Zwischen den Staddteilen Islington und Hackney macht es sich der Erzähler erst mal auf einer Parkbank gemütlich, schaut den Enten zu und gefällt sich in seiner Kontemplation der Langeweile. &lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;Es war gut, hier zu sitzen und dem Lauf der Dinge zuzusehen &amp;ndash; nichts zu sagen, nichts zu tun und nichts zu denken. Es war wirklich gut.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt; Also doch ein bißchen „Parklife“? Jedenfalls: Bevor es gar zu meditativ wird, tritt noch jemand Zweites auf, nämlich eine junge Frau, die ebenfalls auf der Bank Platz nimmt und zaghaft zu plaudern beginnt. Beide stecken irgendwie in der Krise, das merkt man trotz des leichten Erzähltons schnell, und gerade dieser Erzählton macht das Buch sehr lesenswert. Denn diese traurige Geschichte der Begegnung von zwei wildfremden Menschen, die sich mir nichts, dir nichts ihr Leben erzählen, ist so gut und frisch erzählt, dass man nicht aufhören möchte zu lesen, ein bißchen melancholisch wird, und dann so schnell wie möglich in den nächsten Ryanair-Jet nach London steigen will, an den Kanal zwischen Islington und Hackney.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;Lee Rourke: Der Kanal. Aus dem Englischen von Roberta Schneider. mairisch Verlag, 2011. 232 Seiten, 17,90 €.&lt;/i&gt;

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4516693025328438935?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4516693025328438935'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4516693025328438935'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/12/trouble-in-message-centre.html' title='Trouble in the Message Centre'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3482319778677712709</id><published>2011-11-21T19:04:00.034+01:00</published><updated>2011-11-22T10:35:29.685+01:00</updated><title type='text'>Werner Herzogs Höhlenträume</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/hoehle-der-vergessenen-traeume.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Eine Herde Löwen aus der Chauvet-Höhle. Im Vordergrund, beleuchtend: der Regisseur.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;b&gt;Der Weihnachts-Blockbuster 2011 hat einen Namen: „Die Höhle der vergessenen Träume“, ein Dokumentarfilm, der mit seltener poetischer Intensität eine archäologische Goldgrube in Szene setzt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Natürlich wird Werner Herzogs (Klaus Kinski: „Holt mir mein Gewehr! Ich knall ihn ab“, oder so ähnlich) neuer Film nicht mit den pünktlich zu Weihnachten anrückenden Kassenschlagern mithalten können &amp;ndash; dennoch kommt er zur richtigen Zeit: Als moderner Stadtmensch kann man sich in der „Höhle der vergessenen Träume“ 90 Minuten lang in festlicher Vorweihnachtsstimmung von allem Klimbim der Gegenwart erholen und wird dabei auf höchstem technischen Niveau unterhalten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Nicht weniger als 30.000 Jahre in die Vergangenheit geht es auf dreidimensionale Erkundungstour in das südfranzösische Höhlengebiet von Chauvet, wo der Zufall eine geologische Zeitkapsel aufschnappen ließ. In den schmalen Gängen, zwischen Tierknochen und bizarren Tropfsteinen, tat sich Archäologen eine einzigartige Entdeckung auf: Menschliche Malereien, die die Tierwelt der Steinzeit auf kahlen Fels bannten. Das ist so unbegreiflich und gleichzeitig unbegreiflich schön, dass selbst die sanfte Erzählerstimme von Werner Herzog ins Stocken gerät. Ebenso andächtig die Wissenschaftler, die über diese archäologische Goldgrube berichten. Denn dank einer nahezu vollständigen Konservierung kann die Kunst der Steinzeitmenschen so unmittelbar untersucht werden, „als wäre sie erst gestern angebracht worden“.&lt;br&gt;&lt;br&gt; Wenn dann auch noch ein in Steinzeitkleidung gewandeter Forscher selbstvergessen auf einer rekonstruierten Flöte zu spielen beginnt, weiß man: Das ist ein Film, der ebenso dokumentarisch wie liebevoll die kulturelle Leistung einer längst vergangenen Zeit würdigt, und sich auch für ein wenig Kitsch nicht zu schade ist, um den Zuschauer für einen Moment die Welt um sich herum vergessen zu lassen. Und sich dabei übrigens die 3D-Kinotechnik in jeglicher Hinsicht optimal zunutze macht. Der &lt;i&gt;Daily Frown&lt;/i&gt; Kinotipp für diesen Winter!&lt;br&gt;&lt;br&gt; &lt;i&gt;Die Höhle der vergessenen Träume, ASCOT ELITE Filmverleih, 90 Minuten, seit 3. November in den Kinos.&lt;/i&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3482319778677712709?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3482319778677712709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3482319778677712709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/11/werner-herzogs-hohle.html' title='Werner Herzogs Höhlenträume'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3484714330081825700</id><published>2011-10-29T14:08:00.030+02:00</published><updated>2011-10-29T17:38:46.111+02:00</updated><title type='text'>Das sanfte Lächeln des Wahnsinns</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/beach-boys-smile.jpg" width="450" height="349"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Jetzt neu eingetroffen: vierzig Jahre altes Lächeln aus den Archiven!&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Brian Wilson, der Friedrich Hölderlin der Popmusik, bringt mit vierzig Jahren Verspätung das mythenumrankte Album &lt;i&gt;SMILE&lt;/i&gt; heraus, das ihn und seine Band, die Beach Boys, buchstäblich in den Wahnsinn trieb.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Es muss ein Torso bleiben: die ehrlicherweise so genannten &lt;i&gt;SMILE Sessions&lt;/i&gt; versammeln in ausufernder Sammelwut alles Material, das sich zwischen 1966 und 1967 in den Studios aufhäufte. Wer sich in der Musikpresse und auf einschlägigen Fanzirkeln im Internet einliest, erfährt von Marihuana-Zelten und tonnenweise LSD-Lieferungen, einem Klavier im Sandkasten und Session-Musikern mit Feuerwehrhelmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Um nur die grundlegenden Rahmeninformationen zu dem reichlich mit Legenden belegten „größten unveröffentlichten Pop-Album aller Zeiten“ zu liefern: Die Beach Boys hatten mit ihren Surf-Schlagern Mitte der sechziger Jahre den Höhepunkt ihrer Popularität erreicht. Wer bei der kalifornischen Band nur an Sonnenschein und &lt;i&gt;Surfin’ U.S.A.&lt;/i&gt; denkt, tut ihr Unrecht &amp;ndash; das Familienunternehmen hatte mit Brian Wilson einen kreativen Kopf, dem 1966 das Album &lt;i&gt;Pet Sounds&lt;/i&gt; entsprang. Symphonischer Pop, komplexe Arrangements, vielschichtiger Harmoniegesang: Ein Meilenstein, den mit Surfer-Romantik allein noch das in Musik verewigte Bild unschuldiger Teenager-Seligkeit verbindet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Da scheint es schwer, noch einen draufzusetzen, noch dazu, wenn kurze Zeit später eine gewisse &lt;i&gt;Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band&lt;/i&gt; ins Horn stößt. Brian Wilson, großer Bewunderer der Beatles, machte sich zusammen mit Texter Van Dyke Parks an &lt;i&gt;SMILE&lt;/i&gt;. Man ahnt es, die Geschichte geht nicht gut aus. Eine „teenage symphony to God“ mit Vaudeville- und Barockanklängen, einer Suite an die vier Elemente, schlichtweg die Neuerfindung einer genuin „amerikanischen Popmusik“: Das kostete nicht nur die Plattenfirma die Nerven, sondern auch Kreativ- und Wirrkopf Wilson den Verstand. Die traurige Geschichte des sanften, verkannten Genies, das im Drogen- und Alkoholrausch versank, muss anderswo erzählt werden. Sichtlich gezeichnet, aber immer noch da, kann dieser Friedrich Hölderlin des Pop nun selbst die aus den Originalbändern zusammengestellte letztgültige Fassung des natürlich größten Pop-Albums aller Zeiten präsentieren. Und das, was man da zu hören bekommt, ist tatsächlich in den schlimmsten Momenten Vorbote des Wahnsinns, der Wilson bald heimsuchte. In den schönsten Momenten aber dann doch eine Ahnung dessen, was man sich wohl unter der fixen Idee der „teenage symphony to God“ vorstellen muss: &lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;Surf’s up&lt;br&gt;
Aboard a tidal wave&lt;br&gt;
Come about hard and join&lt;br&gt;
The young and often spring you gave&lt;br&gt;
I heard the word&lt;br&gt;
Wonderful thing:&lt;br&gt;
A children’s song.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;
&lt;i&gt;The Beach Boys: The SMILE Sessions. Als CD, Doppel-CD, Box-Set und Doppel-Vinyl erhältlich. Capitol Records 2011.&lt;/i&gt;

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3484714330081825700?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3484714330081825700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3484714330081825700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/10/das-sanfte-lacheln-des-wahnsinns.html' title='Das sanfte Lächeln des Wahnsinns'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1705325580618483804</id><published>2011-09-21T21:36:00.025+02:00</published><updated>2011-10-29T17:52:10.427+02:00</updated><title type='text'>Auf einmal ist alles wieder da</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/maerzwald.jpg" width="450" height="310"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Wie eine Flaschenpost, die auf ein ein imaginäres Ziel hinschwimmt: &lt;i&gt;Märzwald&lt;/i&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Zwischen Sehnen und Verschwinden: Ulrike Almut Sandig und Marlen Pelny unternehmen eine musikalische Reise in den Märzwald und kartografieren das unerforschte Gebiet zwischen Traum und Wirklichkeit.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;Märzwald&lt;/i&gt;, augenzwinkernd als &lt;i&gt;Dichtung für Freunde der Popmusik&lt;/i&gt; betitelt, ist die gelungene Fortführung der künstlerischen Projekte dieser beiden Dichterinnen: Ulrike Almut Sandig trägt ihre Gedichte, zuletzt erschienen in dem Band &lt;i&gt;Dickicht&lt;/i&gt;, ohnehin schon mit großem musikalischen Gespür vor, sei es durch bewusstes Heben und Senken der Stimme, Anklänge an ein Kinderlied oder gezielt eingesetztes Ein- und Ausatmen an signifikanten Stellen. Marlen Pelny wiederum veröffentlichte dieses Jahr ihr Soloalbum &lt;i&gt;Fischen&lt;/i&gt;, in dem sie Melodie und Text in sensible Popsongs verwandelt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Auf dem nun erschienenen Album gehen Ulrike Almut Sandig und Marlen Pelny ein im besten Sinne schillersches Vorhaben an: Mit ruhiger Stimme und sanftem Rhythmus vorgetragen, von einer akustischen Gitarre oder einem Loopsound unterlegt, entsteht in diesen Gedichten eine Ahnung von Schönheit, dem ästhetischen Zustand als Ruhepol zwischen allen Empfindungen nicht unähnlich. Klang und Form bilden an den gelungensten Stellen eine untrennbare Einheit, die wie eine Flaschenpost auf ein imaginäres Ziel hinschwimmt und gleichzeitig fest auf literarischem Grund verwurzelt ist: Sehnsucht nach Ferne („in dir die Nadel, die zittert und immer hinzeigt nach Norden“) und Trauer über Verlust („verloren ging mir ein Freund, dem ich weh getan hatte“), die in ganz einfacher Sprache formuliert werden, beschwören eine berückend ursprüngliche Melancholie herauf.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Melancholie in der Form von Wissen um die Unerreichbarkeit einer Sehnsucht oder einen unwiederbringbaren Verlust stellt sich bei fast allen dieser vertonten Gedichte ein. Aber dabei bleibt es nicht: Auch das etwas aus der Mode gekommene romantische Projekt, nämlich die Vereinigung einer in viele Einzelteile zersplitterten Welt, die sich selbst verloren gegangen scheint, wird durch diese Melancholie in Gang gesetzt: In den Gedichten ist, wenn wir sie hören, ja auf einmal alles da, auch das, was verschwunden ist. Das zeigt sich vielleicht am besten im Stück „so habe ich sagen gehört“, das ganz ohne musikalische Elemente auskommt:&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;hab sagen gehört, es gäb einen Ort&lt;br&gt;für alle verschwundenen Dinge, wie&lt;br&gt;&lt;br&gt;die verschiedenen Sorten von Äpfeln&lt;br&gt;die Clowns und die Götter, darunter&lt;br&gt;&lt;br&gt;auch jenen guten Gott von Manhattan&lt;br&gt;Karl-Marx-Stadt und Konstantinopel&lt;br&gt;&lt;br&gt;Benares und Bombay und die Namen&lt;br&gt;von zu vielen Braunkohledörfern&lt;br&gt;&lt;br&gt;befänden sich, so habe ich sagen gehört&lt;br&gt;in der Mitte des Weißtannenwalds&lt;br&gt;&lt;br&gt;der jede Schallwelle schluckt. der Ort&lt;br&gt;wär, so habe ich sagen gehört&lt;br&gt;auf keiner gültigen Karte verzeichnet.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;
Dass diese Kunst sich ihrer selbst stets bewusst ist („aber immer diese traurigen, traurigen Gedichte“, spricht es einem an einer Stelle entgegen), macht sie nur noch überzeugender: Ulrike Almut Sandig entwirft gewissermaßen realistische Traumlandschaften, die sich echt anfühlen &amp;ndash; und dadurch in der Lage sind, eine greifbare, emotionale Heimat zu bilden. Als Musikstücke rücken diese Gedichte aber noch ein Stück weiter in die flüchtige Gegenwärtigkeit des Pop (und damit ist der augenzwinkernde Untertitel gar nicht so abwegig). Der Märzwald ist nur da, solange der CD-Spieler läuft, und dann, ebenso wie so viele der Dinge, die in ihm passieren &amp;ndash; verschwunden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Ulrike Almut Sandig/Marlen Pelny: Märzwald. Dichtung für die Freunde der Popmusik. Audio-CD, Spielzeit 47 Minuten. Schöffling &amp; Co. 2011, 14,95 €.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1705325580618483804?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1705325580618483804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1705325580618483804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/09/auf-einmal-ist-alles-wieder-da.html' title='Auf einmal ist alles wieder da'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1890690161883574804</id><published>2011-09-09T09:38:00.010+02:00</published><updated>2011-10-29T17:47:13.238+02:00</updated><title type='text'>Tausche Frohsinn gegen Schwermut</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-wrpxkfRI5FI/TmnI_YBrnLI/AAAAAAAAAKQ/6tPlKsmfrdE/s1600/album-long-gone-before-daylight.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 450px; height: 334px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-wrpxkfRI5FI/TmnI_YBrnLI/AAAAAAAAAKQ/6tPlKsmfrdE/s400/album-long-gone-before-daylight.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5650268198619815090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Die erste Band auf dem Mond kommt auf die Erde zurück: Mit &lt;i&gt;Long Gone Before Daylight&lt;/i&gt; wurden die Cardigans erwachsen. Und mit ihnen ihre Fans. Eine Erinnerung.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Um die Veränderung auszudrücken, die dieses Album bedeutete, genügt es allein schon, Nina Perssons Haarfarbe zu beschreiben: Als blondes, blauäugiges Schweden-Klischee sang sie sich durch die ersten drei Alben. Dann griff sie zur Tönung und trat im neuen Musikvideo &amp;bdquo;For What It's Worth&amp;ldquo; mit kohlrabenschwarzem Haar auf.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nichts könnte den Wandel besser verdeutlichen, den die Cardigans mit &lt;i&gt;Long Gone Before Daylight&lt;/i&gt; durchmachten. Hatten wir nicht alle das fröhlich-trällernde &amp;bdquo;Lovefool&amp;ldquo; der &lt;i&gt;first band on the moon&lt;/i&gt; in den Ohren und verbanden damit toll gemachten, aber letztlich doch nur seichten Radiopop? &lt;br&gt;&lt;br&gt;Doch wir waren gewarnt worden: Schon auf dem Vorgänger &lt;i&gt;Gran Turismo&lt;/i&gt;, namentlich der Single &amp;bdquo;My Favorite Game&amp;ldquo; lernten wir eine andere, experimentierfreudige Seite unserer Lieblingsradioband kennen. Aber wer hätte jemals mit einem so dramatischen Bruch gerechnet, wie ihn &lt;i&gt;Long Gone Before Daylight&lt;/i&gt; bedeutete? Jeder zweite Song eine Gitarrenwand, sogar Nikke Andersson von den wüsten Hellacopters war rekrutiert worden, dazwischen dramatische Balladen, die in ihrer Tiefe und Ernsthaftigkeit an Songwriter der Siebziger Jahre erinnerten. Und Texte, so traurig, dass man darin versinken wollte: &lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;With a sampled heartbeat and a stolen soul&lt;br&gt;
I sold my songs to have my fortune told&lt;br&gt;
And it said&lt;br&gt;
You should know that love will never die&lt;br&gt;
But see how it kills you in the blink of an eye&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt; Irgendetwas musste passiert sein, das ausgelassenen Frohsinn gegen eine unergründliche Schwermut ausgewechselt hatte. Wir waren erst überrascht, dann geschockt und begeistert. Und sind es bis heute. 
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1890690161883574804?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1890690161883574804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1890690161883574804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/09/tausche-frohsinn-gegen-schwermut.html' title='Tausche Frohsinn gegen Schwermut'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-wrpxkfRI5FI/TmnI_YBrnLI/AAAAAAAAAKQ/6tPlKsmfrdE/s72-c/album-long-gone-before-daylight.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4250001609845741052</id><published>2011-08-17T23:34:00.005+02:00</published><updated>2011-10-29T17:48:52.771+02:00</updated><title type='text'>Kuhpfade und Kopfhörer-Soldaten</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/die-amsel-von-glanmore.jpg" width="450" height="301"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;b&gt;Ein Erinnerungskünstler wird ins Gedächtnis gerufen: Michael Krüger setzt Seamus Heaney in einer üppigen Anthologie ein Denkmal zu Lebzeiten.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wer sich für eine deutsche Ausgabe der Gedichte von Seamus Heaney interessiert hat, war bisher auf Ausgaben angewiesen, deren neuester Stand bei 1998 liegt. Das hat sich jetzt geändert: Mit &lt;i&gt;Die Amsel von Glanmore&lt;/i&gt; liegt seit diesem Monat eine schöne Auswahl quer durchs Gesamtwerk vor.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Zwischen Torf, Froschlaich und ausgetretenen Kuhpfaden wird einer zum Dichter: Da quakt und platscht es, so dass man sich am liebsten in den nächsten Flieger nach Irland setzen würde. Dass man aber gerade in der Zeit der blutigen IRA-Konflikte nicht nur beschauliches Landleben besingen konnte, zeigt spätestens der Teil &lt;i&gt;Field Work&lt;/i&gt;:&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;One morning early I met armoured cars&lt;br&gt;
In convoy, warbling along on powerful tyres,&lt;br&gt;
and camouflaged with broken alder branches,&lt;br&gt;
And headphoned soldiers standing up in turrets.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Einmal frühmorgens traf ich Schützenpanzer&lt;br&gt;
Im Konvoi einherträllernd auf mächtigen Reifen,&lt;br&gt;
Alle getarnt mit gebrochenen Erlenzweigen,&lt;br&gt;
Und Kopfhörer-Soldaten, die aus Türmen ragten.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;
Zeit, Seamus Heaney zu entdecken: Mit diesem Band kann es losgehen!&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;i&gt;Die Amsel von Glanmore. Gedichte 1965-2006. Zweisprachige Ausgabe, herausgegeben von Michael Krüger. Frankfurt: Fischer Taschenbuch Verlag, 2011. 428 Seiten, 16,99 €.&lt;/i&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4250001609845741052?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4250001609845741052'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4250001609845741052'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/08/kuhpfade-und-kopfhorer-soldaten.html' title='Kuhpfade und Kopfhörer-Soldaten'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2801056554012127303</id><published>2011-08-07T11:17:00.012+02:00</published><updated>2011-10-29T17:54:57.567+02:00</updated><title type='text'>Schimmernder Dunst über Leif Randt</title><content type='html'>&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/cobycounty.jpg" width="450" height="331"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Die schimmernde Oberfläche des Romans: in echt noch silberner!&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Blut im Wasser in Coby County: Leif „Fitzgerald“ Randt schaut mit seinem gefeierten neuen Roman über die Schulter in die Zukunft.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Dass &lt;i&gt;Schimmernder Dunst über Coby County&lt;/i&gt; pünktlich zum Erscheinen von allen großen Zeitungen rezensiert wird, ist eine gute Nachricht für den Berlin Verlag, der sich größte Mühe gegeben hat, den lang erwarteten zweiten Roman von Leif Randt bis in die Herstellung hinein (s.o.) zu einem Ereignis zu machen.  Auf einige doch gar zu augenfällige Parallelen haben aber weder FAZ (&lt;a href="http://www.faz.net/artikel/S30347/leif-randt-schimmernder-dunst-ueber-coby-county-die-fetten-jahre-sind-die-besten-30479969.html" target="new"&gt;„Dieses schmale, sehr kluge, hellwache Buch“&lt;/a&gt;), SPIEGEL (&lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/kulturspiegel/d-79619809.html" target="new"&gt;„Wohlstands-Wellness-Welt“&lt;/a&gt;), noch die Berliner Morgenpost (&lt;a href="http://www.morgenpost.de/kultur/article1722979/Leif-Randt-verschmilzt-Utopia-und-Prenzlauer-Berg.html" target="new"&gt;„ein hochbegabter Oberflächenbetaster“&lt;/a&gt;) hingewiesen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ist Wim Endersson, wohlstandsgepäppelter Jung-Literaturagent mit Selbstzweifeln, nicht ein ferner Gruß an F. Scott Fitzgeralds Nick Carraway, der das Treiben im East Egg als teilnehmender Beobachter mitmacht und ins Nachdenken gerät? Ist nicht gerade das phantastisch anmutende East Egg aus dem &lt;i&gt;Great Gatsby&lt;/i&gt; eine wunderbare Vorlage für das sterile Coby County, in dem Wim Endersson und Wesley Alec Prince ein dekadent-gedämpftes Partyleben führen?

&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;It was a matter of chance that I should have rented a house in one of the strangest communities in North America. Twenty miles from the city a pair of enormous eggs, identical in contour and seperated only by a courtesy bay, jut out into the most domesticated body of salt water in the Western hemisphere, the great wet barnyard of Long Island Sound.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;

Die kühle Sprache, junge amerikanische Intellektuelle, natürlich stinkreich, und nicht zuletzt elegante Aufmachung beider Bücher weist auch auf das gar nicht so lang zurückliegende &lt;i&gt;Blut im Wasser&lt;/i&gt; von Alexander Schimmelbusch zurück, ebenfalls ein Text, der für seine Welthaltigkeit, stilistische Präzision und hochsensible Beobachtungsgabe gelobt wurde.

&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;Die Kälte der Luft, die in mein Gesicht weht, tut mir gut; die Lebenszeichen meines Körpers stabilisieren sich. Für einen Augenblick halte ich inne, im tiefen Schnee auf der Plattform, die flach über der Wiese schwebt, und versuche, mir den Ablauf der vergangenen Nacht ins Gedächtnis zu rufen: ohne Ergebnis.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;

Zwei Empfehlungen zum Neu- und Wiederlesen also, denn einen Nachteil hat &lt;i&gt;Schimmernder Dunst über Coby County&lt;/i&gt; dann doch: Man hat die knapp 200 Seiten an einem Tag durch.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2801056554012127303?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2801056554012127303'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2801056554012127303'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/08/schimmernder-dunst-uber-leif-randt.html' title='Schimmernder Dunst über Leif Randt'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2844882031129167471</id><published>2011-07-28T22:59:00.016+02:00</published><updated>2011-10-29T17:51:24.696+02:00</updated><title type='text'>Das traurigste Album des Jahrzehnts</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/meadowlands.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Songs wie ein sepiafarbener Schleier: Ausschnitt aus dem Albumcover&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Bei manchen Alben dauert es eben etwas länger, bis sie sich in den Gehörgängen festgesetzt haben. „The Meadowlands“ von The Wrens ist ein solches Album.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Veröffentlicht bereits 2003, ist es erst jetzt der Redaktion von &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; in die Hände gefallen. Und ohne zu übertreiben könnte man es als Anwärter für das traurigste Album des Jahrzehnts ins Rennen schicken: Traurig nicht nur die Entstehungsgeschichte, war es (einen ähnlichen Schicksalsschlag erlebten ja Wilco mit dem nun epochalen „Yankee Hotel Foxtrot“) der Plattenfirma zu unkommerziell für eine Veröffentlichung und nach einigem Hin und Her dann doch mit mehrjähriger Verspätung in die Läden gekommen. Traurig in bester Hinsicht auch die Songs, die einer um den anderen wie der sepiafarbene Schleier des Albumcovers die Themen Verlassenheit, Erschöpfung und &amp;ndash; natürlich &amp;ndash; Liebeskummer umkreisen:&lt;blockquote class="modified"&gt;„And now you’re sorry/For the things you did to me/I want you to know/I feel I was the one who/got used and used to/just about anything you would tell me“&lt;/blockquote&gt;
Da möchte man doch im tiefsten Brunnen versinken, das Leben aussperren und die Kopfhörer fester auf die Ohren drücken: Danke, liebe Wrens, für dieses Album! Besser spät als nie: Unser Tipp für die gepflegte Sommer-Depression.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;The Wrens: The Meadowlands. 13 Tracks, 56:13 Min. Absolutely Kosher Records 2003,  Eine Hörprobe gibt’s &lt;a href="http://www.wrens.com/files/mp3s/The%20Wrens%20-%20Everyone%20Choose%20Sides.mp3"&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2844882031129167471?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2844882031129167471'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2844882031129167471'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/07/meadowlands.html' title='Das traurigste Album des Jahrzehnts'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1273401546008828232</id><published>2011-07-24T12:07:00.005+02:00</published><updated>2011-10-29T17:55:56.414+02:00</updated><title type='text'>Mord in den Highlands</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/highlands.jpg" width="450" height=""&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Literatur bei &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;: Heute mit Zo&amp;euml; Beck, die einen Thriller über Mord in den schottischen Highlands geschrieben hat: &lt;i&gt;Der frühe Tod&lt;/i&gt; wird derzeit auf &lt;a href="http://www.bilandia.de/AKTION/2011/7/Der-fr-he-Tod" target="new"&gt;bilandia.de&lt;/a&gt; von ihr selbst im Video vorgestellt und verlost.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Nur eine Hand ragte aus dem Ufergestrüpp hervor, sein Ehering funkelte im noch schwachen Licht. Weiterlaufen!, rief ihr die Stimme zu, aber sie bog stattdessen die Zweige auseinander, um ihn sich näher anzusehen. Lauf weg!&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Sein rechtes Bein zeigte zum Wasser, der handgenähte schwarze Schuh berührte die Wasseroberfläche. Das linke Bein war angewinkelt, der Schuh fehlte. Beide Arme waren vom Körper abgespreizt, als hätte er sie hochgerissen. Sie stieß ihn mit der Spitze ihrer Laufschuhe vorsichtig am Rumpf an, um den letzten Zweifel auszuräumen. Geh, bevor dich jemand sieht!&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Sie blieb. Behutsam schob sie das Geäst weiter zur Seite und sah in sein Gesicht. Er lag auf dem Rücken, das Jackett offen, die Dior-Krawatte verrutscht, die Augen geöffnet, den Blick nicht auf sie, sondern zur Seite gerichtet, weil sein Kopf nach links gedreht war.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Sein Mund stand offen, und Caitlin konnte die Zunge sehen. Ihre Augen wanderten zum Hals und zu den schmalen, dunkel verfärbten Striemen. Sie wollte sich hinabbeugen,
schreckte aber zurück, als vor ihr etwas in die Luft stob.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;span style="color:#707070;"&gt;Zoë Beck wurde 1975 geboren und arbeitete als Dramaturgin und Autorin bei Theater und Film. Heute ist sie als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin tätig. Ihr neuester Roman &lt;a href="http://www.bilandia.de/Der-fr-he-Tod/buecher/bu/9783404163090" target="new"&gt;&lt;i&gt;Der frühe Tod&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; erscheint diesen Juli.&lt;/span&gt;

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1273401546008828232?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1273401546008828232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1273401546008828232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/07/mord-in-den-highlands.html' title='Mord in den Highlands'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8028414041782235269</id><published>2011-07-16T15:11:00.015+02:00</published><updated>2011-10-29T17:57:14.721+02:00</updated><title type='text'>Satus Katze</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/satus-katze.jpg" width="450" height="338"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Nachtszene im Limingantulli-Bezirk, Oulu, Finnland (Foto: Estormiz)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Literatur bei &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;: Diese Woche mit einem Auszug aus dem Roman &lt;i&gt;Satus Katze&lt;/i&gt; von Constantin Göttfert.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

An jenem Abend im Februar hatte ich die Katzen im Müllbeutel gesehen. Im Schein der Laternen glänzten die mit Streusplitt überzogenen Straßen, und wieder zog der süßliche Geruch der Maische von den Papierfabriken in die Stadt. Ich hörte das Heulen der Schneepflüge, deren rote Blinklichter in regelmäßigen Abständen auf dem Schnee zuckten, in der Ferne rauschten unsichtbare Züge. Als es in der Küche meiner Nachbarin wieder hell wurde, verließ ich die Wohnung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Im Gemeinschaftsraum am Ende des Ganges saßen die Studenten auf Kunstledermöbeln vor dem Fernseher. Sie waren betrunken, dabei eigenartig ruhig, manche blickten wie konzentriert vor sich hin, einer stützte sich an der Wand ab und starrte auf das Poster. Im Vorbeigehen bemerkte ich, dass es jener war, der mir von Dr. Karjalainens Abtreibung erzählt hatte, aber er schien mich nicht zu erkennen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Der Fernsehbildschirm zeigte den Sänger einer Metalband, der Ton war abgeschaltet. Jemand lachte, aber es war leise wie das heimliche Kichern eines Kindes in einer Kirche.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Schon im Hof glaubte ich das Schreien aus dem Container zu hören. Der Schnee hatte die Scheiben der Laternen verklebt. Von irgendwo hörte ich Rufe, ein Mann stand mit seinem Hund an der Kinderschaukel im Hof und wartete, bis das Tier sein Wasser gegen den vereisten Standfuß abgeschlagen hatte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne waren die Deckel der Müllcontainer wieder festgefroren, ich streckte beide Arme hinein; mit nackten Fingern und ohne nachzudenken zog ich Müllsäcke heraus, Pappkartonschachteln, Eierschalen, zerbrochenes Geschirr. Ich fand ein gefrorenes Stück Brot, ein Stoffschuh war in der Mitte zerrissen, in anderen Säcken waren Bierdosen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Bald war der Schnee von Müllflüssigkeit braun verfärbt, auf dem Gehweg türmten sich Essensreste und Plastiksäcke. Irgendwo hatte ich mich geschnitten, aber meine Finger waren gefroren und steif, von der klebrigen Flüssigkeit verfärbt. Aus einem der Container hörte ich nun deutlich das leise Schreien einer jungen Katze.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;span style="color:#707070;"&gt;Constantin Göttfert wurde 1979 geboren und lebt als freier Schriftsteller in Wien. Er studierte Germanistik in Wien und besuchte das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. Zuletzt erschien von ihm der Erzählband &lt;a href="http://tubuk.com/book/in-dieser-wildnis" target="new"&gt;&lt;i&gt;In dieser Wildnis&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;. &lt;a href="http://tubuk.com/book/satus-katze" target="new"&gt;&lt;i&gt;Satus Katze&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, sein erster Roman, erscheint in diesem Monat.&lt;/span&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8028414041782235269?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8028414041782235269'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8028414041782235269'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/07/satus-katze.html' title='Satus Katze'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6630899519608224306</id><published>2011-07-10T19:14:00.013+02:00</published><updated>2011-11-21T21:29:34.222+01:00</updated><title type='text'>Und zum Umgang mit Gefühlen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/020.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Der Wald auf dem &amp;Uuml;etliberg bei Zürich&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Literatur bei &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;: Diese Woche mit sechs Prosa-Miniaturen von Judith Keller.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;Ablauf&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;
Seit einer Woche schrie jemand in der Nähe. Die Schreie kamen jede
Nacht in unregelmässigen Abständen. Karl konnte nicht schlafen. Gestern,
als er nach Hause kam, stand ein schwarzer grosser Wagen vor dem
Wohnhaus. Er hört seitdem keine Schreie mehr; sie fehlen ihm jetzt, um
schlafen zu können.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;Übung&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;


Lieselotte sagte nie nein. So geschahen mit ihr bedenkliche Dinge. Ein
Psychologe schliesslich riet ihr, das nein zu üben wie eine Vokabel. Nach
einigen Sitzungen stellte er ihr die Aufgabe, in ein Schuhgeschäft zu gehen,
dreissig Paar Schuhe anzuprobieren und zu jedem Paar und zu der
Verkäuferin nein zu sagen. Lieselotte ging in das Geschäft und kaufte
dreissig Paar Schuhe. Sie reihte sie neben dem Eingang auf. Jetzt steht
sie davor. Sie weiss nicht weiter.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;Kunst&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;


Patrick studiert Kunst. Auf einem seiner Bilder steht: ich liebe meine Eltern.
Alle finden das lustig. Aber Patrick meint es ganz ernst.&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;b&gt;&lt;i&gt;Anton Früh&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;

Auf dem Kapf erschoss sich Geografielehrer Anton Früh am Abend des
dritten Juni 1958.&lt;br&gt;
Onkel Andreas sagt, Geografielehrer Früh habe die Alpenbildung mit einer
Serviette nachgefaltet.&lt;br&gt;
Onkel Peter sagt, vor den Geografiestunden bei Herrn Früh habe er
aus Angst nicht schlafen können.&lt;br&gt;
Onkel Reinhard sagt, Anton Früh sei vor Schmerz zusammengezuckt,
wenn ein Schüler eine Hauptstadt nicht wusste.&lt;br&gt;
Onkel Peter sagt, es war dieser Hass über die Unwissenheit.&lt;br&gt;
Onkel Andreas sagt, es war diese Mangel an Relation.&lt;br&gt;
Onkel Reinhard sagt, es war dieses Ausschliessliche.&lt;br&gt;
Am Nachmittag des dritten Juni 1958 hatte man beobachtet, wie Geografielehrer
Anton Früh ein Paar Gartenhandschuhe für vier Franken und
dreissig Rappen stahl. In wenigen Stunden wusste es das ganze Dorf.&lt;br&gt;
Aber noch davor bestieg Anton Früh den Hügel namens Kapf und schoss
sich in den Kopf.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;Frau März&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;

Frau März entfernt mit dem Tintenkiller die Fehler im Diktat der Drittklässler.
Die Eltern freuen sich über die positive Entwicklung ihrer Kinder. Die
Elterngespräche verlaufen fröhlich, die Begabung der Kinder spiegelt sich
wider in jedem Diktat. Bald wird Frau März ihre Stelle verlieren. Es liegt
an einem misstrauischen Vater, der sein Kind dasselbe Diktat noch einmal
schreiben lässt, um zwanzig Fehler zu entdecken. Frau März wird vor vielen
Menschen aussagen: Ich habe Zuversicht streuen wollen, um sie später
zu ernten. Wegen ihrer süssen, lieben Stimme hatte man Frau März
eigentlich schon vorher alles zugetraut.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;Literatur&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;


Der Junge kam herein und setzte sich an den Tisch. Es gab sein Lieblingsessen,
aber er sprach kein Wort. Plötzlich, nachdem er sich langsam
eine Pommes in den Mund geschoben hatte, begann er zu weinen. Als
ihm seine Mutter über den Kopf strich, verdeckte er sein Gesicht mit seinen
Armen und schluchzte. Sie war keine Mutter, die viele Fragen stellte,
wir aber wissen, dass er um Winnetou trauerte, der auf Seite 474 starb.&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;span style="color:#707070;"&gt;Judith Keller wurde 1985 in Lachen (CH) geboren und ist in Altendorf am Zürichsee aufgewachsen. Sie studierte zwei Semester Germanistik in Zürich, dann Literarisches Schreiben in Biel und Leipzig. Im Moment macht sie den Master in Deutsch als Fremdsprache an der FU Berlin. Sie ist Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift Edit.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6630899519608224306?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6630899519608224306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6630899519608224306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/07/und-zum-umgang-mit-gefuhlen.html' title='Und zum Umgang mit Gefühlen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1837786852801175120</id><published>2011-06-26T19:05:00.019+02:00</published><updated>2011-10-29T17:57:45.969+02:00</updated><title type='text'>Adjektive im Sand, Schwarze Löcher im Neuschnee</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/away.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Leuchtturm in Montauk, Long Island, New York (Foto: Tim Hettler)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Literatur bei &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;: Diese Woche mit Momentaufnahmen von Kathrin Bach. Ein Auszug aus dem Text &lt;i&gt;away/home&lt;/i&gt;.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;b&gt;&lt;i&gt;away&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

wenn es stürmt, sind zuerst die promenaden leergefegt. wir rauben mit unseren blicken die schaufenster der inselboutiquen aus. du kaufst dir einen sandfarbenen blouson, ich stehe auf seepferdchen.&lt;br&gt;
wenn wir nicht schlafen können, scheint der mond. wir sind ebbe und pfeifen auf den wind. der kommt durch alle ritzen und quellt die bettdecken auf. algen sind das neue kaviar, flüstere ich dir ins ohr. du kicherst, bevor du schweigst. sollte ich vor schnupfen schnarchen, lauschst du mir stumm.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

unsere haut schält sich unregelmäßig. wir stecken uns blaubeeren in mundhöhlen und deine haut ist street art. ich schau dir und deinen kreuzworträtseln zu, eine insel mit vier buchstaben. die haut wird eingerieben, die adresse nicht verraten. wir telefonieren bloß aus der zelle.&lt;br&gt;
wir lutschen austern und haben scampis zu knabbern. die sonnenmilch klebt uns aneinander, wir suhlen uns im sand. unsere zigarettenspitzen sorgen für romantik bei sonnenuntergang und achtzehn grad in dünennähe. als highlight besteigen wir leuchttürme und wetten um wolken. ich gewinne.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

du verlierst bei backgammon und deinen sonnenhut. wenn du lachst, bin ich dabei. mein i-phone empfängt dein lachen und überregionale radioprogramme. wir schreiben keine e-mails, bloß adjektive in den sand. die möwen sind eiskugeldiebe, wir räuber und gendarme. wir schließen freundschaft per morsecode.&lt;br&gt;
zur unterhaltung gibt es mittagsmagazin und kaugummiblasen. ich stech dir mit dem zeigefinger in kirschgeschmack, du kicherst über die ard-dame im kostüm. von der langeweile kaufen wir uns dvdreihen und kartenspiele. du ziehst die buben, ich schau dir in die karten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

du willst eine möwe mit nach hause nehmen, wir einigen uns auf federn und polaroids vom fliegen. wir machen alles nochmal zum letzten mal und zählen laut mit. zum letzten mal vanilleeisflecken auf t-shirtstoff. zum letzten mal modellflugzeuge und sagrotan. ich streichle deinen po.&lt;br&gt;
in unsere koffer rieselt sand. wir nehmen mit, was wir kriegen können und bestellen uns ein taxi. der fährhafen macht uns den abschied schwer, wir werden sentimental. als ohrwurm seemannslieder und möwenchor. wir biegen um die insel, verschütten milchkaffee auf der fähre und winken.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/home.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;home&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

die räder deines fahrrads waage-, der schnee rieselt senkrecht. du schiebst das rad, ich trage handschuhe. fäustlinge in schneebeige, wir benutzen fußgängerampeln. bei grün stellst du fragen, die mit punkten enden. es juckt unter meiner mütze.
nebeneinander her laufend bis zum nächsten kiosk, dann wird geteilt:&lt;br&gt;
vollmilchschokolade, das grüne feuerzeug.&lt;br&gt;
du lehnst das rad gegen die mauer und deinen körper gegen speichen
und kettenblätter. während wir rauchen, lauschen wir bauarbeiten. ein ohrwurm des presslufthammers und du wirfst zigarettenstummel in richtung des schnees. funkenschlag im gesichtsfeld, schwarze löcher im neuschnee.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

werden wir nach dem weg gefragt, tust du isländisch. ich stottere navigation. halten wir uns an den handschuhen, sehen wir nach 21.märz aus. im februar beginnen die pollen mit ihrem flug, sagst du. sogar die kioskbesitzer sagen du, wir lesen biete &amp; suche im dialog. die stimmen an den haltestellen ein hörspiel, wir haben den gleichen heimweg.&lt;br&gt;
ich deute auf straßenlaternen, penthousebalkone im gehen. wenn du zwinkerst, blendet die sonne, der schnee unter den füßen. wir, gefüttert, stapfen synchron durch schneemassen über sieben zentimetern. du unterbrichst mich beim zuhören, ich frage nach enten am tauenden flussufer. nach dem doppelpunkt wirfst du krumen von der brücke. dein lachen eiskonfekt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

wir schauen in die auslagen der souvenirläden und zeigen mit der ganzen faust auf dosenöffner und einwegkameras. wir, gespiegelt im glas, sehen uns im winter ähnlicher.&lt;br&gt;
ich halte das rad fest, du gibst zwei euro zu viel aus für eine kirchturmminiatur, bronzefarben. die drückst du mir in die faust, dann dreht sich das reifenprofil durch hundekot.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

wir frieren zusammen, bis zum dritten haus auf der rechten seite. im hausflur riechen wir salamipizza, trinken den letzten schluck aus den glasflaschen und stoßen mit den oberarmen aneinander.&lt;br&gt;
zuhause ist, wo dein aquarium steht. das wasser leuchtet, die fische haben namen und flossen. wir haben zwei zimmer, küche, bad. gehen wir schlafen, läuft gegenüber noch der fernseher. gehen wir aus dem haus, nimmst du das rad, ich adidas-turnschuhe. in unserer küche riecht es nach frühstück.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

den hellsten fisch nennst du alaska, wir verzichten auf kosenamen und partnerlook im schlafzimmer. stattdessen lache ich über deine witze, du kochst besonders gerne pasta à l´arrabiata.&lt;br&gt;
ich kann dein lieblingslied auswendig, du bist gegen karaoke. zum einschlafen dein schnarchen und im drehen auf die andere seite ab und zu großstadtlichter.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;span style="color:#707070;"&gt;Kathrin Bach wurde 1988 geboren und studiert zur Zeit in Hildesheim Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis. Sie schreibt Prosa und Lyrik und war dieses Jahr Finalistin beim &lt;a href="http://www.prosanova.net" target="new"&gt;Prosanova-Literaturwettbewerb&lt;/a&gt;. Gedichte von ihr kann man im &lt;a style="color:#808080;" href="http://www.poetenladen.de/kathrin-bach.htm" target="new"&gt;Poetenladen&lt;/a&gt; lesen.
&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1837786852801175120?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1837786852801175120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1837786852801175120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/06/adjektive-im-sand-schwarze-locher-im.html' title='Adjektive im Sand, Schwarze Löcher im Neuschnee'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1766810008437970322</id><published>2011-06-19T17:59:00.031+02:00</published><updated>2011-10-29T18:07:20.837+02:00</updated><title type='text'>Die perfektionierte Aristotelik</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/faulkner-typewriter.jpg" width="450" height="299"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;William Faulkners Reiseschreibmaschine (Foto: Gary Bridgman)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Im &lt;i&gt;Handbuch des Nonlinearen Erzählens&lt;/i&gt; berichtet Tobias Hülswitt über seine Erfahrungen mit dem Korsakow-Programm, das die Produktion nicht-linear erzählter Filme ermöglicht. Zum Auftakt der neuen Reihe &lt;i&gt;Literatur bei The Daily Frown&lt;/i&gt;, in der Autoren selbst zu Wort kommen sollen, spricht er mit uns über die Evolution des Erzählens und unsere narrativen Gewohnheiten.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;



&lt;b&gt;&lt;i&gt;Wie bist du eigentlich auf Zygmunt Haupt gekommen? Beim Lesen des Auszugs aus &lt;i&gt;Ein Ring aus Papier&lt;/i&gt; habe ich mich plötzlich an ähnliche Leseerlebnisse erinnert, die ich damit in Verbindung bringe. Zum Beispiel &lt;i&gt;Noch einmal für Thukydides&lt;/i&gt; von Peter Handke. Aber je länger man darüber nachdenkt, desto mehr Beispiele fallen einem ein, da würde man dann ganz schnell auch bei Faulkner und Kafka oder sowieso Alfred Döblin landen, der ja als Mediziner seine Dissertation über die „Korsakoffsche Psychose“ geschrieben hat.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;



Die Verbindung zu Kafka sehe ich eigentlich nicht. Wo siehst du sie genau?&lt;br&gt;&lt;br&gt;



&lt;b&gt;&lt;i&gt;Ich dachte an die Editionslage vom &lt;i&gt;Prozess&lt;/i&gt;, dessen Kapitelreihenfolge ja nicht genau festlegbar ist, was kürzlich in einer Hörspielbearbeitung so übernommen wurde, dass man pro Kapitel eine CD aufgenommen hat und diese in beliebiger Folge hören kann. Diese Idee fand ich sehr schön. Bei dem zitierten Buch von Peter Handke gibt es diese Beobachtungsprosa, die auf oft nur zwei Seiten etwa eine Schneeflocke oder einen Baum beschreibt. So hat er das aber davor und danach leider nicht mehr gemacht.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;



Ja, richtig, die Kapitelreihenfolge vom &lt;i&gt;Prozess&lt;/i&gt; stand ursprünglich nicht fest. Das technische lineare Medium Buch hat zur Festlegung gezwungen. Nun kommt das technisch nonlineare digitale Medium und ermöglicht die Darstellung in der beabsichtigten nichtlinearen Form. Das ist ein wunderschönes Beispiel für das, was ich meine, wenn ich sage, dank des Computers können wir die Zettel des Zettelkastens in die Luft werfen und durch die Zettelwolke spazieren, ohne das ein Zettel verloren geht. Das digitale Medium ist die Bindung der Wolke. 

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zu &lt;i&gt;Thukydides&lt;/i&gt;: Genau, Autoren machen das einmal, dann wenden sie sich wieder den marktgängigen Formen zu, weil diese Beobachtungen nicht belohnt werden. Man bringt ihnen in unserer Kultur Respekt entgegen und versteht sie als Ausweis des Könnens des Autors, der Autorin, aber keine monetäre Wertschätzung. Das gleiche trifft ja auch für die Lyrik zu. Man verstehe mich nicht falsch, ich will nicht lamentieren! Mich interessiert daran, was es über die Denkgewohnheiten und Denkmöglichkeiten unserer Gesellschaft aussagt. Von Peter Handke habe ich nur einmal &lt;i&gt;Die Angst des Tormanns beim Elfmeter&lt;/i&gt; angefangen. Da ist ja schon der Titel verkehrt, denn der Tormann hat beim Elfmeter keine Angst, sondern nur der Schütze. Das Buch fand ich dann allerdings spitze, bis zu der Stelle, an der klar wird, dass die Hauptfigur jemanden umgebracht hat. Da habe ich das Buch direkt in die Ecke gepfeffert: Aha, doch nur ein Trick, um einem wieder etwas Unerhörtes unterzujubeln, eine Kuriosität. Besonders fies, wenn es so gut begonnen hat. So etwas findet man bei Haupt nicht. Da wird nichts untergejubelt, keine literarischen Überwältigungsstrategien werden gefahren. Und doch gibt es ein Feuerwerk, ein Feuerwerk an Dingen, an erinnerten Details, an vergehender Welt. Das ist viel berührender als alle schönen Stories aller Zeiten zusammen.

&lt;blockquote class="modified"&gt;
&lt;i&gt;Der Aufbau und der Rhythmus der Erzählung machten mir Spaß, aber gleichzeitig wurde ich mißtrauisch. Das ist nicht das Leben, dachte ich. Das ist nicht die Wahrheit. Das Leben kann nicht eine fortlaufende Kette schön komponierter Phrasen sein, das wäre zu einfach und sicher auch zu langweilig, das Leben ist nicht eine Reihe von Ursachen und Folgen, eine Serie von Prämissen, aus denen hübsche runde Schlußfolgerungen entstehen, es ist auch kein Material, das einer bestimmten Funktion dient und auch nicht eine Art Monogramm.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;


(Zygmunt Haupt: &lt;i&gt;Ein Ring aus Papier&lt;/i&gt;)
&lt;/blockquote&gt;

Auf Haupt bin ich durch Andrzej Stasiuk gestoßen, wenn ich mich recht erinnere, oder zufällig, ich weiß es nicht mehr.&lt;br&gt;&lt;br&gt;



&lt;i&gt;&lt;b&gt;Vielleicht ist ja das non-lineare Erzählen sogar so alt wie das Erzählen selbst, wenn man etwa an Laurence Sterne denkt.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

So ist es. Aristoteles disst es bereits in seiner Poetik: Episoden und Geschichten, die sich unzusammenhängend um einen Helden organisieren, zum Beispiel Herakles, hält für das Schlechteste, was Erzählung hervorbringen kann. HBO mit seinen Serien wäre bei ihm durchgefallen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;&lt;b&gt;Du sagst aber doch in deinem Buch, alle Drehbuchautoren in Hollywood seien knallharte Aristoteliker. Aber da muss man wieder zwischen Erzählen im Kinofilm und seriellem Erzählen unterscheiden, oder?&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Klar, serielles Erzählen ist TV, Sender wie HBO. Es kommt darauf an, wo man die Kritik ansetzt. Arbeiten Serien auch mit den Techniken des Fesselns, Bannens, Mitreißens? Natürlich. Arbeiten Sie mit Figuren, die Menschen repräsentieren sollen? Klar. Bauen Sie Illusion auf, ohne ihre Konstruktion zu zeigen? Selbstverständlich. Wenn man also Fundamentalkritik betreiben will, könnte man sie ideologisch auseinandernehmen. Aber auf die gleiche Weise könnte man den &lt;i&gt;Ulysses&lt;/i&gt; auseinandernehmen. Allein schon wegen dem Problem der Repräsentanz. Aber trotzdem bieten Serien oft ein anderes Bild der Realität, ein zugleich verwobeneres, was die Handlung betrifft, und entzerrteres, was das Vergehen der Zeit betrifft. Das ist der technischen Grundlage geschuldet. Der Film kommt in seinen 90 oder 120 Minuten, wenn er linear erzählt sein will, zwangsläufig auf die perfektionierte Aristotelik zurück. 
&lt;blockquote class="modified"&gt;
&lt;i&gt;Die Fabel des Stücks ist nicht schon dann &amp;ndash; wie eine einige meinen &amp;ndash; eine Einheit, wenn sie sich um einen einzigen Helden dreht. Denn diesem einen stößt undendlich vieles zu, woraus keinerlei Einheit hervorgeht. So fürht der eine auch vielerlei Handlungen aus, ohne daß sich daraus eine einheitliche Handlung ergibt. Daher haben offenbar alle die Dichter ihre Sache verkehrt gemacht, die eine &lt;i&gt;Herakleïs&lt;/i&gt;, eine &lt;i&gt;Theseïs&lt;/i&gt; und derlei Werke gedichtet haben.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
(Aristoteles: &lt;i&gt;Poetik&lt;/i&gt;)
&lt;/blockquote&gt;

Die Serie muss das nicht, sie kann sich bestimmter Elemente der Hollywoodlehre bedienen, ist ihr aber nicht sklavisch unterworfen. Man muss bei all dem natürlich sagen: Die Leute scheinen das lineare Kino, zum Beispiel, ja aber zu mögen! Sie gehen hin und konsumieren es wie wild. Die können ja nicht alle dumm sein. Und es setzt sich eben das durch, was gewollt wird. Und das stimmt zu Teil. Andererseits wissen wir, dass nicht nur die Konsumentenseite das Angebot bestimmt. Wenn wir heute beispielsweise ein vollelektrisches Auto kaufen wollen, das 200 km/h fahren kann – schwierig, weil es kaum im Angebot sein wird. Und weil die Infrastruktur weitgehend auf Verbrennungsmotoren ausgelegt ist, die wir kaufen sollen, damit wir die fossilen Brennstoffe konsumieren, die die Anbieter uns verkaufen wollen. Bei der Erzählung ist natürlich schwieriger zu bestimmen, auf welche Weise die Produzenten uns eine wirtschaftliche Infrastruktur aufzwingen. Aber der Autor Christian Salmon zeigt zumindest, wie das Storytelling auf vielfache Weise von Politik und Wirtschaft genutzt wird. Auch wenn sich das sicherlich zum allergrößten Teil unbewusst abspielt, profitieren sehr viele Leute von unseren simplizistischen narrativen Gewohnheiten.
&lt;br&gt;&lt;br&gt;


Obwohl, der extreme Erfolg dieser Serien hätte Aristoteles vermutlich umgestimmt, denn man muss annehmen, dass er sein Urteil ausgehend vom Applaus im Theater entwickelte: Seine Poetik ist eine Überlegung, was die Gründe für den meisten Applaus sein könnten. Und die Gründe, die er findet, erhebt er zur Norm. Man könnte grob vereinfachend sagen, das nonlineare Erzählen wurde im Laufe der Evolution des Erzählens zurückgedrängt. Im Filmischen noch radikaler als in der Literatur, wo es nie ganz auszumerzen war, weil der Roman an sich näher am Denken ist und das Denken große Reserven des Nichtlinearen enthält. Im Moment, nicht zuletzt durch die Emergenz des Computers, erleben wir eine Renaissance des Nichtlinearen. Ich bin allerdings gar nicht dafür, dass nun das Lineare zurückgedrängt werden soll. Ich votiere für eine Geschichtenvielfalt, story diversity, auch wenn mir selbst die nichtlinearen Formen näher sind. Eine Kultur, die über viele Formen des Erzählens verfügt, verfügt über viele Denkweisen und ist eher in der Lage, Lösungen für drängende Probleme zu finden. Angesichts der Klimakatastrophe ist das notwendiger denn je. Ich glaube allerdings, dass wir gerade jetzt mehr nichtlineares Erzählen brauchen, weil wir durch lineare narrative Strukturen, also grob gesagt durch Stories, beständig Denkmuster reproduzieren und verfestigen, die mit zu vielen Simplifizierungen und Reduktionen arbeiten, um unserem Denken zu mehr Komplexität zu verhelfen, antagonistisches und konfliktorientiertes Denken aufzubrechen und den Menschen wirklich weiterzubringen. Wir müssen heute Anteile unserer Natur stimulieren, die uns helfen, diejenigen aggressiven Anteile zu dimmen, die uns bisher als Spezies so erfolgreich gemacht haben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;



&lt;b&gt;&lt;i&gt;Filmisches Erzählen, also Schnitt- und Montagetechniken findet man ja gerade bei &lt;i&gt;Berlin Alexanderplatz&lt;/i&gt; durchgehend als erzählerisches Mittel angewendet. Der Roman ist heute zwar ein Klassiker, gilt aber immer noch als „schwierig“, „experimentell“ oder Avantgarde-Literatur. Warum setzt sich das geradeheraus Erzählte immer noch besser durch?&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;
&lt;br&gt;&lt;br&gt;


Weil es unsere Sinne sozusagen genau an der Stelle krault, an der sie am allerliebsten gekrault werden. Sie werden dabei nicht überfordert, und es wird ihnen alles genauso vorgesetzt, wie sie am besten verarbeiten können: niedrigkomplex, reduziert, einer höheren Ordnung &amp;ndash; der Dramaturgie &amp;ndash; gehorchend. Dass alles, was in der Erzählung geschieht, mag es noch so grausam sein, in der höheren Ordnung der Dramaturgie aufgehoben ist, beruhigt uns zudem enorm. Denn genau das teilt uns jede lineare Erzählung permanent mit: Keine Angst, hinter all dem, was du hier siehst, steckt ein Plan. Das ist natürlich eine metaphysische Beruhigungspille, also pure Religion. 

&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;&lt;i&gt;Besonders interessant fand ich die Aussagen von mehreren Personen in deinem Buch, die ihr deterministisch durchgeplantes Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr ertragen haben. Das ist doch genau die Anknüpfung zwischen Literatur und Leben, wo zum Beispiel Döblin das Chaos abbildet, anstatt durch Erzählen eine künstliche Kausalität herzustellen. Er vermischt Schlager, Straßenpalaver und inneren Monolog derartig, dass es ein Traum ist! Den &lt;i&gt;Wallenstein&lt;/i&gt; dagegen finde ich nahezu unlesbar, weil er sprachlich total ausufert und &amp;ndash; wahrscheinlich in voller Absicht &amp;ndash; den Faden völlig fallen lässt.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ich behaupte, dass das Bedürfnis nach linearem Leben sich in dem nach linearen Geschichten spiegelt und umgekehrt, dass sie sich gegenseitig anspornen und in einem ewigen Kreislauf bestätigen. Man muss allerdings vorsichtig sein: Ein nichtlineares Leben kann genauso im Sinne des Systems sein, namentlich des neoliberalen, das Menschen ohne feste Bindungen, Traditionen, Verwurzelungen bevorzugt und sich die Hände reibt, wenn Arbeitnehmer Hyperflexibilität entwickeln. Das Nichtlineare darf nicht zum völligen Verlust von Widerständigkeit führen.
&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;i&gt;&lt;b&gt;Ich würde vorschlagen, so wie alle auf den „großen Wenderoman“ gewartet haben, könnten wir ja nun auf den „großen non-linearen Roman“ warten. Wie stehen die Chancen?&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;
&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Gut! Ich wette, dass der erste wirklich nichtlineare massenfähige solche Roman innerhalb der nächsten zehn Jahre auf dem Ladentisch liegt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;span style="color:#808080;"&gt;Tobias Hülswitt wurde 1973 geboren und veröffentlichte mehrere Romane, darunter &lt;i&gt;Dinge bei Licht&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Der kleine Herr Mister&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Saga&lt;/i&gt;. Zusammen mit Florian Thalhofer gründete er das Korsakow Institut für Nonlineare Erzählkultur, dem er bis 2010 angehörte. Im selben Jahr erschien der Band &lt;i&gt;Werden wir ewig leben?: Gespräche über die Zukunft von Mensch und Technologie&lt;/i&gt; bei Suhrkamp. Das &lt;i&gt;Handbuch des Nonlinearen Erzählens&lt;/i&gt; ist in der Edition Pächterhaus erschienen, hat 112 Seiten und kostet 8 €.
&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1766810008437970322?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1766810008437970322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1766810008437970322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/06/die-perfektionierte-aristotelik.html' title='Die perfektionierte Aristotelik'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6452995233136045680</id><published>2011-06-15T10:20:00.002+02:00</published><updated>2011-06-15T10:25:18.252+02:00</updated><title type='text'>Seegang</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-9wW3rpOP2Rs/TfhsEf-Ha0I/AAAAAAAAAKI/SOVszTd6jbk/s1600/IMG_3005.JPG"&gt;&lt;img style="width: 450px; " src="http://3.bp.blogspot.com/-9wW3rpOP2Rs/TfhsEf-Ha0I/AAAAAAAAAKI/SOVszTd6jbk/s400/IMG_3005.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5618359359702002498" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;div style="align:justify;"&gt;
&lt;i&gt;Hiddensee, Pfingsten 2011&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6452995233136045680?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6452995233136045680'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6452995233136045680'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/06/seegang.html' title='Seegang'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-9wW3rpOP2Rs/TfhsEf-Ha0I/AAAAAAAAAKI/SOVszTd6jbk/s72-c/IMG_3005.JPG' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7472448299367935157</id><published>2011-06-08T01:25:00.004+02:00</published><updated>2011-06-08T01:28:32.985+02:00</updated><title type='text'>donnergott</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;
&lt;b&gt;ein gewittergedicht&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
gestern sagte ich einmal „donner“ und dann donnerte es tatsächlich!&lt;br&gt;
ich kam mir vor wie der donnergott höchstpersönlich&lt;br&gt;
aber beim zweiten mal hat es schon nicht mehr geklappt&lt;br&gt;
obwohl wir mit dem lichtschalter blitze simulierten

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7472448299367935157?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7472448299367935157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7472448299367935157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/06/donnergott.html' title='donnergott'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3355490770578934558</id><published>2011-05-15T23:34:00.009+02:00</published><updated>2011-05-16T00:35:36.499+02:00</updated><title type='text'>Im Innern des Leviathans</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/anish-kapoor-1-800.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/anish-kapoor-1.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Ganz in rot getaucht: Besucher des Gran Palais (Foto: Vincent Desjardins)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;b&gt;Der Künstler Anish Kapoor hat im Pariser Grand Palais die riesige PVC-Skulptur „Leviathan“ aufgestellt, die aufblas- und begehbar ist. Gewidmet hat er sie dem in China inhaftierten Ai Weiwei.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Anish Kapoor hat auch eine Webseite, auf der man sich seine Arbeit anschauen kann. Darunter das Projekt „Svayambh“, ein auf Schienen fahrender Wachsklotz, der sich auch schon in München durchs Haus der Kunst schob.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;center&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/anish-kapoor-2.jpg" width="400" height="554"&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Unser Linktipp der Woche!&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://www.anishkapoor.com/" target="new"&gt;- Anish Kapoor&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.anishkapoor.com/684/Leviathan.html" target="new"&gt;- „Leviathan“ im Grand Palais&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.anishkapoor.com/594/Haus-der-Kunst-2007.html" target="new"&gt;- „Svayambh“ im Haus der Kunst&lt;/a&gt;

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3355490770578934558?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3355490770578934558'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3355490770578934558'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/05/der-leviathan-linktipp.html' title='Im Innern des Leviathans'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3994528542105595782</id><published>2011-05-08T16:03:00.011+02:00</published><updated>2011-05-08T17:04:19.406+02:00</updated><title type='text'>Über eine weite Kluft: The Universal Sigh</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/the-universal-sigh-450-2.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;„The Universal Sigh“ – die Gratiszeitung zu „The King of Limbs“ und warum Radiohead jetzt zu Treehuggern werden.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Guten Morgen, Herr Elster, wie geht es uns heut?“ &amp;ndash; was hier wie ein Kinderlied klingt, ist der Beginn der etwas holprigen Übersetzung des Stücks „Morning Mr Magpie“ vom neuen Radiohead-Album „The King Of Limbs“.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Das wiederum ist jetzt schon ein paar Wochen in den Läden; vier Jahre nach „In Rainbows“ und mal wieder sehr plötzlich wurde die Welt darüber informiert, und die &lt;a href="http://greenplastic.com/"&gt;Fangemeinde&lt;/a&gt; raufte sich die Haare ob der Tatsache, dass das Album nur kurze acht Songs enthält, was vielen nicht genug ist: Da muss doch noch mehr kommen!&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Offenbar nicht: „The King Of Limbs“ wird dieser Tage auch in einer üppigen Deluxe-Variante verschickt, ähnlich wie schon bei „In Rainbows“. Und die ersten Empfänger vermelden: Acht Songs, keine Bonustracks, aus der Traum!&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Umso beachtenswerter ist der Marketingplan um das Album herum: neben frühzeitigem Download auf &lt;a href="http://www.thekingoflimbs.com"&gt;thekingoflimbs.com&lt;/a&gt; wurde zum Verkaufsstart in sechzig Städten rund um den Globus eine Gratiszeitung mit dem nebulösen Titel &lt;a href="http://www.theuniversalsigh.com"&gt;„The Universal Sigh“&lt;/a&gt; verteilt, die Fetzen aus Songtexten (s.o.), jede Menge &amp;ndash; nun ja! &amp;ndash; nebulöses Artwork und Texte über das Baumklettern bringt. Dazu muss man wissen, dass der Albumtitel „The King Of Limbs“ auf einen tausendjährigen Baum in der Nähe von Oxford anspielt und sich daraus gewissermaßen ein botanisches Leitmotiv für Gesamtgestaltung herleitet. Radiohead sind also unter die &lt;i&gt;Treehugger&lt;/i&gt; gegangen?&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/the-king-of-limbs.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt; Offenbar! Stanley Donwood, der für Design und Vermarktung des Albums zuständig war, kommentierte die neue Veröffentlichungsstrategie so:&lt;blockquote class="modified"&gt;The newspaper can of course be seen as a relic of the past, a dying format that has no place in the modern world where digital content interfaces seamlessly with an ever burgeoning plethora of shiny devices; portable tablet computers and e-readers, laptops, netbooks and smartphones. But it is also a tactile pleasure, a finger-inking, page-flapping, paper rustling codex of information that won’t crash or corrupt. It won’t become useless without electricity. It won’t end up on the shores of somewhere far away, its innards picked at by underpaid children. But it will, with time, slowly crinkle, yellow, fade and crumble; much as we will. (&lt;a href="http://www.nme.com/blog/index.php?blog=146&amp;title=newspapers_are_a_tactile_pleasure_stanle&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1"&gt;Link&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;

Ein Plädoyer gegen die totale Digitalisierung &amp;ndash; oder aber extrem cleveres Marketing, das die neuen LOHAs, Veganer und Guerilla-Gärtner zum Kaufen animiert. „The Universal Sigh“ zumindest ist dank eifriger Fans schon im digitalen Massenspeicher angekommen und kann &lt;a href="http://www.the-e-universalsigh.com/index.php"&gt;hier&lt;/a&gt; komplett gelesen werden. Guten Morgen, Herr Elster.

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3994528542105595782?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3994528542105595782'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3994528542105595782'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/05/uber-eine-weite-kluft-universal-sigh.html' title='Über eine weite Kluft: The Universal Sigh'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5260126831739091387</id><published>2011-05-05T17:11:00.001+02:00</published><updated>2011-07-22T14:55:43.900+02:00</updated><title type='text'>Umberto Eco: Der Friedhof in Prag</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;

&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/eco-eisner.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/eco-eisner-450.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Eco &amp; Eisner: Zwei Originale, in denen es um Fälschung geht.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Spürnasen werden es schon gerochen haben: Diesen Herbst erscheint mit „Der Friedhof in Prag“ ein neuer historischer Roman von Umberto Eco.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Acht Jahre nach „Baudolino“ führt „Il cimitero die Praga“ (das deutsche Buchcover war zu Redaktionssschluss noch nicht veröffentlicht) tief ins 19. Jahrhundert; zum Personal zählen Mönchen, Freimaurer, Verschwörer, Fälscher und Verräter. Aus dem Klappentext:

&lt;blockquote class="modified"&gt;Ein Abt stirbt zweimal, ein paar unbekannte Tote treiben im Pariser Abwasserkanal, und am Ende tauchen die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“ auf, die eine Weltverschwörung des Judentums belegen sollen. Mit einem Attentat auf die Pariser Métro wollen die Verschwörer die Bevölkerung aufrütteln.&lt;/blockquote&gt;

Bei den Protokollen der Weisen von Zion wurde &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; hellhörig: Hat nicht die Graphic-Novel-Legende Will Eisner bereits in Bildform über die unselige Geschichte des antisemitischen Textes geschrieben, der immer noch hartnäckig sein Unwesen treibt? &lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/eisner-komplott.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/eisner-komplott-450.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;(Will Eisner: Das Komplott, S. 133)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Er hat! Und seine „wahre Geschichte der Protokolle der Weisen von Zion“, namentlich „Das Komplott“, ist nicht nur ein richtungsweisendes Exempel für ein Sachbuch in Graphic-Novel-Form, sondern auch ein Lehrstück gegen Antisemitismus und die fatale Macht, die Texte leider entwickeln können. Ach ja: Die Einführung hat übrigens ein gewisser Umberto Eco geschrieben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://www.bilandia.de/CONTENT/2011/7/Umberto-Eco-Neues-Buch-Der-Friedhof-in-Prag" title="Hier geht’s zum neuen Umberto Eco"&gt;Umberto Ecos neues Buch: „Der Friedhof in Prag“&lt;/a&gt;




&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5260126831739091387?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5260126831739091387'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5260126831739091387'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/05/umberto-eco-der-friedhof-in-prag.html' title='Umberto Eco: Der Friedhof in Prag'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6546394645627351700</id><published>2011-04-30T22:01:00.010+02:00</published><updated>2011-04-30T23:12:10.346+02:00</updated><title type='text'>Gute Zeiten für Märchen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/gute-zeiten-fuer-maerchen.jpg" width="450" height="175"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Schöne Märchenausgaben quer durch die Verlage&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Ist das Lyrik-Regal oft leider übersichtlich gehalten, findet man doch im &amp;ndash; wie es früher einmal hieß &amp;ndash; &lt;i&gt;gut sortierten Buchhandel&lt;/i&gt; immer noch ein reichhaltiges Angebot im Bereich „Märchen und Sagen“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wer einmal wieder die alten Bekannten Eisenhans, Rumpelstilzchen oder des Teufels rußigen Bruder, sprich also Grimms Märchen aufschlagen möchte, ist nun in der glücklichen Lage, aus einer ganzen Reihe von schön anzusehenden Komplettausgaben wählen zu können. Hier geht es also nicht um kindgerechte Auswahl, Bilderbücher oder Adaptionen, sondern die „Kinder- und Hausmärchen, gesammelt durch die Brüder Grimm“ nach der letzten Ausgabe von 1857.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Bei Reclam liegen &lt;a href="http://www.reclam.de/detail/978-3-15-030042-8/Brueder_Grimm/Kinder__und_Hausmaerchen" target="new"&gt;drei handliche Bände im Schuber&lt;/a&gt; vor, die sämtliche Märchen mit Originalanmerkungen der Brüder Grimm, herausgegeben von Heinz Rölleke, enthalten. Wem der Einband zu blumig ist, der kann beim selben Verlag zur &lt;a href="http://www.reclam.de/detail/978-3-15-010724-9/Grimm__Brueder/Kinder__und_Hausmaerchen" target="new"&gt;einbändigen Leinenausgabe&lt;/a&gt; greifen, die im dezent gestreiften Schutzumschlag angeboten wird. Ebenfalls in einem Band, aber nicht gebunden, bringt der &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/grimms_maerchen-wilhelm_grimm_68016.html" target="new"&gt;Deutsche Klassiker Verlag&lt;/a&gt; die Rölleke-Ausgabe unters Volk: Hier steht die hochwertige Verarbeitung im Vordergrund, die häufigem Gebrauch standhält und allen wissenschaftlichen Anforderungen entspricht. Für den praktisch denkenden Studenten ist allerdings die &lt;a href="http://www.fischerverlage.de/buch/Kinder-_und_Hausm%C3%A4rchen/9783596900152?_navi_area=fv_home&amp;_navi_item=03.00.00.00" target="new"&gt;Fischer-Ausgabe&lt;/a&gt; ein heißer Tipp: Neben dem Kompletttext liefert sie einen Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon sowie Daten zu Leben und Werk aus der TEXT + KRITK Redaktion.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wer nun nicht auf den Geschmack gekommen sein sollte oder das Märchenlesen immer noch für Kinderkram hält, dem empfiehlt &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; die Lektüre dieses kurzen Leckerbissens:&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;&lt;center&gt;&lt;b&gt;Wie Kinder Schlachtens mit einander gespielt haben&lt;/b&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;

Einstmals hat ein Hausvater ein Schwein geschlachtet, das haben seine Kinder gesehen; als sie nun Nachmittag mit einander spielen wollen, hat das eine Kind zum andern gesagt: „du sollst das Schweinchen und ich der Metzger seyn;“ hat darauf ein bloß Messer genommen, und es seinem Brüderchen in den Hals gestoßen. Die Mutter, welche oben in der Stube saß und ihr jüngstes Kindlein in einem Zuber badete, hörte das Schreien ihres anderen Kindes, lief alsbald hinunter, und als sie sah, was vorgegangen, zog sie das Messer dem Kind aus dem Hals und stieß es im Zorn, dem andern Kind, welches der Metzger gewesen, ins Herz. Darauf lief sie alsbald nach der Stube und wollte sehen, was ihr Kind in dem Badezuber mache, aber es war unterdessen in dem Bad ertrunken; deßwegen dann die Frau so voller Angst ward, daß sie in Verzweifelung gerieth, sich von ihrem Gesinde nicht wollte trösten lassen, sondern sich selbst erhängte. Der Mann kam vom Felde und als er dies alles gesehen, hat er sich so betrübt, daß er kurz darauf gestorben ist.&lt;/i&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6546394645627351700?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6546394645627351700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6546394645627351700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/04/gute-zeiten-fur-marchen.html' title='Gute Zeiten für Märchen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4128590750264183034</id><published>2011-02-14T09:42:00.003+01:00</published><updated>2011-09-22T15:43:42.985+02:00</updated><title type='text'>In der Kampfzone des Waldes</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/kampfzone-des-waldes.jpg" width="450" height="250"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;In ihrem neuen Gedichtband spannt Ulrike Almut Sandig einen poetischen Bogen von Nord nach Süd und schafft unverwechselbare Landschaften zwischen Traum und Alltag.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ein schöner Zufall: Die Veröffentlichung von „Dickicht“ fällt in das von der UNO ausgerufene „Jahr der Wälder“ 2011. Der Wald als entrückter Ort, der Geborgenheit bietet und, ja, Kampfzone, begegnet uns auch in Ulrike Almut Sandigs neuen Gedichten immer wieder. Aber das Dickicht hält auch einige Überraschungen bereit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Dass Natur, Heimat und Kindheit große Themen im lyrischen Schaffen der Leipzigerin sind, konnte man bereits dem viel beachteten Band „Streumen“ entnehmen. Und doch sind diese Themen auch immer doppelt besetzt: Sandigs Gedichte geraten nie zur Natur- oder Heimatlyrik. Der in „Streumen“ vorangestellte Satz „Wir streumen vor lauter Sehnsucht“ behält auch für „Dickicht“ seine Gültigkeit. Das Kunstwort, in dem sich Ortsname, Bewegung und Traum vereinen, ist &amp;ndash; frei nach Eichendorff &amp;ndash; Ulrike Almut Sandigs poetische Wünschelrute. Und diese führt ins weite Feld der Phantasie.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

„Dickicht“ schließt damit nicht nur nahtlos an den Vorgänger an. In seiner konzeptionellen Geschlossenheit geht dieser Band einen Schritt weiter: Nach den Himmelsrichtungen „Norden“ und „Süden“ teilt sich das „Dickicht“ in zwei Teile. Bindeglied ist das nur ein Gedicht umfassende Kapitel „Mitte der Welt“. Inhaltlich könnte man die beiden großen Kapitel jeweils den Gebieten „Heimat“ und „Sehnsucht“ zuordnen, während in der Mitte der Riss steht, den es zu überbrücken gilt. Aber wie es sich für ein Dickicht gehört, halten sich hinter den Verzweigungen der großen Kapitel auch viele kleine Überraschungen bereit. Mit Märchenfiguren wie Nachtalb („das hässliche pechschwarze Reiterlein“) und Erlkönig durchbricht Ulrike Almut Sandig ihre präzisen Beobachtungen mit einem Moment des Surrealen, das sie schon in ihrem Erzählungsband „Flamingos“ virtuos eingesetzt hat. Der Übergang von der Wirklichkeit in den Traum gelingt so auch auf kleinstem Raum:
 
&lt;blockquote class="modified"&gt;
und der Hagel am Morgen und der Sturm in der Nacht.&lt;br&gt;
und der Luftrausch im Dachstuhl, alle Ziegel von innen&lt;br&gt;
Antennen drunter im schlechten Versteck. das Rauschen&lt;br&gt;
im Bildschirm. die Gesten von Brüdern. das Kreisen der&lt;br&gt;
Wolken und quer durch den Hof flogen Tiere im Traum.
&lt;/blockquote&gt;

Das verbindende, übergreifende Motiv ist dagegen der Wald, der immer wieder seine Äste durch die Gedichte steckt: Das  „Flirren der Bäume“ bezeichnet einen poetischen Ort, in dem Raum und Zeit aufgehoben sind. Den Ursprung dieses Leitmotivs findet man bereits in „Streumen“, namentlich im „Märzwald“. Die dort beschriebenen „kronen der bäume“ tauchen auch in „Dickicht“ wieder auf. Neu ist der märchenhafte, der Hänsel-und-Gretel-Wald („Tamangur“): Als entrückter, poetischer Ort der Geborgenheit, aber durchaus auch bedrohlich erscheint er, wenn er „ums Zimmer wächst“. Und auch eine Kampfzone liegt im Wald, dort, wo sich die verschwundenen Freunde und verlorenen Dinge befinden („meine Freunde“), und wohin es schwer vorzudringen ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ulrike Almut Sandig setzt mit „Dickicht“ souverän ihre poetische Reise fort und steckt neues, märchenhaftes Terrain ab. Der Ton bleibt unverwechselbar schön und leicht, und wird der Boden des Realen verlassen, ist die Sprache trotzdem so lakonisch-schlicht, dass man keine Schwierigkeiten hat, diesen in jeglicher Hinsicht phantastischen Gedichten auf der Spur zu bleiben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;Ulrike Almut Sandig: Dickicht. Gedichte. Schöffling &amp; Co. 2011. 80 Seiten, 16,95 €.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4128590750264183034?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4128590750264183034'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4128590750264183034'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2011/02/in-der-kampfzone-des-waldes.html' title='In der Kampfzone des Waldes'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5968404107065119361</id><published>2010-12-12T19:01:00.015+01:00</published><updated>2010-12-12T23:35:08.992+01:00</updated><title type='text'>Requiem för en Hag</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;

&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/hag-um-hag.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;


&lt;b&gt;Von der Poesie des Weidezauns. Der Schweizer Fotograf Mäddel Fuchs hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt und einen berührenden Bildband herausgebracht, der von einem Thema handelt: Dem Weidezaun, auch Hag genannt. Darin erobert er mit großer poetischer Bildsprache wortwörtlich neues Terrain.&lt;/b&gt;
&lt;blockquote class="modified"&gt;„Der Mensch nimmt von der Landschaft Besitz, aber die Landschaft nimmt auch vom Menschen Besitz. Der Mensch gestaltet die Landschaft von aussen, die Landschaft aber gestaltet den Menschen von innen. Durch diese gegenseitige Beziehung entsteht Heimat: Der Mensch wird Teil seiner Landschaft.“&lt;p style="text-align:right;"&gt;&lt;i&gt;Emil Egli&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;


Bemerkenswert an dem auf den ersten Blick recht unspektakulären Einfall: Die entstandenen Bilder, alle schwarz-weiß, im Winter aufgenommen, strahlen eine ungeahnte Würde aus, die sich in der Wechselwirkung von Mensch und Natur entfaltet. Die Akzentuierung von Kontrasten, Fluchtpunkten und Schattenwurf gibt jeder einzelnen Fotografie eine poetische Tiefe, in die man sich bei längerem Betrachten auf eine fast spirituelle Weise versenken kann.

&lt;blockquote class="modified"&gt;„Häge waren einfach da. Wahrnembar oder leicht zu verdrängen.“&lt;p style="text-align:right;"&gt;&lt;i&gt;Mäddel Fuchs&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;

Neben der künstlerischen Verarbeitung dieses Schweizer Topos, die diesen Bildband auch über die Landesgrenzen hinaus interessant macht, hat „Hag um Hag“ auch eine zweite Bedeutung: die Dokumentation eines Stücks Schweizer Kulturgeschichte, das dabei ist, zu verschwinden. Beim langsamen Durchblättern des Bandes fällt auf, dass die Häge immer weniger werden. Und am Schluss bleibt eine leere Schneelandschaft.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/hag1-800.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/hag1-450.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/hag2-800.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/hag2-450.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/hag3-800.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/hag3-450.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/hag4-800.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/hag4-450.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Mäddel Fuchs: &lt;a href="http://tubuk.com/book/hag-um-hag-ein-requiem"&gt;Hag um Hag. Ein Requiem.&lt;/a&gt; Zürich: bilgerverlag 2010, 170 Seiten, 57 Euro.

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5968404107065119361?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5968404107065119361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5968404107065119361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/12/requiem-for-en-hag.html' title='Requiem för en Hag'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1426798053223459844</id><published>2010-12-04T20:02:00.007+01:00</published><updated>2010-12-05T00:22:38.991+01:00</updated><title type='text'>Von Affenparaden und Sparkassen-Kunst</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/bahnsteigkante-1.jpg" width="450" height="338"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Pfadfinder in der Schellingstraße (&lt;a href="http://derabstand.wordpress.com/2010/12/03/pfadfinder-in-der-schellingstr/" class="minilink2"&gt;Eintrag vom 3. Dezember 2010&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Der Münchner Student Fabian Bross schaut genau hin. Was es in München von Affenparaden im U-Bahn-Schacht bis hin zu liebevoll gestalteten Sparkassen-Plakaten zu sehen gibt, wenn man aufpasst, zeigt er in seinen Blog &lt;a href="http://derabstand.wordpress.com/" target="new"&gt;der abstand zwischen zug und bahnsteigkante&lt;/a&gt;. Im Interview erzählt er über seinen Photoblog, Schönheit im Alltag und die Hauptstadt des Boulevard.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;i&gt;Hallo Fabian! Heute schon was in München fotografiert?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Nein, ich bin gerade in meiner Heimatstadt Ulm. Aber hier habe ich heute schon ein paar tolle Sachen gesehen und bin sicher, dass ich noch ein oder zwei Fotos machen werde. Am Montag bin ich dann wieder in München, dann geht es da wieder weiter. 
&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;i&gt;Dein Photoblog ist jetzt seit Mai aktiv. Wie würdest du die Münchner Street Art-/Aufkleberszene charakterisieren?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Die Stadt kann in Sachen Street Art und Aufklebern mit einigen sehenswerten Dingen aufwarten, auch wenn das von außen so oft nicht wahrgenommen wird. Mit der Street Art in München ist es so wie mit vielen anderen schönen Dingen in dieser Stadt auch. Meistens muss man sie suchen, aber wenn man sie gefunden hat, bietet sich einem ein vielfältiges und faszinierendes Bild. &lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;Du dokumentierst auch Alltagsbeobachtungen. Folgst du dabei einer bestimmten Ästhetik oder verlässt du dich da ganz auf den Zufall? &lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Ich bilde ab, was mir Spaß macht, mich wundert oder ärgert. Ich mag besonders kleine Dinge, die einem nicht auf den ersten Blick auffallen. Dazu zählen kleine Aufkleber anstatt große Graffiti oder auch mal eine Haltestelle, die die Wartenden miteinfriert. &lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://derabstand.wordpress.com/2010/11/27/gefrorene-haltestelle-mit-geistern/" target="new"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/bahnsteigkante-2.jpg" border="0" width="450" height="388"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;i&gt;Ein wiederkehrendes Motiv in deiner Arbeit sind die Zeitungskästen der berühmten drei Großbuchstabenzeitungen Münchens. Irgendwann mal das Gefühl gehabt, dass du es in München als Hauptstadt des Boulevard nicht mehr aushältst? &lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Nein, das sorgt doch für Unterhaltung! Titelzeilen wie „Lahm. So wird unsere Hochzeit“ gehören einfach festgehalten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Fabian Bross wurde 1984 in Ulm geboren und studiert zur Zeit Linguistik, Phonetik und Geographie in München. Er photographiert, schreibt und bloggt. Mehr über ihn und seine Projekte kann man &lt;a href="http://fabianbross.de/" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.sub-bavaria.de/wiki/Derabstandzwischenzugundbahnsteigkante"&gt;hier&lt;/a&gt; lesen!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1426798053223459844?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1426798053223459844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1426798053223459844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/12/von-affenparaden-und-sparkassen-kunst.html' title='Von Affenparaden und Sparkassen-Kunst'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8493768214490720092</id><published>2010-11-06T15:32:00.012+01:00</published><updated>2010-12-07T20:23:53.234+01:00</updated><title type='text'>Von der Unendlichkeit des Augenblicks</title><content type='html'>&lt;div style="text-align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/defekte-musikkassette.jpg" width="450" height="302"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;„Zeit, die wie das Band aus einer defekten Musikkassette quillt“ (Foto: Lea M./&lt;a href="http://www.pixelio.de" class="minilink2"&gt;pixelio.de&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Richard Obermayr seziert in „Das Fenster“ einen Urmoment seiner Familiengeschichte.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Wie rezensiert man einen solchen Roman? Von Handlung keine Spur, stattdessen gedrechselte und mäandernde Sätze, die immer wieder um ein Thema kreisen. Denn soviel gesteht Richard Obermayr seinen Lesern zu: schon auf der ersten Seite ist klar, worum es in „Das Fenster“ geht. Alle folgenden Seiten sind dagegen künstlerisches Wagnis.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ebenso hermetisch, wie „Das Fenster“ auf den ersten Blick anmutet, scheint auch der Autor ganz in seiner Literatur zu leben. Über seinen Debütroman „Der gefälschte Himmel“ hinaus kann man mit ein paar Klicks leicht herausfinden, dass Richard Obermayr gerne fotografiert. Sonst erscheint die Autorenwebseite im reinen Weiß.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Acht Jahre dauerte es, bis Obermayr mit „Das Fenster“ seinen zweiten Roman vorlegte. Das verheißt einen großen Wurf, einen feingeschliffenen Diamanten. Aber am Anfang steht ein Missverständnis, das bei zu leichtfertiger Lektüre des Klappentextes entstehen kann: es ist keine Mordgeschichte. Die Kugel, die leitmotivisch durch den Roman fliegt, erreicht kein – zumindest kein menschliches – Ziel. Der Erzähler dagegen findet sich am Ort seiner Kindheit wieder und zu seinem Elternhaus hingezogen. In Gedanken oder tatsächlich, wenn er von seinen langen Stadtspaziergängen zurückkehrt. Grandiose Bilder rahmen das ein, was Obermayr zu fassen versucht: die nie vergehende Erinnerung an ein Kindheitsidyll, der Vater mit einem frisch gefangenen Falken am Küchentisch, die Mutter in der Küche, der staunende Sohn in der Mitte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ums Aufwachsen, Entwachsen und Erwachsenwerden kreisen die Gedanken des Ich-Erzählers, der in fast nicht aushaltbarer Ausschweifung über sich nachdenkt und seine eigene Anwesenheit bildgewaltig in Frage stellt: „Manchmal ist ihm, als würde einer, wenn er atmet, mit ihm atmen, dass die Luft auch zu ihm gelangt, immer noch, auch durch seine Lungen strömt.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Der größte Kunstgriff Obermayrs ist indes wohl das Anhalten der Zeit: er friert den Moment seiner Kindheit immer wieder ein, geht durch eine erstarrte Familienanordnung oder die das Haus umgebende Natur hindurch. Zeit wird zum Gegner, ein feindseliges Material, das „wie das Band aus der defekten Musikkassette herausquillt“.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Soviel macht „Das Fenster“ klar. Sprachlich meisterhaft, unendlich bedächtig erzählt, gelingt Richard Obermayr hier der Traum vom Anhalten der Zeit auf dem Papier. Ein Wagnis, das sich lohnt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://tubuk.com/book/das-fenster"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/obermayr-das-fenster.jpg" width="80" height="120" align="left" border="0" style="margin-right:6px;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Richard Obermayr:&lt;br&gt;
&lt;a href="http://tubuk.com/book/das-fenster" target="new"&gt;Das Fenster&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
Jung und Jung, 2010&lt;br&gt;
267 Seiten, 22 €
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8493768214490720092?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8493768214490720092'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8493768214490720092'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/11/von-der-unendlichkeit-des-augenblicks.html' title='Von der Unendlichkeit des Augenblicks'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5941033587697010093</id><published>2010-10-24T15:37:00.022+02:00</published><updated>2010-12-04T22:55:39.917+01:00</updated><title type='text'>Vogelhochzeit bei Rolf Dieter</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;a href="http://www.aperturefirst.org/index.php?showimage=60"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/tauben-venedig.jpg" border="0" height="299" width="450" /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;span class="caption"&gt;Taubenversammlung auf der Piazza San Marco, Venedig (Foto: &lt;a class="minilink2" href="http://www.aperturefirst.org/index.php?showimage=60"&gt;Alexandre Buisse&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Relativ unbemerkt im Buchmesse-Taumel und sowieso im Schatten von Jonathan Franzens neuem Großroman hat Rowohlt ein schmales Gedichtbändchen auf den Markt geworfen, das ornithologisch dem Vogelfreund Franzen (&lt;a href="http://us.macmillan.com/Book.aspx?isbn=9780374158460" target="new"&gt;siehe Originalumschlag&lt;/a&gt;) in nichts nachsteht.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Rolf Dieter Brinkmanns frühe Gedichte, die also jetzt unter dem Titel „vorstellung meiner hände“ vorliegen, ergänzen die in den „Standphotos“ gesammelten ersten Gedichtbände und zeigen den Formzertrümmerer noch in einer unentschlossenen Phase zwischen Tradition und Aufbruch. Wer etwa die Verskaskaden aus „Westwärts 1&amp;2“ im Ohr hat, trifft hier auf einen Ausprobierenden, der auch gern zur Anapher greift:&lt;blockquote class="modified"&gt;man sagt: daß die vögel sterben&lt;br&gt;man sagt: daß die dunke mondseite unbewohnt ist&lt;br&gt;man sagt: daß so zu leben gut sei&lt;/blockquote&gt;Überhaupt Vögel: wenn es in diesen frühen Gedichten so etwas wie ein Leitmotiv gibt, dann ist es ganz klar ein gefiedertes. Brinkmanns Vögel signalisieren Jahreszeiten, drohen mit ihren Klauen, lachen über Vogelscheuchen; Mädchenwimpern werden zu „Nestern für Sperlinge“, hier fliegt eine Schwarzamsel durchs Bild, dort ein Kuckuck; die Vögel werden Sinnbild des Dichtens an sich &amp;ndash; „Die Vögel und die Dichtung“:&lt;blockquote class="modified"&gt;Wieder sind&lt;br&gt;die Vögel in der Luft&lt;br&gt;und füllen sie mit Federn und Krallen (...)&lt;br&gt;es sind wieder Vögel&lt;br&gt;in der Luft, die stürzen als Worte&lt;br&gt;in Brücken&lt;br&gt;und Uhren.&lt;/blockquote&gt;
Natürlich sind in „vorstellung meiner hände“ auch einige vogellose Gedichte enthalten, etwa das „Rondo für Maleen“, beat-inspiriertes wie „My Bonnie is over the Ocean“ oder gar eine Antwort auf Stefan Georges „totgesagten park“. Doch auch die früh-Brinkmannsche Vogelhochzeit soll nicht unerwähnt bleiben &amp;ndash; was hiermit geschehen ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.rowohlt.de/buch/Rolf_Dieter_Brinkmann_Vorstellung_meiner_Haende.2847298.html"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/vorstellung-meiner-haende.jpg" width="80" height="120" align="left" border="0"&gt;&lt;/a&gt;Rolf Dieter Brinkmann:&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.rowohlt.de/buch/Rolf_Dieter_Brinkmann_Vorstellung_meiner_Haende.2847298.html"&gt;vorstellung meiner hände&lt;/a&gt;&lt;br&gt;Frühe Gedichte&lt;br&gt;Rowohlt, 2010&lt;br&gt;96 Seiten, 16 €


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5941033587697010093?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5941033587697010093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5941033587697010093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/10/vogelhochzeit-bei-rolf-dieter.html' title='Vogelhochzeit bei Rolf Dieter'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5528068494650310894</id><published>2010-10-02T19:07:00.010+02:00</published><updated>2010-10-13T20:50:50.798+02:00</updated><title type='text'>roughbooks. Oder: Johnny Becher war unser Namenspatron</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/roughbooks-cowboylyrik-450.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Urs Engeler ist ein pfiffiger Verleger. Der Herausgeber von u.a. dem Lyrik-Organ „Zwischen den Zeilen“ hatte zuletzt mit seinem Verlag, „Urs Engeler Editor“, Nöte, als ein Mäzen sich zurückzog.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Jüngste Veröffentlichungen wie beispielsweise Ulrich Schlotmanns „Freuden der Jagd“ sind indes glücklicherweise nach wie vor lieferbar. Engeler aber macht nicht halt und steckt gerade seine ganze Kreativität in eine in jeder Hinsicht neuartige Buchreihe, die der Erwähnung lohnt: Unter dem Stichwort &lt;a href="http://www.roughradio.com/" target="new"&gt;„roughbooks“&lt;/a&gt; erscheinen zum momentanen Zeitpunkt zehn Pappbändchen, die in zweierlei Hinsicht bemerkenswert sind: herstellerisch werden sie im günstigen Digitaldruck gefertigt und direkt per Web vertrieben; in der Umschlaggestaltung setzen sie ganz auf die Überzeugungskraft einer souveränen Serifenschrift, wie am Beispiel von &lt;i&gt;roughbook 003: Cowboylyrik&lt;/i&gt; oben zu sehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Darüber hinaus steht natürlich auch die inhaltliche Qualität von Ulf Stolterfohts Lyrikband außer Frage. Mit seinen Studenten am Deutschen Literaturinstitut Leipzig hat er sich für den Western-Literaturwettbewerb (kein Scherz) in Elko/Nevada vorbereitet. Die Bewerbung scheiterte leider an den strengen Teilnahmeregeln, die die Leipziger nicht zu erfüllen vermochten. Das ihre Bemühungen dokumentierende großartige roughbook voller Cowboylyrik ist aber jeden Euro wert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Als unterstützendes Argument anbei die Widmung an den mit dem Literaturinstitut untrennbar verbundenen Johannes R. Becher, den man so wohl noch nie gesehen hat:
&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;b&gt;Die Ballade von Johnny Becher&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Johnny Becher!&lt;br&gt;
„Wer ist Johnny Becher?“&lt;br&gt;&lt;br&gt;
„Johnny Becher war unser Namenspatron,&lt;br&gt;
von 59 bis zur Reunion.&lt;br&gt;
Er hat gefixt, er hat gedichtet,&lt;br&gt;
er hat sein Girl mit ner Knarre gerichtet.&lt;br&gt;
Johnny Becher!“&lt;/blockquote&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5528068494650310894?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5528068494650310894'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5528068494650310894'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/10/roughbooks-oder-johnny-becher-war-unser.html' title='roughbooks. Oder: Johnny Becher war unser Namenspatron'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5443088155411015761</id><published>2010-09-24T13:21:00.002+02:00</published><updated>2010-09-25T15:24:46.264+02:00</updated><title type='text'>Mir shpiln far a Yid un far a Goy</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/nayekhovichi.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Eine Entdeckung für diejenigen, für die Klezmer mehr als Hintergrundmusik für Filme wie Everything is Illuminated oder die Romane von Marina Lewycka ist.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und wer bei Klezmer an traurige ältere Damen und Herren und getragene Melodien denkt, sollte sich um so mehr die Jungs von Nayekhovichi anhören. Die russische Band wurde 2004 gegründet, die Mitglieder sind alle um die dreißig und für ihre furiosen Auftritte bekannt. Wenn man sich im Ansatz mit der jiddischen Sprache beschäftigt hat, macht es Freude, die aberwitzigen Anekdoten aus dem russischen Hinterland anzuhören. Aber am besten wäre eine gute Portion Russischkenntnisse, denn die Texte springen nach Belieben zwischen beiden Sprachen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Beste kommt aber jetzt: anlässlich der 200-Jahr-Feier des Oktoberfestes kann man die Nayekhovichi auf der eigens eingerichteten historischen Festwiese im Herzkasperlzelt erleben! &lt;a href="http://www.herzkasperlzelt.de/"&gt;Hier geht es zu den Terminen&lt;/a&gt;. Und als kleine Einstimmung das abenteuerliche Taganrog zum Reinhören: &lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/Taganrog.mp3"&gt;Nayekhovichi - Taganrog (MP3)&lt;/a&gt;

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5443088155411015761?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5443088155411015761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5443088155411015761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/07/mir-shpiln-far-yid-un-far-goy.html' title='Mir shpiln far a Yid un far a Goy'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3602645163824804744</id><published>2010-09-01T18:17:00.016+02:00</published><updated>2010-09-03T10:47:42.201+02:00</updated><title type='text'>Harter Stoff zum Bücherherbst</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/deutscher-sohn.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Mittlerweile nicht mehr zu übersehen und zu verleugnen: es wird Herbst. Nachdem auf dem Poetenfest in Erlangen vergangenes Wochenende der Bücherherbst offiziell mit großartigen Lesungen eingeläutet wurde, warten die ersten Herbstnovitäten mit knallhartem Stoff auf.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Aus der Schweiz, namentlich dem Bilger Verlag, kommt „Fucking Friends“, ein Debütroman, der wirklich keinen Stein auf dem anderen lässt: ein Extrembergesteiger verliert Frau und Kind, versinkt in Depressionen, kämpft sich ins Leben zurück &amp;ndash; und landet am Ende im Labyrinth der Online-Sexbörsen. Alles an diesem Buch ist extrem: die Sprache, das Setting, der durch die Seiten rasende Erzähler. Und auch das: ein extrem schönes Buch ist es geworden, wie alle von Ricco Bilger.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ein inzwischen sehr deutsches Thema ist jetzt mit einem Paukenschlag in der Literatur angekommen: Ingo Niermanns und Alexander Wallaschs „Deutscher Sohn“ erzählt die Geschichte eines kriegsversehrten Afghanistan-Veteranen, der im Haus seiner Eltern im Harz dunklen Gedanken nachhängt und sich die Zeit mit Alkohol, Zigaretten und Pornos vertreibt. Dazu kommt eine Charlotte-Rocheske Liebesgeschichte, und dann tritt auch noch eine durchgeknallte Sekte auf den Plan.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Soviel harter Stoff war lange nicht mehr in einem Vorschau-Halbjahr zu lesen! &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; bleibt dran.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://blog.tubuk.com/2010/08/lost-in-cybersex-fucking-friends/" title="Fucking Friends"&gt;Fucking Friends&lt;/a&gt; ist im Bilger Verlag erschienen, hat 379 Seiten und kostet 26 €.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://tubuk.com/book/deutscher-sohn" title="Deutscher Sohn"&gt;Deutscher Sohn&lt;/a&gt; ist im Blumenbar Verlag erschienen, hat 319 Seiten und kostet 19,90 €.&lt;br&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3602645163824804744?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3602645163824804744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3602645163824804744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/09/harter-stoff-zum-bucherherbst.html' title='Harter Stoff zum Bücherherbst'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2352489739557471222</id><published>2010-07-24T14:21:00.006+02:00</published><updated>2010-07-24T14:39:41.619+02:00</updated><title type='text'>Fundstück: Der AMIGA-Hendrix</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/amiga-hendrix.jpg" width="450" height="317"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Der Künstler in typischer Pose, hier noch vor seinem Zerbrechen am Showbusiness&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Eine kleine Entdeckung sind diese Linernotes einer AMIGA-Schallplatte von 1974 &amp;ndash; Ausgewähltes von Jimi Hendrix für die DDR-Jugend &amp;ndash; die in vorbildlicher Weise das Aufsteigen des Künstlers aus bitterer Armut und den Schranken der Klassengesellschaft sowie sein Scheitern am gnadenlosen Showbusiness nachzeichnen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Vorsicht, langes Blockzitat:&lt;blockquote class="modified-lang"&gt;Jimi Hendrix wurde in Seattle im USA-Staat Washington geboren. Wann? Das ist umstritten. Die einen sagen 1946 oder 47, die anderen behaupten, es wäre der 27.11.1945 gewesen. Diese Ungenauigkeiten sind symptomatisch, denn Jimi Hendrix kommt aus den Slums der Ärmsten und Unterdrückten. Als Farbiger lernte er die Auswüchse und Gemeinheiten der Rassendiskriminierung und Ausbeutung kennen. Hunger, Elend und soziale Unsicherheit waren ihm nicht fremd. Sie prägten sich tief in seine Seele ein.&lt;br&gt;
In der Musik suchte Jimi Hendrix das zu gestalten, was das Leben ihm und seinesgleichen vorenthielt: Liebe, Glück, Geborgenheit, Freiheit. Als Kind standen seinem musikalischen Ausdruckswillen nicht mehr als ein paar leere Kisten zur Verfügung. Doch dieses „Schlagzeug“ genügte, um ihn das Aufrüttelnde negerischer Rhythmen begreifen zu lassen. Mit 15 Jahren bekam er eine Gitarre geschenkt. Im Erfinden ungewöhnlicher Melodien zeigte sich frühzeitig sein urwüchsiges Talent. 1961 wurde Jimi Hendrix einberufen. Der Dienst in der US-Armee ließ ihn vieles klarer sehen. Fakt ist, daß er anschließend seine Habseligkeiten packte, in den Süden der USA reiste, sich längere Zeit in Nashville (dem Zentrum der amerikanischen Folklore-Sänger) aufhielt und Soul-Musiker wie B.B. King und Little Richard begleitete, in deren Titel die Seele (engl. Soul), die Gedanken und Gefühle der Farbigen dominierten. Erste Versuche, den großen Blues- und Soulinterpreten nachzueifern, schlugen fehl. Und dennoch: Hendrix’ Streben, musikalisch neue Wege zu suchen, fiel auf. In einem New Yorker Rhythm &amp; Blues-Etablissement wurde er im Sommer 1966 von Chas Chandler, dem Ex-Bassisten der englischen Gruppe „Animals“, gehört. Hendrix folgte der Aufforderung, in London sein Glück zu versuchen. Bereits das erste Konzert des neugegründeten Trios „Jimi Hendrix Experience“ mit Noel Redding (Baßgitarre) und Mitch Mitchell (Schlagzeug) war ein voller Erfolg. Titel wie „The Wind Cries Mary“ wurden echte Schlager. Hendrix’ ungewöhnliche Art, der Gitarre unter Einbeziehung aller elektro-akustischen Möglichkeiten neuartige Töne abzuringen, sein virtuoses Variieren und Erfinden von Melodien und Harmonien fand unerwartete Resonanz. Seine exzentrische Spiel- und Auftrittsweise löste andererseits auch Widerspruch aus. Den Kritikern rief Hendrix zu: „Ich versuche, auf der Bühne nur ehrlich zu sein und ich selbst zu bleiben“.&lt;br&gt;
Im  Bemühen, seinen Gefühlen musikalisch Gestalt zu geben, schoß Hendrix gelegentlich über das Ziel hinaus: Er zerbrach und negierte bestehende Formen und musikalische Gesetzmäßigkeiten, ohne neue Zusammenhänge aufzuzeigen. Seine besten Eigenschöpfungen – und dazu gehört die vorliegende Auswahl – weisen ihn in des als einen schöpferischen Musiker aus, der überzeugend seine Welt zu gestalten versteht. „Meine Welt – das ist Hunger, das sind die Blumen, und das Glück von der Art, daß du es in der Hand halten kannst“.&lt;br&gt;
Im Sommer 1967 unternahm Hendrix eine Amerika-Tournee. Der Erfolg veranlaßte ihn, künftig überwiegend in den USA aufzutreten. 1968 wählte ihn die amerikanische Musikzeitschrift „Billboard“ zum Künstler des Jahres. Was Hendrix in der folgenden Zeit unternahm, ist Ausdruck zunehmenden Gejagtseins zwischen künstlerischem Wollen und den Schranken der Klassengesellschaft. Er griff zum Rauschgift, um sich in die ersehnte Freiheit hinüberzuträumen. Im Mai 1969 wurde er wegen Besitz von Haschisch und Heroin verhaftet. Auf die Frage des Gerichtsvorsitzenden, ob er Rauschmittel nehme, antwortete er: „Ich bin dem entwachsen!“&lt;br&gt;
Ausdruck des unruhevollen Suchens neuer Wege ist, daß Hendrix immer häufiger die Begleitgruppen wechselte. Im Frühjahr 1969 unternahm er die letzte Europatournee mit Noel Redding und Mitch Mitchell. Anschließend zog er sich nach Los Angeles zurück und gab die Gründung des Trios „A Band Of Gypsies“ (mit Billie Cox, Baßgitarre und Buddy Miles, Schlagzeug) bekannt. Zwischendurch musizierte er mit den schwarzen Blues-Gitarristen aus Memphis, mit modernen Vertretern des Jazz und Interpreten neuer Musik zusammen.&lt;br&gt;
Die Erfüllung seines Lebens sollte die mit Billy Cox und Mitch Mitchel gegründete Gruppe „The Cry Of Love“ bringen. Sie gab einer Langspielplatte den Namen. Es war die letzte des begabten Musikers. Am 18. September 1970 starb er, 24-jährig, Opfer eines erbarmungslosen Show-Business.&lt;br&gt;
Mit „The Cry Of Love“ hinterließ Jimi Hendrix sein musikalisches Vermächtnis. Vorausschauend heißt es in dem Titel „Straight Ahead“: „…allein kann ich es nicht schaffen… zu, was du weißt, sei nicht träge, tu, was du predigst, denn es ist Zeit für dich und mich, der Wirklichkeit ins Auge zu schauen…“&lt;/blockquote&gt;
Fundstelle: JIMI HENDRIX. AMIGA-Vinylschallplatte 8 55 378, 1974. Klappentext von H.P. Hofmann.



&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2352489739557471222?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2352489739557471222'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2352489739557471222'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/07/fundstuck-der-amiga-hendrix.html' title='Fundstück: Der AMIGA-Hendrix'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3489207420324142077</id><published>2010-07-18T14:24:00.014+02:00</published><updated>2010-07-18T19:41:44.140+02:00</updated><title type='text'>Radetzkymarsch für alle!</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;

&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/achtmal-radetzkymarsch.jpg" width="450" height="330"&gt;&lt;br&gt;
&lt;span class="caption"&gt;Eine kurze Recherche förderte nicht weniger als acht derzeit greifbare „Radetzkymarsch“-Ausgaben zutage &amp;ndash; da darf die Wahl schon einmal schwerfallen.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Das Jahr 2010 ist schon wieder halb rum &amp;ndash; trotzdem sollte ein kleiner Hinweis auf zwei große Autoren, die dieses Jahr ihren Eintritt in die Gemeinfreiheit vollzogen haben, an dieser Stelle nicht fehlen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31809/1.html" target="new"&gt;„Sigmund Freud und Joseph Roth vom Urheberrecht befreit“&lt;/a&gt; jubelte Telepolis schön böse schon am 5. Januar. Und in der Tat war beispielsweise beim &lt;a href="http://gutenberg.spiegel.de/" target="new"&gt;Projekt Gutenberg&lt;/a&gt; mit sofortiger Wirkung &lt;a href="http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&amp;autorid=1026&amp;autor_vorname=Joseph&amp;autor_nachname=Roth&amp;cHash=b31bbae2c6" target="new"&gt;der komplette Joseph Roth&lt;/a&gt; und ein erklecklicher Teil von &lt;a href="http://gutenberg.spiegel.de/index.php?id=19&amp;autorid=182&amp;autor_vorname=+Sigmund&amp;autor_nachname=Freud&amp;cHash=b31bbae2c6" target="new"&gt;Sigmund Freuds Schriften&lt;/a&gt; zum Lesen freigegeben. Wer weiterhin gedrucktes Wort für bare Münze hält, also verlegt und liest, hat nun auch viel zu tun: die wie Pilze aus dem Boden schießenden Werkausgaben (um der Einfachheit halber bei Joseph Roth zu bleiben) bei &lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/46-0-autor.htm?id=1278"&gt;KiWi&lt;/a&gt; (Hausverlag), &lt;a href="http://www.diogenes.de/leser/autoren/a-z/r/roth_joseph/biographie" target="new"&gt;Diogenes&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://reclam.de/search?query=joseph+roth&amp;suchen=los!" target="new"&gt;Reclam&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/autoren/joseph_roth_7758.html" target="new"&gt;Insel&lt;/a&gt;, die wohl offenbar alle ihre fertigen Buchblöcke schon vorgehalten hatten, füllen Regalmeter um Regalmeter, der Leser hat die Qual der Wahl. Und weil es einfach so schön zu lesen ist, hier noch ein Zitat aus dem neuerlich befreiten „Radetzkymarsch“, der derzeit in nicht weniger als acht Ausgaben greifbar ist: &lt;blockquote class="modified"&gt;Als hätte man ihm sein eigenes Leben gegen ein fremdes, neues, in einer Werkstatt angefertigtes vertauscht, wiederholte er sich jede Nacht vor dem Einschlafen und jeden Morgen nach dem Erwachen seinen neuen Rang und seinen neuen Stand, trat vor den Spiegel und bestätigte sich, daß sein Angesicht das alte war. Zwischen der linkischen Vertraulichkeit, mit der seine Kameraden den Abstand zu überwinden versuchten, den das unbegreifliche Schicksal plötzlich zwischen ihn und sie gelegt hatte, und seinen eigenen vergeblichen Bemühungen, aller Welt mit der gewohnten Unbefangenheit entgegenzutreten, schien der geadelte Hauptmann Trotta das Gleichgewicht zu verlieren, und ihm war, als wäre er von nun ab sein Leben lang verurteilt, in fremden Stiefeln auf einem glatten Boden zu wandeln, von unheimlichen Reden verfolgt und von scheuen Blicken erwartet.&lt;/blockquote&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3489207420324142077?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3489207420324142077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3489207420324142077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/07/radetzkymarsch-fur-alle.html' title='Radetzkymarsch für alle!'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5480482662414591921</id><published>2010-07-03T19:45:00.026+02:00</published><updated>2010-07-04T13:08:17.013+02:00</updated><title type='text'>Die dunklen Seiten des Actionkinos</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/johnson-emporium.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Adam Johnsons erzählt in „Emporium“ von den letzten Menschen in der High-Tech-Welt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auffällig in den neun Geschichten, die der Liebeskind Verlag nun auf deutsch herausgebracht hat, ist das stets präsente Gefühl von Bedrohung &amp;ndash; oder die Reaktion der Protagonisten darauf.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Adam Johnson hat eine Vorliebe dafür, seine Figuren als Polizisten, Sicherheitsleute oder anderweitig mit Schutzwesten ausgestattet herumlaufen zu lassen. In den weniger geglückten Momenten denkt man da beim Lesen an die Archetypen des amerikanischen Actionkinos, wenn etwa „muskelbepackte ATF-Leute in schwarzen Cargohosen, mit Kurzhaarschnitten und einem höhnischen Grinsen auf den Lippen“ durchs Bild marschieren. Lässt man sich aber auf die Welt von „Emporium“ ein (und es ist keine freundliche, so viel steht fest), hat das Martialische durchaus seinen berechtigten Platz. Und zwar als Kontrapunkt zu den Hauptfiguren der jeweiligen Geschichten, die aus der Ich-Perspektive ihre von Angst, Unsicherheit und Paranoia durchzogene Gedankenwelt offenbaren. Da ist der beste Freund ein Roboter, und man arbeitet in einem Kaufhaus für Sicherheitswesten. Der stärkste Einfall wird gleich in der ersten Geschichte „Teen Sniper“ geliefert: der jugendliche Scharfschütze (allein das schon bitterböse) stellt sich beim Abdrücken eine blühende Rose vor, wo das Projektil den Körper des Getroffenen durschlägt; durch diese „Visualisierung“ vermeidet er, zu viel Empathie mit dem Opfer aufkommen zu lassen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein düsterer Ausblick, der (um im obigen Bild zu bleiben) deutlich auf die dunkleren Seiten des Actionkinos gerichtet ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://tubuk.com/book/emporium" target="new"&gt;Adam Johnson: Emporium. Storys. München: Liebeskind Verlag, 2010, 288 Seiten, 18,90 €.&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5480482662414591921?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5480482662414591921'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5480482662414591921'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/07/die-dunklen-seiten-des-actionkinos.html' title='Die dunklen Seiten des Actionkinos'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-98904511382912045</id><published>2010-06-28T10:52:00.015+02:00</published><updated>2010-07-01T12:08:51.008+02:00</updated><title type='text'>Critique Automatique!</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/riesenmaschine-literaturkritik.jpg" width="450" height="349"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Links oben ist die Riesenmaschine selbst mit einigen ihrer Mitarbeiter abgebildet.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Die &lt;a href="http://www.riesenmaschine.de" target="new"&gt;&lt;i&gt;Riesenmaschine&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; ist ein Blog der Zentralen Intelligenz Agentur, die schon seit einigen Jahren die schlausten Berliner Köpfe um sich schart, Namen wie Sascha Lobo, Holm Friebe und Kathrin Passig wären zu nennen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Während in Klagenfurt (diese Stadt da in Kärnten) am vergangenen Wochenenende der 34. Ingeborg-Bachmann-Preis ermittelt wurde &amp;ndash; 90er Jahre Wetten, dass... Grafiken und riesige Touchscreens für die Juroren, dazu peinliche Stichwahlen inklusive &amp;ndash; praktizierte die &lt;i&gt;Riesenmaschine&lt;/i&gt; nun zum dritten Mal in Folge die „automatische Literaturkritik“. Ein in seiner Technokratie und Einfachheit geniales Konzept zur Bewertung der Qualität des jeweils vorgetragenen Textes. Die Ergebnisse können im Detail bei der Riesenmaschine direkt &lt;a href="http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20100628065633" target="new"&gt;nachgelesen&lt;/a&gt; werden. Einige Glanzpunkte aus den Bewertungskriterien seien trotzdem schnell genannt: so z.B. „Dialoge wie von Außerirdischen erdacht“, „Autor ist kein junges Mädchen“ und, ganz besonders schön: „Vorkommen von Nagetieren“ (die gesamte Kriterienliste &lt;a href="http://docs.google.com/View?id=d3nxxvf_1073tr8nfmdq" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt;). Nach einem Plus-Minus-Verfahren wird die Gesamtpunktzahl errechnet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Für die diesjährigen Bachmannpreis-Teilnehmer war das Ergebnis erschütternd: Fast alle Texte erhielten negative Punktzahlen, der „echte“ Preisträger Peter Wawerzinek sogar „-8“. Ein schöner Zug war dann aber, dass die Riesenmaschine-Gewinnerin Dorothee Elmiger, die in der Stichwahl Wawerzinek knapp unterlegen war, von Riesenmaschine-Mitglied Kathrin Passig eine echte Urkunde nebst 500 Euro Preisgeld überreicht bekam. &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; meint: konsequent &amp;ndash; und sagt Herzlichen Glückwunsch!


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-98904511382912045?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/98904511382912045'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/98904511382912045'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/06/critique-automatique.html' title='Critique Automatique!'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8312969856847544218</id><published>2010-06-06T14:18:00.006+02:00</published><updated>2010-06-06T14:31:15.587+02:00</updated><title type='text'>Glossarattrapen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/glossarattrappen.jpg" width="450" height="290"&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; empfiehlt: „Glossarattrapen“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Schönes Projekt von Ann Cotten und dem Ausnahmeverlag! mehr &lt;a href="http://www.glossarattrappen.de/site/index.php"&gt;hier&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.ausnahmeverlag.de/site/index.php?page=Detailansicht&amp;buch=33"&gt;hier&lt;/a&gt;!

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8312969856847544218?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8312969856847544218'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8312969856847544218'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/06/glossarattrapen.html' title='Glossarattrapen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7152043512096585521</id><published>2010-05-16T22:45:00.003+02:00</published><updated>2010-05-16T22:53:05.623+02:00</updated><title type='text'>30 Jahre Exil auf der Hauptstraße</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/exile-on-main-st.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Keith has just left the &lt;i&gt;Rolling Stones Airplane&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Dass „Exile On Main Street“ als das beste aller Rolling Stones Alben gelten muss, ist unbestritten.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Wiederveröffentlichung als Deluxe Sonder Superausgabe, die derzeit allerorten beworben wird, scheint umso sinnloser zu sein: war doch das Meisterwerk 1972 schon ein unbehauener Bluesbrocken, den zu remastern schlechterdings unmöglich scheint.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Prima, dass trotzdem im Zuge der erneuten Aufmerksamkeit für &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; klassische Stones-Album nun wieder einige Bilder aufgetaucht sind, die der amerikanische Rolling Stone dokumentiert (siehe oben, &lt;a href="http://www.rollingstone.com/music/photos/;kw=[8664,149606,0]" target="new"&gt;hier mehr&lt;/a&gt;).&lt;br&gt;&lt;br&gt;Außerdem darf man gespannt sein auf die natürlich auch nicht zufällig dieses Jahr erscheindende Autobiographie von Keith Richards, „Life“ (sic!), die zeitgleich in ca. 26 Sprachen für Herbst angekündigt ist. Rocks off!


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7152043512096585521?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7152043512096585521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7152043512096585521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/05/30-jahre-exil-auf-der-hauptstrae.html' title='30 Jahre Exil auf der Hauptstraße'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2939814474226213739</id><published>2010-05-08T19:35:00.012+02:00</published><updated>2010-05-08T23:12:48.748+02:00</updated><title type='text'>Dreimal Suhrkamp</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/edition-suhrkamp-laden.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;span class="caption"&gt;Regenbogenstimmung im Suhrkamp-Laden (Foto: Facebook)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das ist natürlich was für &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;-Fans, die ja idealearweise auch Suhrkamp-Fans sind:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;In Berlin gibt es jetzt einen &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/laden_424.html"&gt;Suhrkamp-Laden&lt;/a&gt;. Die &lt;i&gt;Süddeutsche&lt;/i&gt; mokierte schon: Flagship-Store-Hype, unterkühlt modern &amp;ndash; alles naturgemäß Unsinn, wo sonst könnte man die Pop Art des edition suhrkamp Regenbogens besser präsentieren als auf weißem Hintergrund in großzügigen Regalmetern?&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Passend dazu zwei Lesetipps, der eine farblich, der andere eher inhaltlich passend: &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/cailloux-deckert.jpg" width="450" height="325"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bernd Cailloux berichtet aus dem &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/das_geschaeftsjahr_-bernd_cailloux_12408.html" target="new"&gt;„Geschäftsjahr 1968/69“&lt;/a&gt;, in dem zwei ehemalige Journalisten eine antikapitalistische Gartenlaubenfirma gründen, ein neuartiges Stroboskop erfinden und dann doch auf einmal das große Geld machen &amp;ndash oder zumindest einer von ihnen (Nr. 2408). Auch Renatus Deckert ist ein Suhrkamp-Autor mit dem Händchen für gute Ideen: er hat mir nichts, dir nichts 100 Autoren einen Fragebogen zu ihrem „&lt;a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/das_erste_buch-_45864.html" target="new"&gt;Ersten Buch&lt;/a&gt;“ geschickt und daraus selbst ein Buch gemacht. Von Jürgen Becker (Nr. 61) bis Durs Grünbein (Nr. 1507) sind wiederum viele edition suhrkamp Debütanten mit von der Partie in diesem feinen Buch, das eigentlich ganz viele Bücher ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Schöne an der edition suhrkamp ist ja neben dem Regenbogen der  &lt;i&gt;neverending&lt;/i&gt; Reihe (jedes Spektrum ist zugleich Anfang und Ende) auch der selbst gestellte Anspruch, Theorie (Walter Benjamin, Ludwig Wittgenstein, Umberto Eco, oder besser gesagt Nr. 28, 12 und 895) neben Literatur (Peter Handke, Hans Magnus Enzensberger, Uwe Johnson, oder besser gesagt Nr. 307, 217 und 1822) zu stellen. Und das wirklich über die vergangenen Jahrzehnte durchzuhalten. Von einer kleinen Änderung des Layouts mit der Neuen Folge nach Nr. 1000 (Titel statt links unten nun mittig oben) und gelegentlich Umschlag-Ausstattung mal abgesehen, erscheinen immer noch zuverlässig vier Titel pro Monat (sogar Adam Green hat in die Reihe hineingefunden: Nr. 2405, &lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2004/10/der-mann-dessen-stimme-wie-eine-nick.html"&gt;ein Tatbestand, der eines der ersten &lt;i&gt;Daily Frown&lt;/i&gt; Themen war&lt;/a&gt;) und garantieren, dass die Serie nicht abreißt. Und jetzt genug geschwafelt, ab ins Subito, äh, die Autorenbuchhandlung zum Titelnummern-Abzählen!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2939814474226213739?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2939814474226213739'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2939814474226213739'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/05/dreimal-suhrkamp.html' title='Dreimal Suhrkamp'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-323038109221790744</id><published>2010-04-29T09:33:00.012+02:00</published><updated>2010-05-02T20:01:41.879+02:00</updated><title type='text'>Von A nach B in 100 Seiten</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/fischer-suedharz.jpg" width="450" height="249"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Die Strecke ist frei für Frank Fischers wilde Fahrt&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Reiseliteratur im Jahr 2010 &amp;ndash; wer hätte das gedacht? Frank Fischer präsentiert die Südharzreise und macht das Genre &lt;i&gt;Autobahnliteratur&lt;/i&gt; für die deutsche Literatur urbar.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Frank Fischer ist der Herausgeber des Feuilleton-Blogs (wunderbar!) &lt;a href="http://www.umblaetterer.de/"&gt;Der Umblätterer&lt;/a&gt;. In seiner Eigenschaft als hochintellektueller Tausendsassa, hyperaktiver Schreiberling und Pop-Experte baut er auf einer Tradition auf, die von Goethe über Seumes Fußmarsch bis zu Handkes kurzem Brief zum langen Abschied gezogen werden kann, und verfasst, tatsächlich: einen Reisebericht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Die Südharzreise“ bewegt sich zwischen Leipzig und Göttingen auf einer Autobahn des Projektes „Deutsche Einheit“. Was es alles gibt! Gelungen: ein Stück Reiseliteratur, wie man es seit Jahren (Jahrzehnten?) nicht mehr gesehen hat. Fischer denkt nicht lange darüber nach, in welche Traditionslinie er sich begibt; mit grandiosem Gestus hetzt er im Minutentakt von Ort zu Ort, Raststätte zu Raststätte und Denkmal zu Denkmal. Die Beobachtungen sind minutiös und oft urkomisch.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Heute abend ist die Vorstellung des Buches in der Berliner &lt;a href="http://www.zern-berlin.com/"&gt;ZERN Gallery&lt;/a&gt;. Die Südharzreise ist im &lt;a href="http://www.satt.org/sukultur/shr.html"&gt;SuKuLTuR Verlag&lt;/a&gt; erschienen, eine digitale Version &amp;ndash; hier baut Fischer einen &lt;i&gt;Radiohead&lt;/i&gt;, was sehr zu loben ist &amp;ndash; steht kostenfrei auf &lt;a href="http://www.zerstoerung.org"&gt;zerstoerung.org&lt;/a&gt; bereit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Da der Autor ausdrücklich zur Nutzung der Common Rights seines Buches aufruft, wird es auch eine Sonderveröffentlichung im &lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/verlag"&gt;Daily Frown Verlag&lt;/a&gt; geben. Hierzu wird es in den nächsten Tagen auch noch eine gesonderte Ankündigung geben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-323038109221790744?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/323038109221790744'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/323038109221790744'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/04/von-nach-b-in-100-seiten.html' title='Von A nach B in 100 Seiten'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2883964278957560513</id><published>2010-04-05T21:59:00.011+02:00</published><updated>2010-05-19T10:16:34.370+02:00</updated><title type='text'>Der rasende Meyer</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/meyer-gewalten.jpg" width="450" height="325"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;In seinem neuen Buch „Gewalten“ rast Clemens Meyer durch das Krisenjahr 2009 und zementiert weiter seinen Status im Literaturbetrieb.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Clemens Meyer am Leipziger Hauptbahnhof in der Kneipe, im Ruderboot auf der Saale, beim Pferderennen und im Fußballstadion. Beinharte Stories, die aber nie ins Machohafte abdriften. Stärker noch als im Erzählungsband „Die Nacht, die Lichter“ tritt hier der durchs Alter (?) abgeklärte Erzähler hervor und, daher das Stichwort „Tagebuch“, stets ist Clemens Meyer als echter oder literarisierte Autor anwesend. Besonders beeindruckend gelingt neben der verschiedenen Verarbeitung autobiographischer Bezüge das Auftreten einiger Charakterere (wie z.B. Pitbull und Trinker-Thilo) aus „Als wir träumten“, deren Geschichte so eine weitere (dramatische) Ebene erhält.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bisweilen etwas schwermütig oder ausufernd in seiner Naturmetaphorik hat Clemens Meyer es doch in diesem Buch geschafft, einen aktuellen Kommentar auf das Krisenjahr 2009 literarisch zu verpacken, der somit großes Lesevergnügen bereitet und die Reputation Meyers als feste Größe im Literaturbetrieb weiter zementieren wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Clemens Meyer: &lt;a href="http://www.bilandia.de/Buch/Gewalten/Meyer-Clemens/9783100486035.aspx" target="new"&gt;Gewalten. Ein Tagebuch.&lt;/a&gt; Frankfurt: S. Fischer, 2010. 192 Seiten, 16,95 €.



&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2883964278957560513?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2883964278957560513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2883964278957560513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/04/der-rasende-meyer.html' title='Der rasende Meyer'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5325367010846647233</id><published>2010-03-02T00:12:00.011+01:00</published><updated>2011-09-22T15:47:53.360+02:00</updated><title type='text'>Ich schlief, als wäre ich woanders</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/sandig-flamingos.jpg" width="450" height="275"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ulrike Almut Sandig erzählt Geschichten, die verwundern, verstören und bis ins Zentrum der Poesie reichen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein Leben, das rückwärts aufgerollt wird. Ein Zwillingspaar, das im selben Körper geboren wurde. Eine Liebesgeschichte, die in einem versunkenen Dorf endet. Eine Schwester, die immmer dünner wird, ein Vater, der langsam versteinert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ulrike Almut Sandigs Erzählungen, die jetzt im Schöffling Verlag erschienen sind, sprudeln vor Phantasie. Die junge Autorin machte bislang vor allem durch ihre träumerische Lyrik auf sich aufmerksam. Doch das harmlose Bild täuscht: fast alle der elf in „Flamingos“ versammelten Geschichten haben einen Hang zur Verstörung, Widerhaken, die eine wiederholte Lektüre nötig machen. Diese Widerhaken sind indes keine Extravaganzen, vielmehr Ausdruck eines strukturellen Grundprinzips: der Kubaner mit den elf Zehen, der seltsame Junge, der sich aus der Dorfwelt in die Pferdekoppel zurückzieht, die ältere Dame Dorothea Kupi&amp;#269;, der ein drittes Auge auf der Stirn wächst &amp;ndash; Ulrike Almut Sandigs Welt ist voll von Außenseitern, buchstäblich Freaks, die sich von ihrer Umwelt unterscheiden. Dass viele der Figuren gleichzeitig Kinder oder Jugendliche sind, ist kein Zufall: der undefinierte Zustand des Heranwachsenden ist naturgemäß voller Rätsel.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am gelungensten jedoch ist in diesem Band die letzte Geschichte zu nennen, die weitgehend ohne verzerrende Effekte auskommt: in „Dreitausend Blauwale“ wird eine Fahrt im Schulbus beschrieben, eine ungenügende Realität, aus der sich das erzählende Ich hinwegträumt: &lt;blockquote class="modified"&gt;...dann machte ich die Augen zu und dachte an nichts. Ich habe oft an nichts gedacht in diesem Bus. Es gab keinen Grund, an etwas anderes zu denken. Was hätte das auch sein sollen. Nichts. Und dann schlief ich ein, schlief, als wäre ich gar nicht da. Ich schlief, als wäre ich woanders.&lt;/blockquote&gt;Aus diesem poetischen Urmoment stammen Ulrike Almut Sandigs Geschichten, versammelt in einem wundersamen kleinen Buch mit gar nicht so harmlosen Untiefen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Ulrike Almut Sandig: Flamingos. Geschichten. Schöffling &amp; Co. 2010. 176 Seiten, 17,90 €.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5325367010846647233?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5325367010846647233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5325367010846647233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/03/ich-schlief-als-ware-ich-woanders.html' title='Ich schlief, als wäre ich woanders'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2199140115371197742</id><published>2010-02-19T22:57:00.003+01:00</published><updated>2010-02-19T23:05:47.378+01:00</updated><title type='text'>Im Sonnenschein und im Schatten und im Taschenbuch</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/kracht-tb.jpg" width="450" height="321"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Christian Krachts &lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462040418" target="new"&gt;letzter Streich&lt;/a&gt; wird nun bald auch als feines Taschenbuch erscheinen, wie man nach ein wenig Detektivarbeit &lt;a href="http://www.dtv.de/buecher/ich_werde_hier_sein_im_sonnenschein_und_im_schatten_13892.html" target="new"&gt;leicht herausfinden kann&lt;/a&gt;.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bis es soweit ist (Juni 2010 immerhin), kann man sich die Zeit damit vertreiben, herauszufinden, was es mit &lt;a href="http://pyramide-film.de/" target="new"&gt;diesem Filmprojekt&lt;/a&gt; auf sich hat, das im Dunstkreis von Kracht und Kompagnon Ingo Niermann entstanden ist (gedreht von Ehefrau Frauke Finsterwalder). Viel Erfolg!


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2199140115371197742?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2199140115371197742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2199140115371197742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/02/im-sonnenschein-und-im-schatten-und-im.html' title='Im Sonnenschein und im Schatten und im Taschenbuch'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-821792027621810888</id><published>2010-01-31T23:04:00.005+01:00</published><updated>2010-02-04T14:48:27.154+01:00</updated><title type='text'>Harper Collins Hochseefinale</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Jonathan Franzens „Corrections“ sind jetzt auch schon fast zehn Jahre alt, als Klassiker gelten sie ohnehin schon.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/franzen-neu.jpg" width="450" height="500"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Schön, dass &lt;a href="http://www.harpercollins.co.uk/" target="new"&gt;Harper Collins&lt;/a&gt; jetzt (ok, auch schon wieder eine Weile her) das sattsam bekannte Umschlagmotiv mit der &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/The_Corrections" target="new"&gt;Familien-Dinnerszene&lt;/a&gt; durch ein neues ersetzt hat, das den Akzent mehr auf das Hochseefinale mit Alfred und Enid legt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-821792027621810888?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/821792027621810888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/821792027621810888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/01/harper-collins-hochseefinale.html' title='Harper Collins Hochseefinale'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-64469191651842258</id><published>2010-01-28T23:42:00.003+01:00</published><updated>2010-01-28T23:46:50.738+01:00</updated><title type='text'>If you really want to hear about it...</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;J.D. Salinger ist gestern im Alter von 91 Jahren gestorben.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/ifyoureallywantto.jpg" width="450" height="441"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Danke für einen der schönsten Romananfänge aller Zeiten, Jerome!
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-64469191651842258?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/64469191651842258'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/64469191651842258'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2010/01/if-you-really-want-to-hear-about-it.html' title='If you really want to hear about it...'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3035128193515079805</id><published>2009-12-19T19:53:00.005+01:00</published><updated>2009-12-21T17:54:03.309+01:00</updated><title type='text'>Happiness in a Sleeve</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/paperback-single.jpg" width="450" height="446"&gt;...und manchmal kostet das Glück nur vier Euro.&lt;br&gt;&lt;br&gt;The Beatles: &lt;i&gt;Paperback Writer&lt;/i&gt; b/w &lt;i&gt;Rain&lt;/i&gt; Single, 1966&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Ähnliche Artikel zum Thema:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2005/08/ihre-stellenanzeige-vom-1061966.html"&gt;Ihre Stellenanzeige vom 10.6.1966&lt;/a&gt; (3. August 2005)

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3035128193515079805?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3035128193515079805'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3035128193515079805'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/12/happiness-in-sleeve.html' title='Happiness in a Sleeve'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2651025996523544209</id><published>2009-12-02T21:18:00.006+01:00</published><updated>2009-12-02T21:25:36.148+01:00</updated><title type='text'>Auch geschrieben, anderswo zu lesen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;a href="http://www.kritische-ausgabe.de/index.php/archiv/1990/"&gt;„Erst haben sie den Alkohol verboten, dann ist Tschernobyl explodiert.“&lt;/a&gt; Rezension zu Juri Andruchowytschs Roman &lt;i&gt;Geheimnis&lt;/i&gt; im Rahmen der Serie „20 Jahre Mauerfall“ (&lt;a href="http://www.kritische-ausgabe.de"&gt;kritische-ausgabe.de&lt;/a&gt;, 23. November 2009)&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=13711"&gt;Offiziell im Märchenland angekommen.
Benedict Wells’ „Spinner“, ein Roman über die Höhen und Tiefen einer jungen Seele in Berlin&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://www.literaturkritik.de"&gt;literaturkritik.de&lt;/a&gt;, 30. November 2009)
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2651025996523544209?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2651025996523544209'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2651025996523544209'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/12/auch-geschrieben-anderswo-zu-lesen.html' title='Auch geschrieben, anderswo zu lesen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7337208685966708145</id><published>2009-11-22T20:10:00.010+01:00</published><updated>2009-11-22T21:00:10.487+01:00</updated><title type='text'>Weltende in 57:03:48:40:01</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;object width="450" height="273"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Oca-0wH9SyU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/Oca-0wH9SyU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="450" height="273"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Ein Vorgeschmack auf das kommende Album: „Little Bird“&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Nachdem der berühmteste Bartträger und liebenswerteste Griesgram der jüngeren Popgeschichte einen &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=aIP4Eydwbio" target="new"&gt;Film über seinen Vater&lt;/a&gt; gedreht, sein Leben aufgeschrieben (&lt;a href="http://www.littlebrown.co.uk/Title/9780316027878" target="new"&gt;für Enkelkinder, die es nicht gibt&lt;/a&gt;) und ein Album lang als &lt;a href="http://eelstheband.com/eels_hombrelobo.php" target="new"&gt;menschgewordener Wolf&lt;/a&gt; (oder besser: wolfgewordener Mensch) den Mond angeheult hat, erklärt Mark Oliver Everett III, Frontmann der EELS: das Ende ist nah.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Freilich:&lt;blockquote class="modified"&gt;the END TIMES he speaks of isn’t about „Mayan calendar conspiracy theory bullshit,“ he says, but, „the state of the desperate times we live in.“&lt;/blockquote&gt;Das achte EELS-Album wird tatsächlich „End Times“ heißen, und nach dem, was wir bis jetzt wissen, ist es ein Trennungsalbum, das der auch unter seinem Namenskürzel schlicht „E“ Bekannte im Alleingang auf einem Vierspur-Tonbandgerät im heimischen Keller aufgenommen hat. Herkunft des zugegebenermaßen schon sehr apokalyptischen Titels sei &amp;ndash so die Pressemitteilung &amp;ndash; das künstlerische Erlebnis des Trennungsschmerzes als Zerbrechen der ihn umgebenden Welt. Also schon ein bißchen Emmerich, aber eher so metaphorisch.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Klingt auf jeden Fall wieder mal nach einem klassischen EELS-Thema. Nach wölfischen Exkursen (mit Feststellungen wie „she’s tremendous dynamite“ u.Ä.) geht es also nun wieder an den sensiblen Kern dessen, was die Welt zusammenhält. Mehr am 19. Januar 2010 (!) &amp;ndash; &lt;a href="http://www.eelstheband.com/" target="new"&gt;der Countdown läuft&lt;/a&gt;.

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7337208685966708145?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7337208685966708145'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7337208685966708145'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/11/weltende-in-5703484001.html' title='Weltende in 57:03:48:40:01'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6398167180445850786</id><published>2009-11-16T18:53:00.010+01:00</published><updated>2009-11-19T14:43:04.800+01:00</updated><title type='text'>Book Design Review Spezial (4): The Illustrated Bob Dylan</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/dylan-illustrated-teaser.jpg" width="450" height="325"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Ein Comic-Dylan? Aber nur mit Cowboyhut! Ausschnitt aus „It's Not Dark Yet“.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ein weiteres Puzzlestück in der hohen Kunst der Buchgestaltung bei &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; kommt von &lt;a href="http://www.wwnorton.com" target="new"&gt;W.W. Norton&lt;/a&gt;, die sich einem längst überfälligen Thema annnehmen: The Illustrated Bob Dylan.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Damit wäre für manche Fans, denen &lt;a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/musikblog/bobdylan-weihnachtsalbum" target="new"&gt;Christmas in the Heart&lt;/a&gt;, das gruselige Weihnachtsalbum zu, nun ja, gruselig ist, das Weihnachtsfest gerettet. „&lt;a href="http://books.wwnorton.com/books/detail.aspx?ID=12268" target="new"&gt;Bob Dylan Revisited&lt;/a&gt;“ ist eine andere Art von Cover-Album: der Band versammelt erstmals eine Auswahl von dreizehn Dylan-Songs, erzählt im Stil der &lt;i&gt;graphic novel&lt;/i&gt;. So bescheiden der Titel daherkommt, so überfällig ist es, dass sich endlich ein Verlag dieses Themas annimmt: Dylan selbst ist inzwischen als bildender Künstler von London bis Chemnitz zu sehen und auch lange vor &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.bobdylanart.com/index.asp" target="new"&gt;Drawn Blank&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; &lt;a href="http://theband.hiof.no/albums/music_from_big_pink.html" target="new"&gt;immer&lt;/a&gt; &lt;a href="http://theband.hiof.no/albums/self_portrait.html" target="new"&gt;mal&lt;/a&gt; &lt;a href="http://theband.hiof.no/albums/planet_waves.html" target="new"&gt;wieder&lt;/a&gt; als Maler in Erscheinung getreten. Im Songwriting dagegen ließ er sich auch schon von einem &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kubismus" target="new"&gt;Kubisten&lt;/a&gt; Nachhilfe erteilen (?).&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Wie der Verlag meldet, nehmen in „Bob Dylan Revisited“ insbesondere die graphischen Nacherzählungen der Langdichtung „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/desolation-row" target="new"&gt;Desolation Row&lt;/a&gt;“ und des Boxer-Dramas „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/hurricane-bob-dylan-and-jacques-levy" target="new"&gt;Hurricane&lt;/a&gt;“ großen Raum ein. Unter den Vorschaubildern sind es aber auch die künstlerische Verarbeitung des späten „Not Dark Yet“ und vor allem „Blind Willie McTell“, einer tieftraurigen Verbeugung vor dem Blues, die Großes erwarten lassen:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/dylan-illustrated-mctell.jpg" width="450" height="608"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/dylan-illustrated-notdarkyet.jpg" width="450" height="608"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und da dreizehn Songs leider ein bißchen wenig sind, hat &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; im Schnellverfahren die zehn wichtigsten Dylan-Songs gekürt, die möglichst schnell nachillustriert werden sollten:&lt;br&gt;&lt;br&gt;

10. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/love-sick" target="new"&gt;Love Sick&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
9. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/leopard-skin-pill-box-hat" target=”new”&gt;Leopard-Skin Pill-Box Hat&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
8. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/mr-tambourine-man" target="new"&gt;Mr. Tambourine Man&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
7. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/all-along-watchtower" target="new"&gt;All Along The Watchtower&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
6. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/dont-fall-apart-me-tonight" target="new"&gt;Don’t Fall Apart On Me Tonight&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
5. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/jokerman" target="new"&gt;Jokerman&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
4. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/man-long-black-coat" target="new"&gt;Man In The Long Black Coat&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
3. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/day-locusts" target="new"&gt;Day Of The Locusts&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
2. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/stuck-inside-mobile-memphis-blues-again" target="new"&gt;Stuck Inside Of Mobile&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;
1. „&lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/songs/talkin-bear-mountain-picnic-massacre-blues" target="new"&gt;Talkin’ Bear Mountain Picnic Massacre Blues&lt;/a&gt;”&lt;br&gt;&lt;br&gt;Na dann mal ran an die Buntstifte!


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6398167180445850786?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6398167180445850786'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6398167180445850786'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/11/book-design-review-spezial-4.html' title='Book Design Review Spezial (4): The Illustrated Bob Dylan'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8731168356311659551</id><published>2009-11-05T21:16:00.016+01:00</published><updated>2009-11-06T09:44:30.643+01:00</updated><title type='text'>Die zwei Türme</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zweituerme.jpg" width="450" height="350"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;„Der Turm“, links das Original, rechts das Softcover. Oder andersrum?&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Der Mauerfall. Der 20. Jahrestag, er ist fast da. Das weiß man auch im &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/" target="new"&gt;Hause Suhrkamp&lt;/a&gt;. Und da man ja seit einem Jahr einen veritablen Wende-Wälzer im Programm hat, gibt es jetzt was Besonderes zum Jubiläum.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der, kaum war er erschienen, zum „Volksbuch“ (Süddeutsche Zeitung) ausgerufene „&lt;a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/der_turm-uwe_tellkamp_42020.html" target="new"&gt;Turm&lt;/a&gt;“ von Uwe „Buchpreis“, „Uwe-Johnson-Preis“, „Nationalpreis“ (sic!) Tellkamp ist mit Wirkung zum 28. Oktober 2009 als deutlich günstigere &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/der_turm-uwe_tellkamp_42099.html" target="new"&gt;Softcover-Variante&lt;/a&gt; erschienen, die mit 16,80 € ganz klar ein niedrigeres Segment ansteuert als die schon fast rekordreifen 24,80 €. Wobei, zum Vergleich, der neue Schätzing &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; Dan Brown bei stolzen 26 € liegen, und das bei im letzten Fall schnöden 765 Seiten gegenüber &lt;b&gt;1328&lt;/b&gt; [Schätzing] bzw. 976 [Turm]. Ganz zu schweigen von Pricing-Überflieger David Foster Wallace, dessen unendlicher Spaß bei, na gut, immerhin &lt;b&gt;&lt;i&gt;1648&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; Seiten die 39,90 € knackt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; hat das broschierte Turm-Exemplar, das der ursprünglichen Version zum Verwechseln ähnlich aussieht, getestet. Das Layout ist mit der Hardcover-Vorlage tatsächlich bis auf den Vermerk „Limitierte Sonderausgabe zum 20. Jahrestag des Mauerfalls“ identisch. Der in Format und Papierdicke übernommene Buchblock wurde nun in glänzende Pappe eingebunden. Das Ergebnis ist deutlich rechteckiger (da kein gewölbter Buchrücken) und bringt dabei immer noch ein ordentliches Preisgewicht auf die Waage. Auf das eingelegte Lesezeichen „Die Bewohner des Turms“ wurde verzichtet, ein Lesebändchen gibt es immer noch nicht (David Foster Wallace hat übrigens gleich zwei im unendlichen Spaß, warum auch immer).&lt;br&gt;&lt;br&gt;Fazit: eine preisgünstige Ausgabe zum spontanen Zugreifen für die limitierte Zeit des Mauerfall-Jubiläums, danach wird wohl das Taschenbuch die bessere Wahl sein &amp;ndash; das ist vielleicht dann auch ein paar Kilo leichter, denn lesen muss man die 976 Seiten ja dann doch noch irgendwann.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8731168356311659551?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8731168356311659551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8731168356311659551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/11/die-zwei-turme.html' title='Die zwei Türme'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3007820724296845726</id><published>2009-11-02T23:22:00.009+01:00</published><updated>2009-11-02T23:51:02.452+01:00</updated><title type='text'>Die Ein-Song-Rezension: Sonic Youth – „Antenna“</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/the-eternal.jpg" width="450" height="450"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Aus: Sonic Youth &amp;ndash; The Eternal (Matador Records, 2009). Cover von John Fahey.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;My darling cruises the streets for pleasure/Skyscrapers in the dead love dawn/Throbbing blood mind selfless creature/Forever yours and then she's gone.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie Sonic Youth das immer wieder nur schaffen. Aus einem wie unachtsam aus dem Verstärker purzelnden Ton baut sich ein Crescendo auf, das sich innerhalb von einer halben Minute zur berühmten Gitarrenwand weiterentwickelt. Dann die erste Strophe, stampfender Takt, zweite Strophe, sogar ein Refrain: &lt;i&gt;radios play nothing when she's far away...&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sind wir im Jahr 2009? 1981? 1975 etwa? Wen interessiert das schon? Diese Fahrt verläuft auf anderem Terrain. Vor 200 Jahren hätten Sonic Youth diesem Song wahrscheinlich &lt;i&gt;Lenore&lt;/i&gt; genannt, wie Bürger: „Sieh hin! Sieh her, der Mond scheint hell. Wir und die Toten reiten schnell.“ Heute geht die Fahrt durch Hochhäuserschluchten, während die Radios verstummen und irgendwo die letzte Fernsehantenne still vor sich hin rostet. Für immer.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3007820724296845726?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3007820724296845726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3007820724296845726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/11/die-ein-song-rezension-sonic-youth.html' title='Die Ein-Song-Rezension: Sonic Youth &amp;ndash; „Antenna“'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4880993565682159077</id><published>2009-10-25T00:10:00.004+02:00</published><updated>2009-11-07T11:02:13.100+01:00</updated><title type='text'>Reisealbum Zürich</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Zürich, Oktober 2009&lt;/b&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/002.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/008.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/013.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/018.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/020.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zuerich/021.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4880993565682159077?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4880993565682159077'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4880993565682159077'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/10/reisealbum.html' title='Reisealbum Zürich'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4845552746650511614</id><published>2009-10-19T23:29:00.004+02:00</published><updated>2009-10-19T23:37:34.329+02:00</updated><title type='text'>Blackout Poems</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/austinkleon.jpg" width="450" height="489"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Der Schriftsteller und Cartoonist &lt;a href="http://www.austinkleon.com" target="new"&gt;Austin Kleon&lt;/a&gt; hat eine recht interessante Methode, Gedichte zu schreiben, entdeckt: Er nimmt Seiten aus der &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt;, kringelt die Wörter ein, aus denen sein Gedicht bestehen soll, und schwärzt den Rest.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das sieht dann so aus wie im oben gezeigten Beispiel („This world is so many places“). „Blackout Poems“ im buchstäblichen Sinn, so einfach wie genial. Und in Zeiten von E-Paper, E-Book und dem prophezeiten Verschwinden von Print eine große Verbeugung vor der gedruckten Zeitung, die Kleons poetisches Material ist. Im kommenden April soll eine Sammlung der Gedichte unter dem Titel &lt;a href="http://www.amazon.de/Newspaper-Blackout-Austin-Kleon/dp/0061732974/" target="new"&gt;„Newspaper Blackout“&lt;/a&gt; (auch nicht schlecht) erscheinen. Wie wohl die Rezension der &lt;i&gt;New York Times&lt;/i&gt; ausfallen wird?
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4845552746650511614?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4845552746650511614'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4845552746650511614'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/10/blackout-poems.html' title='Blackout Poems'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7595405330025832035</id><published>2009-09-22T22:27:00.012+02:00</published><updated>2009-11-28T09:42:27.431+01:00</updated><title type='text'>Book Design Spezial (3): Comiczeichner</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3800126484/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/dharmabums.jpg" width="450" height="346" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Ausschnitt aus dem Reissue von Jack Kerouacs „Dharma Bums“. Cover: jason.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Nach den Buchpaaren folgt nun das zweite Book Design Special auf &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;: Comic-Zeichner illustrieren Penguin Books!&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Paul Buckley, Art Director von &lt;a href="http://us.penguingroup.com/" target="new"&gt;Penguin Books USA&lt;/a&gt; hat ein &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign" target="new"&gt;flickr-Set&lt;/a&gt; online gestellt, in dem es von Cover-Art-Schätzen nur so wimmelt. Penguin gehört ja ohnehin zu den Verlagen, die in der hohen Kunst der Umschlaggestaltung durch klare Formen, Typographie mit hohem Wiedererkennungswert und einem Gespür für die richtige Farbabstimmung &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/40137722@N00/" target="new"&gt;Maßstäbe gesetzt haben&lt;/a&gt;. Besonders in letzter Zeit hat sich die Kreativabteilung immer wieder durch besondere Schmankerl hervor getan: Sherpard Fairy durfte sich an &lt;a href="http://thepenguinblog.typepad.com/the_penguin_blog/2008/04/it-was-a-bright.html" target="new"&gt;George Orwells 1984 und Animal Farm&lt;/a&gt; versuchen; davor wurde gar der Leser selbst dazu ermuntert, nach dem Motto &lt;i&gt;we print the words, you do the covers&lt;/i&gt; &lt;a href="http://www.penguin.co.uk/static/cs/uk/0/minisites/mypenguin/index.html" target="new"&gt;zum Buntstift zu greifen&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Paul Buckley zeigt in seiner Galerie &amp;ndash; neben Anderem &amp;ndash; eine besonders bemerkenswerte Sammlung von Reissues der Penguin Classics Reihe, gestaltet von zeitgenössischen Comic-Zeichnern. Vom &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3800127398/in/photostream/" target="new"&gt;Marquis de Sade&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3807881793/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;Edith Wharton&lt;/a&gt;, von &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3812818974/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;Hermann Melville&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3799307735/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;Paul Auster&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3799307675/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;Franz Kafka&lt;/a&gt; bis &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3800126484/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;Jack Kerouac&lt;/a&gt; allesamt atemberaubende Neuinterpretationen von Klassikern der Weltliteratur.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein paar Ausschnitte:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3800127300/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/huckfinn.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3812818974/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/mobydick.jpg" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3800127398/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/marquis.jpg" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/3799307675/in/set-72157621852113991/" target="new"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/kafka-comic.jpg" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Das ganze Album von Paul Buckley ist &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/paulbuckleydesign/sets/72157621852113991/" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; zu sehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7595405330025832035?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7595405330025832035'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7595405330025832035'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/09/book-design-spezial-3-comiczeichner.html' title='Book Design Spezial (3): Comiczeichner'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3331038388539404161</id><published>2009-09-13T15:01:00.017+02:00</published><updated>2009-09-13T19:23:19.262+02:00</updated><title type='text'>Book Design Review (2) : Im Paradies der Road-Movies</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/paradiso-hc-tb.jpg" width="450" height="345"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Einmal fürs Regal, einmal für den Rucksack: die beiden „Paradiso“-Ausgaben des Berlin Verlags&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;...und manchmal gibt es auch Bücher, die inhaltlich identisch sind, aber zwei völlig verschiedene Umschläge haben.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Klingt banal, ist aber so. Wer sich auf dem Taschenbuchmarkt umschaut, wird erkennen, dass der Hardcover-Umschlag &amp;ndash; vielleicht mit Änderungen in winzigen Details &amp;ndash; in den meisten Fällen im Taschenbuch seinen Wiedergänger findet. Verwechslungsgefahr: extrem hoch.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Daher erwähnenswert das jetzt erschienene Paperback von Thomas Klupps „&lt;a href="http://www.oberpfalznetz.de/onetz/1827014-131-literarisches_roadmovie_mit_biss_und_ironie,1,0.html" target="new"&gt;literarischem Road-Movie&lt;/a&gt;“ (liebe Presse, gebt euch doch ein bißchen mehr Mühe! Was wäre dann denn übrigens im Falle der Verfilmung das passende Etikett? Der verfilmte Road-Roman?) „Paradiso“: hier wurde die Taschenbuchausgabe in Typographie und Farbe völlig neu gestaltet, so dass in der Buchhandlung fast der Verdacht des Titel-Plagiats aufgekommen wäre, der sich aber dann beim Aufschlagen glücklicherweise nicht bestätigte. Jetzt also Klupp auch für den Rucksack, beim nächsten Road-Trip das passende literarische Road-Movie. Und dann ab in den Film zum Road-Roman.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3331038388539404161?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3331038388539404161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3331038388539404161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/09/im-paradies-der-road-movies.html' title='Book Design Review (2) : Im Paradies der Road-Movies'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6600516926039515306</id><published>2009-09-08T21:16:00.004+02:00</published><updated>2009-09-08T21:38:43.567+02:00</updated><title type='text'>Ein Pop-Roman aus... Nürnberg?</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/SqaxJa7GwsI/AAAAAAAAAIE/Ty-IxZo2dzw/s400/nuernberg-railway.jpg" width="450" height="338"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Nürnberg Hauptbahnhof. Auch nachts nichts los. Oder doch? (Foto: maddox84)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;b&gt;Mit &lt;i&gt;Nicht immer aber jetzt&lt;/i&gt;, einem Roman mit wie nebenbei gleich mitgelieferter Poetik, hat der Nürnberger Autor Chris Morenz das Unmögliche geschafft: er legt einen Pop-Roman vor, der in der Franken-Metropole spielt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nürnberg ist hier nicht nur Handlungsort, sondern Epizentrum eines Strudels von Ereignissen, die auf ein hoffmanneskes &lt;i&gt;Abenteuer einer Silvesternacht&lt;/i&gt; hinauslaufen. Chris Morenz, den bislang kein Literaturkritiker auf der Rechnung hatte, kann vielleicht schon bald als Anwärter auf den vakanten Thron des Pop-Königreichs Deutschland gehandelt werden. Sofern die jüngste deutschsprachige Gegenwartsliteratur zu solchen Superlativen fähig ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Autor von &lt;i&gt;Nicht immer aber jetzt&lt;/i&gt; kommt übrigens (natürlich!) aus Nürnberg, studierte in Hildesheim Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis und lebt jetzt wieder: in Nürnberg.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6600516926039515306?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6600516926039515306'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6600516926039515306'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/09/ein-pop-roman-aus-nurnberg.html' title='Ein Pop-Roman aus... Nürnberg?'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/SqaxJa7GwsI/AAAAAAAAAIE/Ty-IxZo2dzw/s72-c/nuernberg-railway.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2423058152328738748</id><published>2009-09-06T13:58:00.013+02:00</published><updated>2009-09-06T20:10:08.678+02:00</updated><title type='text'>Book Design Review Spezialausgabe (1): Buchpaare</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/equinoxiales.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Diese Illustration verkaufte sich 1,5 Millionen mal &amp;ndash; auf der &lt;i&gt;Vermessung der Welt&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Bei aller Mühe, sich in der Flut der Neuerscheinungen durch Originalität von der Masse abzusetzen, verschwinden leider auch die gekonntesten Umschlagillustrationen am Ende der Saison in einem bunten Rauschen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Umso schöner, wenn sich bei genauerer Betrachtung über einen längeren Zeitraum gewisse Zusammenhänge herstellen, die eine ungeahnte Ordnung in das Chaos bringen. &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; hat sich auf die Suche gemacht und einige nicht amtlich eingetragene Buchpartnerschaften in wilder Ehe entdeckt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Ergebnis könnte spannender nicht sein: bei Joseph Conrad und Gabriel García Marquez ist der stereotype „Urwald“ das verbindende Element &amp;ndash; ob Südamerika oder Afrika, spielt keine Rolle. Die berühmte Hobbes’sche &lt;i&gt;Leviathan&lt;/i&gt;-Illustration macht auf einer Arbeit über die &lt;i&gt;Geschichte der Staatsgewalt&lt;/i&gt; eine gute Figur &amp;ndash; in welcher Beziehung sie zu Andreas Maiers Roman &lt;i&gt;Kirillow&lt;/i&gt; steht, bedarf erst noch einer tiefergehenden literaturwissenschaftlichen Betrachtung. Robert Walsers &lt;i&gt;Fritz Kocher&lt;/i&gt; erschien 1904; da ist der zeitliche Abstand zu Félix Vallottons modernem Gemälde &lt;i&gt;La grève blanche&lt;/i&gt; nicht weit, eher aber zu Ian McEwans &lt;i&gt;On The Beach&lt;/i&gt;, das in den frühen sechziger Jahren spielt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zumindest bei Kehlmanns &lt;i&gt;Vermessung der Welt&lt;/i&gt; liegt die Gemeinsamkeit auf der Hand: die eindrucksvolle Illustration „Géographie des plantes equinoxiales“ stammt aus Alexander von Humboldts Feder und wurde auch für die Neuauflage von &lt;i&gt;Reise in die Äquinoktial-Gegenden des Neuen Kontinents&lt;/i&gt; verwendet. Und auch Oskar Schlemmers Illustration wird beiden Büchern, auf denen sie erscheint, gerecht, indem sie sowohl die Komplexität der Kleistschen Figurenwelt als auch die des Schauspielers auf der Bühne veranschaulicht: als eine streng geordnetes Netz von Linien, die das Chaos bändigen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/buchpaar-01.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Oskar Schlemmer: &lt;i&gt;Figur und Raumlineatur&lt;/i&gt; (1924)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/buchpaar-02.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Verschiedene Ausschnitte derselben Dschungel-Szene (&lt;i&gt;Archiv für Kunst und Geschichte, Berlin&lt;/i&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/buchpaar-03.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Abraham Bosse: Kupferstich zu Thomas Hobbes’ &lt;i&gt;Leviathan&lt;/i&gt; (1651)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/buchpaar-04.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Félix Vallotton: &lt;i&gt;La grève blanche, Vasouy&lt;/i&gt; (1913)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/buchpaar-06.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Alexander von Humboldt: „Géographie des plantes equinoxiales“, Bildtafel zu &lt;i&gt;Essai sur la géographie des plantes, accompagné d’un tableau physique des régions équinoxiales&lt;/i&gt; (1805/7)&lt;/span&gt;
&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zu sehen auch im neuen Album „&lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62089327@N00/sets/72157622266852070/" target="new"&gt;Buchpaare&lt;/a&gt;“ auf &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62089327@N00/sets/72157622266852070/" target="new"&gt;flickr.com/t_heda_ilyf_rown&lt;/a&gt;!
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2423058152328738748?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2423058152328738748'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2423058152328738748'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/09/book-design-review-spezialausgabe-1.html' title='Book Design Review Spezialausgabe (1): Buchpaare'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8014968918087699832</id><published>2009-08-25T19:59:00.009+02:00</published><updated>2009-08-25T23:10:52.673+02:00</updated><title type='text'>Die besten Stellenanzeigen der Welt (1)</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Sie ist die Lieblingslektüre des Geisteswissenschaftlers, die Stilblüte des formulierungswütigen Personalers, der heimliche Star der Zeitung: die Stellenanzeige.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein besonders schönes Exemplar haben wir am vergangenen Samstag in freier Wildbahn gesichtet, behutsam durch leichtes Fingerschnippen angelockt und &amp;ndash; zack! &amp;ndash; mit dem Scanner erlegt: Nimm dies, Stellensuchender!&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/stellenanzeige_small.jpg" width="450" height="413" border="0"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und eine kleine Warnung an den Verlag: Schrauben Sie schon einmal Ihre Schreibtische und Bürostühle fest &amp;ndash; die gierigen Verkaufsassistenten kommen!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8014968918087699832?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8014968918087699832'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8014968918087699832'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/08/die-besten-stellenanzeigen-der-welt-1.html' title='Die besten Stellenanzeigen der Welt (1)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-9176387853637844494</id><published>2009-08-19T22:48:00.017+02:00</published><updated>2009-08-23T12:46:25.330+02:00</updated><title type='text'>Franz Kafka laust der Affe: Eine Partie mit Rotpeter</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/schach.jpg" width="450" height="326"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;„Le3 0-0 oder Sb3 Le6?“ &amp;ndash; Welches ist der feinere Zug? (Giulio Campi: „Das Schachspiel“, etwa 1553)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt; &lt;b&gt;Jeder kennt sie, kaum einer versteht sie: Die Schach-Ecke in der Zeitung. Mit kryptischen Anweisungen wie „Le3 0-0, Sb3 Le6“ und Schlimmerem scheint sie in einem Paralleluniversum beheimatet, das für Außenstehende (zu denen sich auch die &lt;i&gt;Daily-Frown&lt;/i&gt;-Redaktion zählt) nahezu hermetisch abgeriegelt ist.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Wiener &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.standard.at" target="new"&gt;Standard&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; hat es nun geschafft: in der letztrigen Wochenend-Ausgabe war das Zeitungs-Schach mit einem gewissen Kniff versehen, der diese Rubrik tatsächlich auch für Fachfremde urbar, oder zumindest zu einem bemerkenswerten Kuriousum* machte. Das Jahr: 1908. Es spielen: Franz Kafka gegen den gebildeten Affen Rotpeter, Hauptperson seiner Erzählung „Bericht für eine Akademie“. Und das klingt so:&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;b&gt;1.e4&lt;/b&gt; Kafka (K): Ich dachte, dieses Spiel könnte Sie interessieren. Goethe nennt es einen „Probierstein des Gehirns“. &lt;b&gt;1... c5&lt;/b&gt; Rotpeter (R): Was heißt! Ich habe Schach schon mit meinem ersten Wärter gespielt, nachdem ich den Schuss abgekriegt hatte und mich erholen musste. Keine uninteressante Anstrengung für einen maroden Affen. Die erste Partie habe ich verloren, dann keine mehr! Sie sind am Zug! &lt;b&gt;2.Sf3 e6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 Sc6 6.Le2&lt;/b&gt; K (&lt;i&gt;lacht bitter&lt;/i&gt;): Aus einer Komödie kann bei genügender Systematik Wirklichkeit werden. &lt;b&gt;6... d5&lt;/b&gt; R: Oder aus Wirklichkeit eine Tragödie. Bei uns Affen spielt man 6.Sdb5 &lt;b&gt;7.exd5&lt;/b&gt; K: Jetzt haben Sie einen isolierten Bauern. &lt;b&gt;7... exd5&lt;/b&gt; R: Isoliert? Was wissen Sie! Ihr Spiel ist doch die Verspottung des Spiels, dieser Bauer ist beweglich, nicht einsam. &lt;b&gt;8.0-0 Le7 9.le3 0-0 10.Sb3 Le6 11.Sb5 a6 12.S5d4 Te8 13.c3&lt;/b&gt; K: Wissen Sie, das Spielen erhält mich, erhält diese Art von Leben. Damit meine ich natürlich nicht, dass mein Leben besser ist, wenn ich nicht spiele, die Angst lässt mich nicht schlafen. &lt;b&gt;13... Dc7&lt;/b&gt;R: Sind Sie betrunken? Was reden Sie von Angst? Schach ist wie das Leben. &lt;b&gt;14.h3&lt;/b&gt; K: wie recht Sie haben, ich bin im Leben nicht mehr als ein Bauer im Spiel. &lt;b&gt;14... Ld6 15. Sc5?!&lt;/b&gt; R: Ach, lassen Sie mich mit derlei in Frieden. Sagen Sie das doch Ihrem Vater. Oder schreiben Sie ihm einen Brief. (...)&lt;/blockquote&gt;
Über fünf Zeilen hinweg diese fiktive Partie mit ihren frotzelnden Protagonisten aufrechtzuerhalten ist eine Leistung, die den Autoren „ruf&amp;ehn“ glänzend gelungen ist. Weitere Folgen (für nächste Woche angekündigt: &lt;i&gt;Sigmund Freund gegen Sigmund Freud&lt;/i&gt;) werden mit Spannung erwartet &amp;ndash; auch wenn Codes wie „3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3“ für den Laien nach wie vor im Bereich des Kryptischen verbleiben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;font size="1"&gt;* Nachträglich bemerkter unkorrigierter Fehler, wohl auf übermäßige Beeinträchtigung des Rechtschreibvermögens durch Filmplakate zurückzuführen, die für nicht-„glourreiche“ tarantineske &lt;i&gt;Basterds&lt;/i&gt; werben.&lt;/font&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-9176387853637844494?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/9176387853637844494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/9176387853637844494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/08/franz-kafka-laust-der-affe-eine-partie.html' title='Franz Kafka laust der Affe: Eine Partie mit Rotpeter'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8817573038687039834</id><published>2009-08-10T23:25:00.009+02:00</published><updated>2009-08-10T23:49:12.669+02:00</updated><title type='text'>Harry Patch (In Memory Of)</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Radiohead präsentieren leider noch kein neues Album (vgl. &lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2007/10/in-rainbows.html"&gt;den Eintrag zur legendären Ankündigung vom 1. Oktober 2007&lt;/a&gt;), haben aber zumindest einen neuen Song aufgenommen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;object width="450" height="355"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/88VPZ74zk6w&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/88VPZ74zk6w&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="450" height="355"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Harry Patch (In Memory Of)“ ist eine Ode an den kürzlich im biblischen Alter von 111 Jahren verstorbenen letzten Veteranen des 1. Weltkriegs.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Text beschränkt sich im Grunde auf diese wenigen Zeilen:&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;i am the only one that got through&lt;br&gt;
the others died where ever they fell&lt;br&gt;
it was an ambush&lt;br&gt;
they came up from all sides&lt;br&gt;
give your leaders each a gun and then let them fight it out themselves&lt;br&gt;
i've seen devils coming up from the ground&lt;br&gt;
i've seen hell upon this earth&lt;br&gt;
the next will be chemical but they will never learn&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Aber die Gesamtwirkung ist vor allem dank Jonny Greenwoods majestätischem Orchestral-Arrangement tief beeindruckend.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und da Radiohead nun mal Radiohead sind, kann man sich den Song ab sofort &lt;a href="http://download.waste.uk.com/" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; für 1 &amp;pound; herunterladen. &lt;i&gt;The proceeds of this song will go to the British Legion.&lt;/i&gt; Thanks Thom!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8817573038687039834?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8817573038687039834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8817573038687039834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/08/harry-patch-in-memory-of.html' title='Harry Patch (In Memory Of)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8994679371356129459</id><published>2009-07-22T08:17:00.011+02:00</published><updated>2009-07-22T23:15:16.244+02:00</updated><title type='text'>Back in Paperback: Jörg Fauser</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/fauser-frown.jpg" width="450" height="290"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Ein Meister des klassischen &lt;i&gt;Frowns&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Darauf haben viele Fauser-Fans gewartet: Endlich sind die Bücher von Jörg Fauser (1944-1987) wieder als Paperback erhältlich.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Schweizer &lt;a href="http://www.diogenes.ch/leser/autoren/a-z/f/fauser_joerg/biographie" target="new"&gt;Diogenes-Verlag&lt;/a&gt; hat sich still und (noch!) unbemerkt an eine Neuedition der bisher nur im Berliner &lt;a href="http://www.alexander-verlag.com/paymate/search.php?vid=1&amp;peid=27" target="new"&gt;Alexander Verlag&lt;/a&gt; erhältlichen Werkausgabe in neun Bänden gemacht, die vorzüglich, aber auch teuer war. Nun also Fauser für alle! &lt;br&gt;&lt;br&gt;Ach ja: Jörg Fauser, der da oben so herrlich finster ins Leere schaut (man könnte auch sagen: &lt;i&gt;frownt&lt;/i&gt;), war nicht nur Fixer, Trinker und hat sich im Vollrausch auf der Autobahn verlaufen, was ihm zum Verhängnis wurde. Er war auch Aushilfsangestellter bei der Post, Flughafenarbeiter, Nachtwächter. Und nebenbei einer der besten, vielleicht sogar der einzig wirklich &lt;i&gt;coole&lt;/i&gt; Schreiber der alten Tante BRD. Den es sich jetzt um so mehr wiederzuentdecken lohnt.&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/fauser-diogenes.jpg" width="450" height="236"&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8994679371356129459?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8994679371356129459'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8994679371356129459'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/07/diogenes-meets-fauser.html' title='Back in Paperback: Jörg Fauser'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3700680427504793920</id><published>2009-06-30T21:31:00.009+02:00</published><updated>2009-06-30T23:20:05.362+02:00</updated><title type='text'>Eine Postkarte aus Bergen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/post-aus-bergen.jpg" width="450" height="346"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Die gute Nachricht kam virtuell als stimmungsvolle Postkarte aus Bergen.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;In diesem Jahr wird es endlich wieder ein neues &lt;i&gt;Kings of Convenience&lt;/i&gt;-Album geben. Und es ist erst das dritte! Ein Überblick über die vergangenen Ereignisse.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Während „Riot On An Empty Street“, das letzte Studioalbum der „norwegischen Pop-Poeten mit Akustikgitarre“ (so &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,138359,00.html" target="new"&gt;Spiegel Online&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; anno 2001),  bereits volle fünf Jahre her ist (Das Debüt „Quiet Is The New Loud“ erschien 2001), hatte vor allem Erlend &amp;Oslash;ye mit einigen Projekten von sich Reden gemacht. Darunter das Solo-Album „Unrest“ (2003), das er mit Elektro-DJs aus zehn verschiedenen europäischen Städten produzierte; die „DJ-Kicks“-Compilation von 2004, mit lustigen Anmoderationen und Overdub-Gesang; und nicht zu vergessen &lt;i&gt;The Whitest Boy Alive&lt;/i&gt;, in Berlin gegründet, die seit 2006 auch schon zwei Alben (also so viele wie die &lt;i&gt;Kings&lt;/i&gt;!) auf dem Markt haben. Eirik Glambek B&amp;oslash;e hat bei einigen Konzerten von &lt;i&gt;The Whitest Boy Alive&lt;/i&gt; mit seiner neuen Band &lt;i&gt;Kommode&lt;/i&gt; im Vorprogramm mitgespielt. Ein Album ist aber, im Gegensatz zum vor Arbeitseifer strotzenden &amp;Oslash;ye, nicht in Sicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Doch nun wird uns wohlwollend versichert: Good things come to those who wait!&lt;blockquote class="modified"&gt;We know it's taken a while but finally we are done with our third album. It will be released in the very end of September and after that we will go on tour :-)&lt;/blockquote&gt;Ein Grund zur Freude!&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/post-aus-bergen-back.jpg" width="450" height="362"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;(&lt;a href="http://www.kingsofconvenience.com" target="new"&gt;www.kingsofconvenience.com&lt;/a&gt;)


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3700680427504793920?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3700680427504793920'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3700680427504793920'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/06/eine-postkarte-aus-bergen.html' title='Eine Postkarte aus Bergen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1816107965297478014</id><published>2009-06-23T22:32:00.006+02:00</published><updated>2009-06-23T22:48:33.993+02:00</updated><title type='text'>Neues aus dem Bauchladen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Wie war das noch gleich mit den E-Books? Massenhafte Digitalisierung durch &lt;a href="http://books.google.com/" target="new"&gt;Google&lt;/a&gt;? Mysterium &lt;a href="http://www.amazon.com/kindle-store-ebooks-newspapers-blogs/b/ref=sa_menu_kstore3/182-9959199-5171751?_encoding=UTF8&amp;node=133141011&amp;pf_rd_m=ATVPDKIKX0DER&amp;pf_rd_s=left-nav-1&amp;pf_rd_r=1JDZ2Q5ATE6WV1Z0GQQ1&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=328655101&amp;pf_rd_i=507846" target="new"&gt;Amazon Kindle&lt;/a&gt;? Panik?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Alles Kinderkram! Lest mehr Lem! Aus dem &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.suhrkamp.de/buecher/der_futurologische_kongress-stanislaw_lem_37034.html" target="new"&gt;Futurologischen Kongre&amp;szlig;&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; (den Erinnerungen Ijon Tichys an die Zukunft), 1979:&lt;blockquote class="modified"&gt;4. 9. 2039. Endlich habe ich erfahren, wie man sich eine Enzyklopädie beschafft. Ja, noch mehr, ich besitze schon eine. Sie füllt drei gläserne Ampullen. Ich habe sie im wissenschaftlichen Bauchladen gekauft. Bücher liest man jetzt nicht mehr; man verschlingt sie. Sie bestehen nicht aus Papier, sondern aus einer Informationssubstanz mt einer Hülle von Zuckergu&amp;szlig;... „Bauchladen“ &amp;ndash; weil Bildung jetzt durch den Magen geht? .... Unter so angenehmen Bedingungen wollte ich gleich meinen Bildungshunger stillen, aber schon die ersten Bände der Enzyklopädie verursachten eine hä&amp;szlig;liche Darmverstimmung. Der Reporter Bill warnte mich vor Überlastung des Kopfes durch entbehrliche Kenntnisse, da ja dessen Fassungsraum nicht unbegrenzt ist.&lt;/blockquote&gt;


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1816107965297478014?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1816107965297478014'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1816107965297478014'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/06/neues-aus-dem-bauchladen.html' title='Neues aus dem Bauchladen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1152611514366906708</id><published>2009-06-22T00:18:00.002+02:00</published><updated>2009-06-22T00:21:11.945+02:00</updated><title type='text'>Bob Dylan Mashup Album</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/dylanmashed.jpg" width="450" height="568"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Title says it all, &lt;i&gt;man&lt;/i&gt;!&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.totom.dj/index.php?2009/06/19/82-dylan-mashed" target="new"&gt;Link&lt;/a&gt; (via &lt;a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/21/bob-dylan-mashup-album/" target="new"&gt;Nerdcore&lt;/a&gt;)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1152611514366906708?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1152611514366906708'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1152611514366906708'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/06/bob-dylan-mashup-album.html' title='Bob Dylan Mashup Album'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6230660608041233625</id><published>2009-06-20T17:19:00.005+02:00</published><updated>2009-06-20T17:51:24.985+02:00</updated><title type='text'>Best of Wikipedia (1)</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/darkside.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Die dunkle Seite des Mondes, &lt;a class="minilink2" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mond#Erdabgewandte_Seite" target="new"&gt;redensartlich zumindest&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Erster Teil der neuen Serie: Witziges, Obskures oder einfach Originelles aus den Randgebieten der Encyclopædia Wikipediana. Heutiges Thema: Der Mond!&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aus dem Artikel „&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mond" target="new"&gt;Mond&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mond#Eigentumsverh.C3.A4ltnisse" target="new"&gt;Eigentumsverhältnisse&lt;/a&gt;“:&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Der Deutsche Martin Jürgens aus Westerkappeln in Westfalen erhebt ebenfalls Anspruch auf den Mond. Laut einer Schenkungsurkunde vom 15. Juli 1756, ausgestellt und unterzeichnet von König Friedrich dem Großen von Preußen, wurden die Rechte am Mond an die Familie Jürgens als Dank für geleistete Dienste übertragen (‚Jetzo soll ihm der Mond gehören’). In dieser Urkunde wurde festgelegt, dass der Himmelskörper jeweils an den jüngsten Sohn weitervererbt werden soll. Die Familie Jürgens verfügt so über die ältesten verbrieften Eigentumsrechte am Mond. Allerdings bleibt die Frage, wer Friedrich dem Großen das Recht verliehen hat, den Mond zu ‚verschenken’.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aus dem Artikel „&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4se" target="new"&gt;Käse&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%A4se#Herkunft" target="new"&gt;Herkunft&lt;/a&gt;“:&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Käse ist besonders im westlichen Kulturkreis sehr verbreitet. Man kann von bis zu 5000 verschiedenen Käsesorten ausgehen, wobei sich auch Käse gleicher Sortenbezeichnung von Käserei zu Käserei unterscheiden. Das Land mit der größten Käseproduktion weltweit sind die USA.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aus dem Artikel „&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Side_of_the_Moon" target="new"&gt;Dark Side of the Moon (Album)&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dark_Side_of_the_Moon#Entstehung" target="new"&gt;Entstehung&lt;/a&gt;“:&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Das Werk schließt mit einem Satz des damaligen Pförtners der Abbey-Road Studios, Jerry Driscoll, der zum Thema gefragt sagte: ‚There is no dark side in the moon, really; (as a) matter of fact it’s all dark.’ (Sein darauffolgender Satz ‚The only thing that makes it look light is the sun’ wurde auf dem Album nicht verwendet.)“
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6230660608041233625?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6230660608041233625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6230660608041233625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/06/best-of-wikipedia-1.html' title='Best of Wikipedia (1)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4398524729296143584</id><published>2009-06-07T23:20:00.003+02:00</published><updated>2009-06-07T23:34:28.747+02:00</updated><title type='text'>Ein stiller Thriller: The Limits of Control</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/limits-de-bankole.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Der Zuschauer kann bis zum Ende des Filmes nur vermuten, was der Auftrag des geheimnisvollen namenlosen Mannes, gespielt von Issach de Bankolé, ist.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Jim Jarmuschs neuer Film „The Limits of Control“ lebt von seiner ruhigen Atmosphäre und seiner Rätselhaftigkeit.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Eine Gastrezension von &lt;a href="http://sevenstories.blog.de/" target="new"&gt;Stephan Thomas&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Ein Mann mit einem rosa Hemd und einem glänzend blauen Anzug geht durch die Empfangshalle eines Flughafens. Er setzt sich zu zwei Männern, die Sonnenbrillen tragen. Die drei schauen sich wissend an. Der Mann im blauen Anzug erhält eine geheime Anweisung von seinen Auftraggebern: „Gehen Sie zu den zwei Türmen. Achten Sie auf die Violine.“ Alles deutet auf eine geheime Absprache unter Kriminellen oder Verschwörern hin. Im weiteren Gespräch geben die beiden Herren mit Sonnenbrillen dann allerdings Lebensweisheiten von sich wie: „Wer denkt, er sei besser als die anderen, der soll zum Friedhof gehen und sehen, was er ist: Eine Handvoll Erde.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Wie passt das zusammen? Jim Jarmuschs neuer Film „The Limits of Control“ ist kein typischer Gangsterfilm. Es geht darin nicht actionreich oder gar brutal zu. Die Hauptfigur, der Mann im glänzend blauen Anzug, wird gespielt von Isaach de Bankolé. Er verleiht mit markanten Wangenknochen und schmalen Augen der Figur ein charismatisches Äußeres. Bankolé war als ugandischer Armeechef in „James Bond: Casino Royale“ zu sehen und spielte bereits in mehreren Filmen von Jim Jarmusch mit. In „The Limits of Control“ heißt er im Abspann nur „Lone Man“ &amp;ndash; der einsame Mann. Die stille Art des Protagonisten zu reden und seine kontrollierten Bewegungen bringen den Zuschauer in seinen Bann. Entschlossen und kaum Emotionen zeigend geht er seinen Weg. Eine Frau, die ein paar Tage bei ihm schläft, bringt es auf den Punkt: „Keine Pistolen, kein Sex, keine Handys &amp;ndash; wie hältst du das aus?“ Er hält es allerdings aus und ist durch nichts an der Ausführung seines Auftrages abzubringen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
In ruhigen, ausgewogenen Bildern begleitet der Zuschauer den schweigsamen Mann auf seinem Weg. Seine Reise geht durch Spanien, von der Großstadt Madrid bis in ein ländliches Bergdorf. Was das Ziel der Reise ist, erfährt der Zuschauer erst zum Schluss. Doch das scheint auch nicht so entscheidend zu sein. Es geht eher um den Weg der Hauptfigur und um die Kontaktpersonen, die er in regelmäßigen Abständen trifft: Ein junger Mann mit Cowboyhut, eine mysteriöse Frau mit weißer Sonnenbrille und Trenchcoat oder ein älterer Mann mit einem Gitarrenkoffer sind nur drei der Kontaktpersonen. Was sie ihm erzählen, ist durchweg rätselhaft. Sie scheinen alle eine Leidenschaft für Kunst, Musik oder Wissenschaft zu teilen; ein Mann mit einem Geigenkoffer stellt die Theorie auf, dass Streichinstrumente aus Holz ein Gedächtnis für die Töne haben, die auf ihnen gespielt werden. Ist das Gespräch nur Tarnung eines Austausches von geheimen Informationen? Wahrscheinlich, denn in den Gesprächen taucht immer wieder derselbe Erkennungssatz „Sie sprechen wohl kein Spanisch?“ auf. Die Antwort des „Lone Man“ lautet darauf immer „Nein.“ Viel mehr sagt er auch nicht, während die Kontaktpersonen ihre Gedanken zu Filmen, Molekularbiologie oder Kunst äußern.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Der Zuschauer muss selbst seine Schlüsse daraus ziehen, was das Gesagte mit der Handlung zu tun haben könnte. Die gespannte Stimmung des Filmes wird durch die eingesetzte Musik verstärkt. Psychedelische, nachhallende Gitarren und ein monotoner Schlagzeugrhythmus ergeben zusammen mit Bildern der kargen, trockenen Landschaft Spaniens eine fast hypnotische Wirkung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Jim Jarmusch überlässt es in „The Limits of Control“ dem Zuschauer, Stellung zum Verhalten der Figuren zu beziehen. Motive für die Handlungen der Hauptfigur oder Hintergründe werden nicht geliefert. Der Film lebt mehr von seiner ruhigen Grundstimmung und Rätselhaftigkeit als von einer abwechslungsreichen Handlung. Dabei gibt es auch durchaus komische Szenen, in denen der Regisseur Selbstironie zeigt. Etwa wenn die Frau in weißem Trenchcoat, gespielt von Tilda Swinton, im Café sagt: „An kleinen Details in alten Filmen, etwa wie ein Zug aussieht oder wie jemand raucht, erkennt man wie die Zeit früher wirklich war.“ Die nächste Einstellung zeigt, wie ein Kellner lässig an eine Wand gelehnt steht und raucht. Wer sich auf diese Art Humor und auf die ruhigen, fast meditativen zwei Stunden, die der Film dauert, einlassen kann, wird „The Limits of Control“ genießen. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4398524729296143584?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4398524729296143584'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4398524729296143584'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/06/ein-stiller-thriller-limits-of-control.html' title='Ein stiller Thriller: The Limits of Control'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-947972931184183644</id><published>2009-05-27T16:32:00.012+02:00</published><updated>2009-05-27T22:53:23.298+02:00</updated><title type='text'>Herzlichen Glückwunsch, Charlotte Gainsbourg</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/gainsbourg-beck.jpg" width="450" height="342"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Im Studio mit Beck: Charlotte Gainsbourg 2009 (&lt;a href="http://www.charlottegainsbourg.fr/" class="minilink2" target="new"&gt;www.charlottegainsbourg.fr&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Charlotte Gainsbourg, Schauspielerin, Sängerin, und schon länger Anwärterin als Hauptperson für einen hiesigen Blog-Eintrag, hat in Cannes die Goldene Palme als beste Darstellerin gewonnen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Endlich also eine Gelegenheit, die Frauenquote bei &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; zu heben und mit einem hübschen Schwarz-Weiß-Foto aufzumachen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Gainsbourg spielt im Film „Antichrist“ eine traumatisierte Mutter, die den Verlust ihres Kindes mit einer fragwürdigen Therapie zu verarbeiten versucht. Regisseur Lars von Trier inszeniert die Geschichte auf besonders blutrünstige Art und Weise, wie Medienberichten bereits zu entnehmen ist:&lt;blockquote class="modified"&gt;Die therapeutischen Sitzungen bringen Böses und Wahnsinn in der Frau zum Vorschein, und was zur Heilung dienen sollte, wird zum alptraumhaften Exorzismus, der übel endet. Während Eicheln wie tote Samenkapseln auf das Dach des Hauses prasseln, setzt sich drinnen eine zerstörerische Spirale aus Sex und Gewalt in Gang, an deren Ende es einen Blut ejakulierenden Penis, eigenhändig beschnittene Schamlippen sowie eine ganz und gar wörtlich zu nehmende Interpretation der Redewendung „Klotz am Bein“ gibt.&lt;/blockquote&gt;So weit &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,625455,00.html" target="new"&gt;das Leitmedium&lt;/a&gt;. Im &lt;a href="http://www.festival-cannes.com/assets/Image/Direct/029841.PDF" target="new"&gt;Presseheft&lt;/a&gt; zu „Antichrist“ findet sich auch eine düstere Sex-Szene mit Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe, die auf einem Geflecht von Baumwurzeln und ausgestreckten Armen liegen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nach dem Auftritt im (Nicht-)Dylan-Film „I'm Not There“ nebst Soundtrack-Beitrag im dahingeauchten Stil vom 2006 veröffentlichten, sehr hörenswerten Solo-Album „5:55“ nun also &lt;i&gt;another side of&lt;/i&gt; Gainsbourg. Das nächste Album entsteht übrigens momentan in Zusammenarbeit mit niemand Geringerem als Beck (s.o.!). Ob traumatische Erfahrungen mit von Trier (der ja wiederum seinerseits bereits Erfahrungen im Sängerinnen-Quälen hat: &lt;a href="http://www.imdb.com/title/tt0168629/" target="new"&gt;Dancer in The Dark&lt;/a&gt;!) in die Musik einfließen werden, ist noch nicht bekannt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-947972931184183644?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/947972931184183644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/947972931184183644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/05/herzlichen-gluckwunsch-charlotte.html' title='Herzlichen Glückwunsch, Charlotte Gainsbourg'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-373577880638802579</id><published>2009-05-21T21:36:00.013+02:00</published><updated>2009-05-21T23:39:44.555+02:00</updated><title type='text'>Walls Come Tumbling</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Ausflug in die Geschichte der Apokalypsendarstellung von 1493 bis heute: eines der bedeutendsten Zeugnisse spätmittelalterlicher Buchkunst ist die „Schedelsche Weltchronik“, eine Geschichte der Welt von den Anfängen bis ins (damalige) Heute. Ihr künstlerischer Einfluss hält bis heute an.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Direkt in die digitalisierte Version eines Original-Exemplars kann man über die Bayerische Staatsbibliothek zu München &lt;a href="http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0003/bsb00034024/images/"&gt;einsteigen&lt;/a&gt;. Zu den prächtigen Illustrationen zählt auch die der Zerstörung Babylons (&lt;a href="http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0003/bsb00034024/images/index.html?seite=203" target="new"&gt;vgl. folio LXV&lt;/a&gt;):&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/chronica-big.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/chronica-small.jpg" width="450" height"393"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie schnell man von Hartmann Schedel zu Radioheads Frontmann Thom Yorke kommt, zeigt dieser Kurzschluss: Gelesen hat das Werk Schedels nämlich auch der Künstler und Radiohead-Illustrator Stanley Donwood, der sich eben von obigem Bild zu seiner Werkserie &lt;a href="http://www.slowlydownward.com/lv01.html" target="new"&gt;„London Views“&lt;/a&gt; inspirieren ließ (Ausschnitt):&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/eraserfull.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/eraser_cut.jpg" width="450" height"300"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Diese besteht aus mehreren Holzschnitten, die den Untergang Londons durch eine fiktive Themse-Flut künstlerisch darstellen. Thom Yorke gefiel die Idee wohl so gut, dass er die Bilder für sein zur selben Zeit entstandenes Soloalbum „&lt;a href="http://www.theeraser.net/Stage1UK/" target="new"&gt;The Eraser&lt;/a&gt;“ verwendete.&lt;br&gt;&lt;br&gt;So hat spätmittelalterliche Apokalypsendarstellung bis heute ungeahnten Einfluss &amp;ndash; und taucht an den unwahrscheinlichsten Stellen wieder auf. Q.E.D.
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-373577880638802579?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/373577880638802579'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/373577880638802579'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/05/walls-come-tumbling.html' title='Walls Come Tumbling'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-347841637800769853</id><published>2009-05-21T19:19:00.025+02:00</published><updated>2009-05-21T21:22:47.818+02:00</updated><title type='text'>Partystimmung. Wilco: The Album</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/wilco09.jpg" width="450" height="450"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Party like an animal; mit Papierhütchen und Fraktur. Nicht zwingend illustrativ zur Musik.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Nach Kindergeburtstag klingt es zwar nicht, aber es ist auch nicht gerade ein Trauerkloß geworden. Erste Eindrücke zum neuen „Wilco (The Album)“ anhand von „Wilco (The Stream)“, 2009.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man könnte meinen, die Welt von Jeff Tweedy wird leichter und leichter. War schon auf &lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2007/05/der-himmelblaue-himmel.html"&gt;„Sky Blue Sky“ die Siebziger-Jahre-Referenz-Maschine auf Hochtouren&lt;/a&gt;, was wohliges Gitarren-Gequirle zur Folge hatte, lautet nun die Parole: „I don't care anymore!“ (aus dem passenderweise im Mittelteil platzierten Stück „You Never Know“). Der stilistische Freibrief sorgt dafür, dass sich verschwitzte Orgeln mal zu singenden Sägen, mal zu Byrds-Akkorden gesellen; zwischendurch rumpelt es kräftig und dann schaut auf einmal als samtweiche Gastsängerin Feist um die Ecke („You And I“). Es darf auch im eigenen Werk zitiert werden: das experimentierfreudige „A Ghost Is Born“ (2004) klingt mehrmals an, nie aber im sterilen Pro Tools Sound, der dem Vorgänger ein allzu glattes Klangbild aufgedrückt hatte. Im besten Sinne Americana, Folk und Alternative Country, die eigentlichen Wurzeln dieser schon durch viele Wechselbäder gegangenen Band, scheinen wieder die Maxime zu werden. Hinterher ist man halt immer schlauer.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;a href="http://beta.wilcoworld.net/records/disco.php" target="new"&gt;Wilco (The Album)&lt;/a&gt; wird am 30. Juni 2009 bei Nonesuch (Warner) erscheinen. Nachdem bereits vorab Kopien im Netz aufgetaucht waren, stellte die Band kurzerhand „Wilco (The Stream)“ &lt;a href="http://wilcoworld.net/records/thealbum/" target="new"&gt;auf ihrer Webseite bereit&lt;/a&gt; (nach aktuellem Stand wieder entfernt), um, nach eigenen Angaben, Fans das zeitraubende Suchen nach dem &lt;i&gt;Leak&lt;/i&gt; zu ersparen. Außerdem solle doch jeder, der das Album illegal heruntergeladen habe, dafür bitteschön etwas Gutes tun:&lt;blockquote class="modified"&gt;The band also suggested that those who illegally downloaded the album make a donation to Inspiration Corporation, one of the band's favourite charities that helps low-income and homeless individuals in Chicago, the band's hometown. (via &lt;a href="http://www.nme.com/news/wilco/44643" target="new"&gt;NME&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;So wird mit „Wilco (The Album)“ 2009 die Welt wieder ein Stückchen schöner und vielleicht sogar, wie diese Pointe zeigt, ein bißchen besser.


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-347841637800769853?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/347841637800769853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/347841637800769853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/05/partystimmung-wilco-album.html' title='Partystimmung. Wilco: The Album'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-765580915475940771</id><published>2009-05-21T13:28:00.006+02:00</published><updated>2009-05-21T13:44:26.315+02:00</updated><title type='text'>Suhrkamp 2.0</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/suhrkamp20.jpg" width="450" height="349"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Weiß mit einem Tüpfelchen Blau: das neue www.suhrkamp.de-Feeling&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wenn der ehrwürdige Suhrkamp-Verlag seine Website umgestaltet, ist das schon mal eine Meldung wert.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Webredaktion teilt zum Relaunch mit: &lt;blockquote class="modified"&gt;(..) Noch mehr als bisher sollen unsere Bücher und Autoren im Mittelpunkt stehen. Sie werden feststellen, dass es nun mithilfe neuer Suchfunktionen und Überblicksseiten ganz einfach geworden ist, sich im Web durch die ganze Breite unseres Programms zu navigieren und aktuelle Bücher genauso schnell zu finden wie diejenigen der letzten 60 Jahre.&lt;/blockquote&gt;Während vor allem der nun komplett vertikale (trendige) Seitenaufbau ohne die altbekannte linke Navigationsleiste für zeitweise Orientierungslosigkeit sorgt, ist die neue großformatige Bewerbung von jeweils fünf Top-Titeln auf der Einstiegsseite eine schöne Neuerung. Und damit auch das 2.0 seine Rechtfertigung hat, wird mit dem Labels „Audio“, „Video“ und der obligatorischen Tag Cloud am rechten Rand nicht hinterm Berg gehalten. Fazit: die neue Suhrkamp-Seite wirkt luftiger, dynamischer, webzweinulliger und geht damit &amp;ndash; für einen ehrwürdigen Verlag in der traditionsbewussten deutschen Verlagslandschaft &amp;ndash; einen mutigen Schritt nach vorne.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Zum Suhrkamp 2.0 Look &amp; Feel: &lt;a href="http://www.suhrkamp.de"&gt;www.suhrkamp.de&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-765580915475940771?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/765580915475940771'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/765580915475940771'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/05/suhrkamp-20.html' title='Suhrkamp 2.0'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8479666536403374682</id><published>2009-04-26T15:11:00.005+02:00</published><updated>2009-05-12T12:59:33.896+02:00</updated><title type='text'>fabe's Book Design Review</title><content type='html'>&lt;div style="text-align:justify;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;b&gt;Eigenwerbung, flickr-Erweiterung von &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;.&lt;/b&gt;

Drüben bei &lt;a href="http://www.flickr.com/photos/62089327@N00/"&gt;flickr&lt;/a&gt; gibt es jetzt, gewissermaßen als Unterabteilung dieses Blogs, eine Galerie mit dem Schönsten, was das Buchdesign der letzten 50 Jahre hergibt. Darunter übliche Verdächtige wie Kafka, Handke und Philip Roth. Aber auch ein paar Geheimtipps wie etwa Leo Perutz oder Ulrike Almut Sandig. Die Liste wird ständig erweitert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;object width="450" height="325"&gt; &lt;param name="flashvars" value="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2F62089327%40N00%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F62089327%40N00%2F&amp;amp;user_id=62089327@N00&amp;amp;jump_to="&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=70933"&gt; &lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=70933" allowfullscreen="true" flashvars="offsite=true&amp;amp;lang=en-us&amp;amp;page_show_url=%2Fphotos%2F62089327%40N00%2Fshow%2F&amp;amp;page_show_back_url=%2Fphotos%2F62089327%40N00%2F&amp;amp;user_id=62089327@N00&amp;amp;jump_to=" width="450" height="325"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8479666536403374682?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8479666536403374682'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8479666536403374682'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/04/fabe-book-design-review.html' title='fabe&amp;#39;s Book Design Review'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4461432299011509954</id><published>2009-04-07T21:39:00.010+02:00</published><updated>2009-09-08T23:06:30.664+02:00</updated><title type='text'>Ein Landarzt aus Bielefeld, Marginalien</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;center&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/landarzt-bielefeld-1.jpg" width="450" height="325"&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Einstiegsseite des Bielefelder Digitalisats&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Eine digitale Möglichkeit zur originären Werkexegese von Franz Kafkas zweitem zu Lebzeiten erschienenen Erzählungsband „Ein Landarzt“ bietet die &lt;a href="http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/2006/kafka_landarzt/" target="new"&gt;Universitätsbibliothek Bielefeld&lt;/a&gt;, wie &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; zufällig herausfand.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das 1919 im Kurt Wolff Verlag erschienene Büchlein überrascht vor allem durch die ungewöhnlich groß gesetzten Lettern, in denen die Erzählungen daherkommen: der „Bericht für eine Akademie“ beginnt mit sechs Zeilen, die vollständig gefüllten Seiten kommen gerade einmal auf sechzehn.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;center&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/landarzt-bielefeld-2.jpg" width="450" height="271"&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;Eine kurze Recherche ergibt, dass dies keineswegs aus einer Schnapslaune der Druckerei heraus entstanden war: schon bei seinem ersten Buch „Betrachtung“ hatte Kafka gegenüber dem Verleger als einzigen Wunsch &lt;a href="http://www.odaha.com/franzkafka/Breife1902-1924.pdf" target="new"&gt;angegeben&lt;/a&gt;, „die größte Schrift, die innerhalb jener Absichten möglich ist, die Sie mit dem Buch haben“, zu benutzen. Später schrieb er dagegen schon etwas kritischer an &lt;a href="http://www.odaha.com/franzkafka/BriefeAnFelice.pdf" target="new"&gt;Felice Bauer&lt;/a&gt;:&lt;blockquote class="modified"&gt;Wie gefällt Ihnen die Schriftprobe (das Papier wird natürlich anders sein?) Sie ist zweifellos ein wenig übertrieben schön und würde besser für die Gesetzestafeln Moses passen als für meine kleinen Winkelzüge. Nun wird es aber schon so gedruckt.&lt;/blockquote&gt;Ein weitere kafkaeske Tiergeschichte kann man übrigens &lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/verlag/" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; online lesen: „Forschungen eines Hundes“ ist als „Band“ 1 im „Daily Frown Verlag“ erschienen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und wer gerne eine Erstausgabe der „Betrachtung“ in den Händen halten möchte, beschaffe sich 10.000 Euro und besuche das &lt;a href="http://www.zvab.com/advancedSearch.do?author=kafka&amp;publisher=&amp;title=betrachtung&amp;keyword=&amp;anyWords=&amp;isbn=&amp;publicationYearFrom=&amp;publicationYearTo=&amp;priceFrom=&amp;priceTo=&amp;itemMedium=al&amp;displayCurrency=EUR&amp;countryOfSeller=all&amp;lastXDays=-1&amp;languageOfBook=all&amp;sortBy=7&amp;itemsPerPage=10&amp;totalItemCount=200" target="new"&gt;ZVAB&lt;/a&gt;.

&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4461432299011509954?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4461432299011509954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4461432299011509954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/04/ein-landarzt-aus-bielefeld-marginalien.html' title='Ein Landarzt aus Bielefeld, Marginalien'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1476801126002718978</id><published>2009-03-18T12:51:00.008+01:00</published><updated>2009-03-19T09:12:26.722+01:00</updated><title type='text'>Unterwegs von Grass zu SPIEGEL WISSEN</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/grass-unterwegs.jpg" width="450" height="394"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Heuschrecken anno 1990: Ausschnitt aus der Umschlagabbildung von „Unterwegs“&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wer mit Günter Grass nochmals durchs ereignisreiche Jahr 1990 gehen will, hat dazu nun Gelegenheit: Mit &lt;a href="http://www.steidl.de/grass_tagebuch/" target="new"&gt;„Unterwegs von Deutschland nach Deutschland“&lt;/a&gt; erscheint pünktlich zum Jubiläumsjahr 2009 das Tagebuch aus der Zeit der politischen Wende 1989/90.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Neben politisch Schwergewichtigem („Gestern waren Björn Engholm und ich in meinem Atelier. Ich skizzierte ihm meine Vorstellungen künftiger Deutschlandpolitik und eventueller Zusammenarbeit“) gibt G.G. hier Auskunft über Lektüren (Philip Roth, Salman Rushdie, Rainer Maria Rilke und eine Charlie-Chaplin-Biographie), Kochrezepte (Kaninchen in Rotwein), Wehwehchen (Darmspiegelung) und die Kakteenzucht in Portugal, Behlendorf und Dänemark.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erhellend sind die Notizen über die Entstehung von „Unkenrufe“ und „Ein weites Feld“ sowie einiger Reden, die Grass an verschiedenen Orten gehalten hat. Diese hat der Steidl-Verlag publikumswirksam unter dem Titel &lt;a href="http://www.amazon.de/Als-Zug-abfuhr-R%C3%BCckbliche-Wende/dp/3865219020/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237377051&amp;sr=8-1" target="new"&gt;„Als der Zug abfuhr“&lt;/a&gt; nun noch einmal in einer kleinen Softcoverausgabe auf den Markt geworfen. Prinzipiell überflüssig, da der deckungsgleiche Band &lt;a href="http://www.amazon.de/Ein-Schn%C3%A4ppchen-namens-DDR-Glockengel%C3%A4ut/dp/3423118253/ref=sr_1_33?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1237377868&amp;sr=8-33" target="new"&gt;„Ein Schnäppchen namens DDR“&lt;/a&gt; offenbar ebenfalls noch lieferbar ist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die zahlreichen intertextuellen Verweise aus „Unterwegs“ lassen sich aber auch schön mit dem Volltextarchiv von &lt;i&gt;Spiegel Online&lt;/i&gt; verfolgen: So etwa die &lt;a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/33/59/dokument.html?titel=Zu+gro%C3%9F%2C+zu+t%C3%BCchtig%2C+zu+m%C3%A4chtig&amp;id=13499533&amp;top=SPIEGEL&amp;suchbegriff=%22zu+gro%C3%9F%2C+zu+t%C3%BCchtig%2C+zu+m%C3%A4chtig%22&amp;quellen=&amp;qcrubrik=artikel" target="new"&gt;Titelgeschichte Rudolf Augsteins vom 2.7.1990&lt;/a&gt;, den Grass in seinem Tagebuch als „Geschichtspauker alter Schule (rechtsliberal bis deutschnational)“ apostrophiert, oder das &lt;a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/67/17/dokument.html?titel=N%C3%B6tige+Kritik+oder+Hinrichtung%3F&amp;id=13507176&amp;top=SPIEGEL&amp;suchbegriff=n%C3%B6tige+kritik+oder+hinrichtung&amp;quellen=&amp;qcrubrik=artikel" target="new"&gt;Interview vom 16.7.1990&lt;/a&gt; mit („dem mir widerlich gewordenen“) Hellmuth Karasek, zu dem Grass nur bemerkt: „verlief einigermaßen zivilisiert“.
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1476801126002718978?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1476801126002718978'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1476801126002718978'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/03/unterwegs-von-grass-zu-spiegel-wissen.html' title='Unterwegs von Grass zu SPIEGEL WISSEN'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4926842348979462120</id><published>2009-03-09T11:58:00.013+01:00</published><updated>2009-03-09T13:59:58.983+01:00</updated><title type='text'>Politische Gedichte und schöne Bücher</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zimmerlautstaerke_klein.jpg" width="450" height="250"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Ein fallender Engel? Ikarus? Titelillustration zu „zimmerlautstärke“&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Reiner Kunze, der in diesem Jahr den &lt;a href="http://www.memmingen.de/1822.html" target="new"&gt;Memminger Freiheitspreis&lt;/a&gt; &lt;i&gt;und&lt;/i&gt; den &lt;a href="http://www.lg-th.de/webseite.asp?id=18021&amp;m=20&amp;b=&amp;artikelid=22442" target="new"&gt;Thüringer Literaturpreis&lt;/a&gt; erhält, ist bekannt für sein Prosabuch „Die wunderbaren Jahre“ (1976), nach dessen Veröffentlichung er die DDR verlassen musste, und seine aufs Knappste verdichtete Lyrik, die er ausschließlich in Kleinschreibung („sensible wege“, „die mauer“) verfasst.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Gedichtband „zimmerlautstärke“, ursprünglich 1972 bei &lt;a href="http://www.fischerverlage.de" target="new"&gt;S. Fischer&lt;/a&gt; erschienen, fällt in der letzten Auflage von 2003 aber auch durch seine ungewöhnliche Umschlaggestaltung ins Auge: unterhalb von einem einfachen Holzschnitt erscheinen Autor, Titel und Verlag linksbündig in schwarzer Schrift auf einer reinen weißen Fläche. Das nur 67 Seiten starke Taschenbuch wirkt dadurch federleicht, was in einem paradoxen Verhältnis zu der politischen Tragweite von Kunzes DDR-kritischen Veröffentlichungen steht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;center&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/zimmerlautstaerke.jpg" width="430" height="680"&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;font size="1"&gt;N.B.: Die oben gezeigte Umschlagabbildung mache mich mir nicht zu eigen. Alle Rechte verbleiben bei ihren jeweiligen Inhabern.&lt;/font&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Übrigens: Einen ganzen Blog zum Thema „Schöne Bücher“, mit Schwerpunkt auf dem amerikanischen Buchmarkt, gibt es bei Joseph Sullivans &lt;a href="http://nytimesbooks.blogspot.com/" target="new"&gt;Book Design Review&lt;/a&gt; (via &lt;a href="http://www.goldmag.de/index.php/2009/02/02/schoene-buecher" target="new"&gt;goldmag&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/schoene-blogs-3-the-book-design-review/" target="new"&gt;stefan-niggemeier.de&lt;/a&gt;).
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4926842348979462120?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4926842348979462120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4926842348979462120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/03/freiheitspreise-und-federmenschen.html' title='Politische Gedichte und schöne Bücher'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-9200342380769846412</id><published>2009-03-04T17:18:00.010+01:00</published><updated>2009-03-05T13:34:13.819+01:00</updated><title type='text'>Days turn into Nights</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/oasis-space.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;span class="caption"&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Space is the place&lt;/i&gt; &amp;ndash; hier nicht im Bild: die Erleuchtung&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Oasis geben im Münchner Zenith die Pfeifer an den Toren der Morgenröte und zünden ein Feuerwerk an psychedelischer Unterhaltung, das in seinen Höhepunkten an die rauschenden Feste des Summer of Love erinnert.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

„The summer sun, it blows my mind, falling down on all that I ever known…“ – diese, wie in der Gebetsmühle wiederholte Strophe aus dem Stück „Falling Down” war einer der Höhepunkte eines Abends, der alles andere als eine Greatest-Hits Show zwischen „Wonderwall”-Wohligkeit und „Rock&amp;rsquo;n&amp;rsquo;Roll-Star”-Ekstase war.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Natürlich fehlten auch die Gassenhauer nicht. Mit Spannung aber war erwartet worden, wie sich die neuen Songs in das Programm einfügen würden. Und das gelang an diesem Abend meisterlich: unter die bekannten Töne mischten sich zwar nicht alle, aber die markantesten Titel des neuen Albums „Dig Out Your Soul“, das wie kein anderes zuvor fiebrigen Sixties-Rock und fernöstlich-inspirierte Kiffer-Hymnen zu einem organischen Ganzen verbindet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Die neue Richtung, wie bei „Falling Down“ zu beobachten, hatte ihren Ursprung schon ihm deutlich Big-Beat-inspirierten Album „Standing On The Shoulder Of Giants“, das im magischen Jahr 2000 die erste Neuerfindung der Band einläutete. Nicht zufällig läuft zur Einstimmung der auch hier erste Track „Fuckin’ In The Bushes“ vom Band. Noel, der im Alleingang schon mit den Elektronik-Pionieren Chemical Brothers zusammenarbeitete, ließ „Falling Down“ folgerichtig als B-Seite von den Kollegen aus Manchester remixen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Liams experimenteller Ausflug mit dem Produzenten-Duo Death In Vegas, der unter dem Titel „Scorpio Rising“ 2003 erschienen, hat auf „Dig Out Your Soul“ endlich seine Entsprechung unter der Oasis-Kennung gefunden, wie das herrlich zugedröhnte „To Be Where There’s Life“ beweist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Überhaupt waren die Gallaghers bei den neuen Songs wohl die meiste Zeit mit einer gewissen Lucy &lt;i&gt;in the sky with diamonds&lt;/i&gt;. Seien es der „Shock Of The Lightning“ („I got my feet on the street but I can’t stop flyin’/My head’s in the clouds but at least I’m tryin’”) oder das “Waitin’ For The Rapture” („I still don't know what I was waitin’ for/A big love to fall down from the sky”) &amp;ndash; &lt;i&gt;Love is all you need&lt;/i&gt;, und Gebr. Gallgher &amp; Co. nehmen Euch alle mit auf ihre &lt;i&gt;Magical Mystery Tour&lt;/i&gt;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Unterstützend wirkte da das wirklich aufwändig ausgetüftelte Multimedia-Konzept der Show im Collage-Stil, das mit dem Term „English Surrealism meets apocalyptic Pop Art“ wohl ganz treffend zu beschreiben ist. Da wimmelte es nur so von Revolvern, Eulen, Sternen, Spiralen, Beefeaters, Bengalischen Tigern, Queen Victoria und angebissenen Äpfeln.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Der traditionelle Schluss-Song „I Am The Walrus“, der von den Beatles auf den Höhepunkt ihrer psychedelischen Phase eingespielt wurde, aber auch schon seit Jahren einen Standard im Oasis-Repertoire bildet, lieferte die perfekte Zusammenfassung des Konzerts. Oasis sind auch im 18. Jahr ihres Bestehens noch Garanten für eine gute Show &amp;ndash; diesmal haben sie die Pforten der Wahrnehmung, um mit Aldous Huxley zu sprechen, weiter aufgestoßen denn je.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;u&gt;Die Setlist&lt;/u&gt;:&lt;br&gt;
1. Fuckin&amp;rsquo; In The Bushes&lt;br&gt;
2. Rock&amp;rsquo;n&amp;rsquo;Roll Star&lt;br&gt;
3. Lyla&lt;br&gt;
4. The Shock Of The Lightning&lt;br&gt;
5. Cigarettes &amp; Alcohol&lt;br&gt;
6. The Meaning Of Soul&lt;br&gt;
7. To Be Where There&amp;rsquo;s Life&lt;br&gt;
8. Waiting For The Rapture&lt;br&gt;
9. The Masterplan&lt;br&gt;
10. Songbird&lt;br&gt;
11. Slide Away&lt;br&gt;
12. Morning Glory&lt;br&gt;
13. Ain&amp;rsquo;t Got Nothin&amp;rsquo;&lt;br&gt;
14. The Importance Of Being Idle&lt;br&gt;
15. I&amp;rsquo;m Outta Time&lt;br&gt;
16. Wonderwall&lt;br&gt;
17. Supersonic&lt;br&gt;
18. Don&amp;rsquo;t Look Back In Anger&lt;br&gt;
19. Falling Down&lt;br&gt;
20. Champagne Supernova&lt;br&gt;
21. I Am The Walrus&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-9200342380769846412?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/9200342380769846412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/9200342380769846412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/03/days-turn-into-nights.html' title='Days turn into Nights'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3108379705889931448</id><published>2009-02-25T10:33:00.015+01:00</published><updated>2009-08-23T16:44:00.168+02:00</updated><title type='text'>Aus dem Wirrsal der Lebenskatarakte</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/dadadadadada.jpg" width="450" height="300"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Von abstrakter Lyrik bis zum Urlaut: dadaistisches Plakat (Ausschnitt), 1923&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das 100. Jubiläum des berüchtigten „Futuristischen Manifests“ aus der Feder des Millionärssohns Filippo Tommaso Marinetti treibt vermehrt sonderbare Blüten.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Während &lt;a href="http://eigenbier.blogspot.com/2009/01/verherrliche-den-krieg-sagen-dm-und-die.html" target="new"&gt;Freimuth Eigenbier&lt;/a&gt; zu Recht die aufgrund von historischer Parallele geschmacklose Werbekampagne eines Drogeriemarktes in Frage stellt, denken die &lt;a href="http://www.zeit.de/2009/08/Futuristisches-Manifest" target="new"&gt;Zeit&lt;/a&gt; und das &lt;a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/h/200908" target="new"&gt;SZ-Magazin&lt;/a&gt; mal mehr (Futurismus und iPhone), mal eher weniger sinnig (ein Modeheft!) über den Futurismus im Jahre 2009 nach.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Im Angesicht all der futuristischen Kriegs- und Gewaltverherrlichung, die in der freudigen Begrüßung des italienischen Faschismus ihren Höhe- und (weltkriegsbedingten) Schlusspunkt fand, ist ein gänzlich anderes Manifest da eine bedeutend weniger belastende Lektüre: das 1918 lancierte „Dadaistische Manifest“ der Berliner Dada-Gruppierung um Richard Huelsenbeck, das in herrlich angriffslustiger Haltung gegen expressionistisches Pathos, bürgerliche Kunst und überhaupt alle „bisherigen Kunstrichtungen“ (den Futurismus schon eingeschlossen) wütete.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; dokumentiert das „Dadaistische Manifest“ in einer Online-Version als fünfseitiges PDF mit behutsamer Nachahmung der ursprünglichen Typographie:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;center&gt;&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/verlag/Dadaistisches_Manifest.pdf" target="new"&gt;Tristan Tzara, Franz Jung u.a.: „Dadaistisches Manifest“ (1918).&lt;/a&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;Quelle: Dada-Almanach. Im Auftrag des Zentralamts der deutschen Dada-Bewegung hrsg. von Richard Huelsenbeck. Berlin: Reiss, 1920, S. 36-38. Zitat und Abbildung nach: Karl Riha und Jörgen Schäfer (Hg.): DADA total. Manifeste, Aktionen, Texte, Bilder. Stuttgart: Reclam, 1994.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3108379705889931448?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3108379705889931448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3108379705889931448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/02/aus-dem-wirrsal-der-lebenskatarakte.html' title='Aus dem Wirrsal der Lebenskatarakte'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1481209415060820593</id><published>2009-02-11T14:58:00.006+01:00</published><updated>2009-02-25T13:21:41.996+01:00</updated><title type='text'>Where is little Maggie? Over yonder she stands</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/goodasibeen.jpg" width="450" height="320"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Nicht zu unterschätzen: Bob Dylan im Jahre 1992&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Sternstunden der Popgeschichte. Heute: die Geschichte von Little Maggie und dem unterschätzten Bob.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Leicht verzottelt trat Bob Dylan Anfang der neunziger Jahre in Erscheinung. Die Jahre waren nicht spurlos an ihm vorbeigegangen: Mäßige Alben, eine desaströse Tournee mit den Grateful Dead und wohl auch der Alkohol hatten ihren Tribut an der lebenden Legende gezollt. So gilt es weithin als Zeugnis der versiegenden Inspiration, dass bei „Good As I Been To You“ (1992) und „World Gone Wrong“ (1993) der Griff zur Klampfe und alten Traditionals folgte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aber auf dem ersten Teil dieser neuen Folk-Serie findet sich, zwischen Throwaways wie „Canadee-i-o“ und „Froggie Went A-Courtin’“ eine Ballade, die es in sich hat: „Little Maggie“, die Geschichte der trinkenden Ehebrecherin, die Bob mit brüchiger Stimme so überzeugend darbietet, dass es kaum einen Zweifel geben kann: hier singt einer, der schon mehr als ein Leben hinter sich hat.&lt;blockquote class="modified"&gt;Oh, where is little Maggie&lt;br&gt;
Over yonder she stands,&lt;br&gt;
Rifle on her shoulder,&lt;br&gt;
Six-shooter in her hand.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

How can I ever stand it,&lt;br&gt;
Just to see them two blue eyes,&lt;br&gt;
Shinin' like some diamonds,&lt;br&gt;
Like some diamonds in the sky.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Rather be in some lonely hollow&lt;br&gt;
Where the sun don't ever shine,&lt;br&gt;
Than to see you be another man's darling,&lt;br&gt;
And to know that you'll never be mine.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Well, it's march me away to the station&lt;br&gt;
With my suitcase in my hand,&lt;br&gt;
Yes, march me away to the station,&lt;br&gt;
I'm off to some far-distant land.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Sometimes I have a nickel,&lt;br&gt;
And sometimes I have a dime,&lt;br&gt;
Sometimes I have ten dollars,&lt;br&gt;
Just to pay for little Maggie's wine.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Pretty flowers are made for blooming,&lt;br&gt;
Pretty stars are made to shine,&lt;br&gt;
Pretty girls are made for boy's love,&lt;br&gt;
Little Maggie was made for mine.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Well, yonder stands little Maggie&lt;br&gt;
With a dram glass in her hand,&lt;br&gt;
She's a drinkin' down her troubles&lt;br&gt;
Over courtin' some other man.&lt;/blockquote&gt;
Bob Dylan: „Little Maggie“, auf &lt;a href="http://www.bobdylan.com/#/node/6278" target="new"&gt;Good As I Been To You&lt;/a&gt; (Hörprobe online)


&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1481209415060820593?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1481209415060820593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1481209415060820593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/02/where-is-little-maggie-over-yonder-she.html' title='Where is little Maggie? Over yonder she stands'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7921124793361357328</id><published>2009-02-09T20:00:00.008+01:00</published><updated>2009-02-10T11:15:12.364+01:00</updated><title type='text'>Die Auferstehung der Schmäh</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/meinepreise.jpg" width="450" height="243"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Neues vom Obergrantler: Zum zehnten Todestag von Thomas Bernhard legt &lt;a href="http://www.suhrkamp.de" target="new"&gt;Suhrkamp&lt;/a&gt; die erste posthume Veröffentlichung vor.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Meine Preise“ ist, wonach es klingt: Eine Retrospektive der Literaturpreise, die Bernhard bis zum Zeitpunkt der Niederschrift erhalten hat. So einfach wie genial bieten sie die Steilvorlage für bitterböse Sottisen über den Literatur-Rummel, der für den Autor größtenteils Unannehmlichkeiten bedeutet. Wie etwa beim Grillparzerpreis:&lt;blockquote class="modified"&gt;Zur Verleihung des Grillparzerpreises der Akademie der Wissenschaften in Wien mußte ich mir einen Anzug kaufen, denn ich hatte plötzlich zwei Stunden vor dem Festakt eingesehen, daß ich zu dieser zweifellos außerordentlichen Zeremonie nicht in Hose und Pullover erscheinen könne und so hatte ich tatsächlich auf dem sogenannten Graben den Entschluß gefaßt, auf den Kohlmarkt zu gehen und mich entsprechend feierlich einzukleiden, zu diesem Zwecke suchte ich das mir von mehreren Sockeneinkäufen her bestens bekannte Herrengeschäft mit dem bezeichnenden Titel Sir Anthony auf, wenn ich mich recht erinnere, war es Dreiviertelzehn, als ich den Salon des Sir Anthony betrat, die Verleihung des Grillparzerpreises sollte um elf stattfinden, ich hatte also noch eine Menge Zeit.&lt;/blockquote&gt;
Thomas Bernhard: &lt;a href="http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=42055" target="new"&gt;„Meine Preise. Eine Bilanz“&lt;/a&gt;, 144 S., &amp;euro; 15,80.
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7921124793361357328?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7921124793361357328'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7921124793361357328'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2001/01/die-auferstehung-der-schmh.html' title='Die Auferstehung der Schmäh'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2408605177482126878</id><published>2009-02-04T15:12:00.009+01:00</published><updated>2009-02-25T13:26:22.590+01:00</updated><title type='text'>KiWi kennt Obamas Lesegewohnheiten</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/kiwi-bellow.jpg" width="450" height="246"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Augie, Herzog, Humboldt &amp;ndash; dreimal Bellow, wie KiWi ihn sieht&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Behauptet der Kölner Verlag zumindest im Rahmen der Ankündigung seiner neu übersetzten Saul-Bellow-Reihe:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;blockquote class="modified"&gt;Jetzt beweist der Mann auch noch literarischen Geschmack: Der 44. US-Präsident Barack Obama hat sich bei einem Wahlkampfauftritt in Philadelphia zu zwei Lieblingsautoren bekannt, die sein Denken maßgeblich geprägt hätten: Philip Roth und Saul Bellow. Nun, da der aufregendste Politiker der Gegenwart frisch inauguriert ist, wird dessen erklärter Lieblingsautor Saul Bellow (1915 – 2005) dem deutschen Publikum neu vorgestellt. (&lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/338-0-saul-bellow-spezial.htm?s=bellow" target="new"&gt;kiwi-verlag.de&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Eine gute Gelegenheit, an Saul Bellows berühmtes Zitat aus &lt;i&gt;Herzog&lt;/i&gt; (1964) zu erinnern, das erst kürzlich wieder Verwendung als Motto, nämlich für Ian McEwans &lt;i&gt;Saturday&lt;/i&gt;, Verwendung fand:&lt;blockquote class="modified"&gt;For instance? Well, for instance, what it means to be a man. In a city. In a century. In transition. In a mass. Transformed by science. Under organised power. Subject to tremendous controls. In a condition caused by mechanization. After the late failure of radical hopes. In a society that was no community and devalued the person. Owing to the multiplied power of numbers which made the self negligible. Which spent military billions against foreign enemies but would not pay for order at home. Which permitted savagery and barbarism in its own great cities. At the same time, the pressure of human millions who have discovered what concerted efforts and thoughts can do. As megatons of water shape organisms on the ocean floor. As tides polish stones. As winds hollow cliffs. The beautiful supermachinery opening a new life for unnumerable mankind. Would you deny them the right to exist? Would you ask them to labor and go hungry while you yourself enjoyed old-fashioned Values? You &amp;ndash; you yourself are a child of this mass and a brother to all the rest. or else an ingrate, dilettante, idiot. There, Herzog, thought Herzog, since you ask for the instance, is the way it runs.&lt;/blockquote&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2408605177482126878?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2408605177482126878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2408605177482126878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/02/kiwi-kennt-obamas-lesegewohnheiten.html' title='KiWi kennt Obamas Lesegewohnheiten'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4541302404731116493</id><published>2009-01-20T22:50:00.009+01:00</published><updated>2009-01-20T23:07:40.861+01:00</updated><title type='text'>Ben Kweller redet über sein neues Album, macht Werbung</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;object width="450" height="285"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KU4g_F1L9ik&amp;hl=de&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/KU4g_F1L9ik&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="450" height="280"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;That's how it works. Als hätte er den lieben langen Tag nichts zu tun, bewirbt der sympathische Nachwuchs-Singer/Songwriter Ben Kweller (der übrigens gar nicht mehr so jung ist, inzwischen schon drei Soloplatten veröffentlicht hat, aber immer noch wie ein Zwölfjähriger aussieht: &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sha_Sha" target="new"&gt;1&lt;/a&gt;,&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/On_My_Way" target="new"&gt;2&lt;/a&gt;,&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ben_Kweller_(album)" target="new"&gt;3&lt;/a&gt;), sein neues Album &lt;i&gt;Changing Horses&lt;/i&gt; aktuell persönlich in einem YouTube-Spot auf &lt;a href="http://www.benkweller.com" target="new"&gt;benkweller.com&lt;/a&gt;.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Folgende Details sind dabei besonders zu beachten (und werden dementsprechend geschätzt 25-mal wiederholt): It's embossed! Preorders win a autographed poster, merchandise pack and a personal dinner with me! Inkl. trashiger Word-Art-Einblendungen à la „Are You A Gambler?“ „Unlimited Preorder!“ Yeeha!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4541302404731116493?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4541302404731116493'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4541302404731116493'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/01/ben-kweller-redet-ber-album-macht.html' title='Ben Kweller redet über sein neues Album, macht Werbung'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1803520537955934428</id><published>2009-01-19T19:49:00.011+01:00</published><updated>2009-02-23T15:44:05.681+01:00</updated><title type='text'>Der Moraltrompeter von Säckingen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/schiller_hoftracht.jpg" width="450" height="346"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Der wahre Schiller? (Bild: &lt;a href="http://www.goethezeitportal.de/" class="minilink2" target="new"&gt;goethezeitportal.de&lt;/a&gt;, Montage: fabe)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;„Schiller ist ein weltferner Idealist“. „Schillers Pathos ist verstaubt“. „Schillers Sentenzen gehören ins Zitatenlexikon von gestern“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mit insgesamt zehn Vorurteilen dieser Art über unseren Klassiker, der dieses Jahr 250 Jahre alt wird, räumt &lt;a href="http://personal.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/altpa" target="new"&gt;Peter André-Alt&lt;/a&gt; (vgl. auch: &lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/franz-kafka-und-graf-orlok-eine-liason.html"&gt;Post vom 30.11.2008&lt;/a&gt;) aus gegebenem Anlass im aktuellen &lt;i&gt;Tagesspiegel&lt;/i&gt; auf. Allemal lesenswert, schon das Plädoyer für Schillers Idealismus hat es in sich: die Wirklichkeit programmatisch zu überfordern sei, angesichts bedrückender politischer und sozialer Verhältnisse, des Dichters Ziel gewesen, befindet Alt. Zum Beleg bringt er ein Zitat aus den &lt;i&gt;Augustenburger Briefen&lt;/i&gt; (1793), das in seiner Dringlichkeit noch heute durch Mark und Bein geht und die Essenz von Schillers politischer Ästhetik in ihrer grundlegendsten Form ausdrückt:&lt;blockquote class="modified"&gt;Wäre das Faktum wahr, &amp;mdash; wäre der außerordentliche Fall wirklich eingetreten, daß die politische Gesetzgebung der Vernunft übertragen, der Mensch als Selbstzweck respektiert und behandelt, das Gesetz auf den Thron erhoben, und wahre Freiheit zur Grundlage des Staatsgebäudes gemacht worden, so wollte ich auf ewig von den Musen Abschied nehmen, und dem herrlichsten aller Kunstwerke, der Monarchie der Vernunft, alle meine Tätigkeit widmen.&lt;/blockquote&gt;&lt;u&gt;Link&lt;/u&gt;:&lt;br&gt;Peter-André Alt: &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Schiller-Schillerjahr-Peter-Andr%E9-Alt;art304,2709167" target="new"&gt;Der wahre Schiller&lt;/a&gt;, (jetzt auch) auf &lt;a href="http://www.tagesspiegel.de" target="new"&gt;tagesspiegel.de&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1803520537955934428?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1803520537955934428'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1803520537955934428'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/01/der-moraltrompeter-von-sckingen.html' title='Der Moraltrompeter von Säckingen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-2004724292714553984</id><published>2009-01-16T16:36:00.012+01:00</published><updated>2009-01-17T00:07:35.716+01:00</updated><title type='text'>Kehlmann auf allen Kanälen</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/kehlmann-tt.jpg" width="450" height="249"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Im Bild: Buhrow, Kehlmann, Ruhm (&lt;i&gt;tagesthemen&lt;/i&gt; vom 15.1.2009)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Daniel Kehlmann ist treuen Lesern dieses Blogs (sollten sie &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; zu den geschätzt 1,4 Millionen Käufern der „Vermessung der Welt“ gehören) wohlbekannt aus Beiträgen wie „&lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2007/03/kehlmann-vs-rest-der-welt.html"&gt;Kehlmann vs. Rest der Welt&lt;/a&gt;“ oder „&lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/02/kehlmann-jetzt-mit-bart-und-bald-mit.html"&gt;Kehlmann: jetzt mit Bart &amp;ndash; bald mit neuem Roman?&lt;/a&gt;“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nervöse Rauschen im Blätterwald des deutschen Feuilletons (&lt;a href="http://www.welt.de/kultur/article2999057/Daniel-Kehlmann-ist-ein-Gefangener-der-Technik.html" target="new"&gt;Avantgarde!&lt;/a&gt; [DIE WELT] &lt;a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1660217_Falsch-verbunden.html" target="new"&gt;Knebel-Sperrfrist! Aber Spiegel und FAZ drucken trotzdem Rezensionen!&lt;/a&gt; [FR] &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/142/454822/text/" target="new"&gt;Dabei ist das Buch langweilig wie Sudoku!&lt;/a&gt; [SZ]) sorgt für die nötige Untermalung, und spätestens bei den &lt;a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tt1090.html"&gt;Tagesthemen&lt;/a&gt;, als ein fröhlicher Autor durchs Berliner Museum für Kommunikation turnt, ist klar: bei &lt;a href="http://www.rowohlt.de/autor/Daniel_Kehlmann.17012009.271061.html"&gt;Rowohlt&lt;/a&gt; knallen die Korken, denn der neue &lt;i&gt;Kehlmann&lt;/i&gt; wird endlich ausgeliefert! Oder, um mit Tom Buhrow zu sprechen: „Jetzt legt er wenige Tage nach seinem 34. Geburstag sein neues Werk vor: es trägt schlicht den Namen... (dramatische Pause!) ‚Ruhm’...“.
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-2004724292714553984?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2004724292714553984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/2004724292714553984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2009/01/kehlmann-auf-allen-kanlen.html' title='Kehlmann auf allen Kanälen'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-8256023142800734246</id><published>2008-12-19T23:55:00.013+01:00</published><updated>2008-12-21T21:53:48.639+01:00</updated><title type='text'>Der Fremde in der Abstellkammer</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/carpark_entrance.jpg" width="450" height="306"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Carpark Entrance (Bild: Stanley Donwood, &lt;a href="http://www.slowlydownward.com" target="new" class="minilink2"&gt;slowlydownward.com&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Unter allen &lt;i&gt;Türmen&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Boxen&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Abschaffungen der Arten&lt;/i&gt; dieses Bücherjahres ging dieser unauffällige Roman etwas unter: „&lt;a href="http://www.liebeskind.de/wDeutsch/childwindow/buch56/frameset.asp?datei=kurzbeschreibung.asp" target="new"&gt;Stehle&lt;/a&gt;“ von Andreas Münzer.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erschienen ist er im kleinen, aber feinen Münchner Verlag &lt;a href="http://www.liebeskind.de/" target="new"&gt;Liebeskind&lt;/a&gt;, den es noch gar nicht so lange gibt (Reden machte er von sich u.a. schon durch die aufwendige Neuherausgabe mehrerer John-Barth-Romane).&lt;br&gt;&lt;br&gt;Stehle, bescheidener Einzelgänger aus der Schweiz, zieht in der WG von Robert und seinen drei Freunden ohne Umstände in die 9m&amp;sup2; große Abstellkammer, eigentlich als Büro annonciert, ein. Er ist hilfsbereit, ordentlich, aber auch ein wenig seltsam.&lt;blockquote class="modified"&gt;Super, du kannst ihnen das viel besser erklären, sagte er, schau mal, er nahm die Hände der zwei Frauen in seine: Sie wollen mir einfach nicht glauben, dass man, wenn es früh eindunkelt, manchmal Gestalten sieht, von denen man nicht genau weiß, ob es tatsächlich welche sind oder nicht. Die wabernden Grenzen der Wahrnehmung. Das Reinschauende im Scheinrauen, grinste er, das Glom.&lt;/blockquote&gt;Nachdem nach und nach Kleidungsstücke verschwinden, Übergriffe auf Roberts Computer erfolgen und mitunter wildfremde Besucher in der Wohnung auftauchen, eskaliert die Lage: die WG löst sich auf, Robert verliert seinen Job und wenig später auch noch seine Freundin. Hinter allem scheint der wunderliche Stehle zu stecken, aber durchschauen lässt er sich nicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Münzner stellt gekonnt das Misstrauen der aufeinander eingespielten WG-Bewohner gegen „den Neuen“ dar und liefert so Einblicke in die Xenophobie unserer Gesellschaft; dass sich die dunklen Vorahnungen nach und nach bewahrheiten, folgt dagegen einer routinierten Dramaturgie der Zwangsläufigkeit, die in ihrer kaltblütigen Konsequenz bisweilen an Thomas Glavinic („Die Arbeit der Nacht“) erinnert. Auch das kann die deutsche Literatur im Jahr 2008.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-8256023142800734246?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8256023142800734246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/8256023142800734246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/12/der-fremde-in-der-abstellkammer.html' title='Der Fremde in der Abstellkammer'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6101497277689048547</id><published>2008-12-18T20:54:00.011+01:00</published><updated>2008-12-18T21:12:06.361+01:00</updated><title type='text'>Lesetipp: old school Philologie</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/braune-ebbinghaus.jpg" width="450" height="324"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wer sich mal ein Bild vom Pionierzeitalter der deutschen Philologie machen will, der werfe einen Blick in das &lt;i&gt;Althochdeutsche Lesebuch&lt;/i&gt;, vulgo den „Braune-Ebbinghaus“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Besonders der Kommentarteil erschlägt förmlich durch die akribisch notierten Literaturangaben, ohne Zeilenumbruch versteht sich (man beachte die obige Abbildung!). Ach ja: das Lesebuch liegt mittlerweile in der &lt;a href="http://www.degruyter.de/cont/fb/li/detail.cfm?id=IS-9783484107076-17" target="new"&gt;17. Auflage&lt;/a&gt; aus dem Jahr 1994 vor &amp;ndash; die erste erschien 1875.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6101497277689048547?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6101497277689048547'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6101497277689048547'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/12/lesetipp-old-school-philologie.html' title='Lesetipp: &lt;i&gt;old school&lt;/i&gt; Philologie'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7142923435281091756</id><published>2008-12-17T18:01:00.006+01:00</published><updated>2009-01-16T23:46:19.793+01:00</updated><title type='text'>Dunkel schmilzt MacArthur Park</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/macarthurpark.jpg" width="450" height="333"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;„Mac Arthur Park“, die Single. Nochmal mit Vermerk wer die Verantwortlichen sind.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Um noch mal auf das Thema &lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/whenever-we-play-that-song-something.html"&gt;Rockmusik und schlechte Trips&lt;/a&gt; zurückzukommen: ein weiteres berüchtigtes Beispiel für diese oft zu wunderlichen Ergebnissen führende Kombination ist der Song „Mac Arthur Park“ irgendwann aus den späten Sechzigern.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erhältlich war er einmal auf einem Rare Trax-Sampler des deutschen &lt;a href="http://www.rollingstone.de/" target="new"&gt;Rolling Stone&lt;/a&gt; mit dem Titel &lt;i&gt;Deep Throat &amp;mdash; wenn Filmstars zum Mikro greifen&lt;/i&gt; (oder so ähnlich). Eben ein Filmstar, namentlich Richard Harris („Die Meuterei auf der Bounty“! „Sie nannten ihn Pferd“!) singt dort benannten Song, dessen lyrische Brillianz sämtliche Rahmen sprengt. Überschießende (v.a. Farb-)Metaphern am laufenden Band lassen auf eine sehr ausschweifende (LSD-induzierte?) Imagination schließen; die tadellose orchestrale Untermalung kann leider nicht über den kompletten Nonsens-Text hinwegtäuschen, der von Harris paradoxerweise mit tiefer Inbrunst vorgetragen wird:&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;i&gt;MacArthur Park is melting in the dark&lt;br&gt;
All the sweet, green icing flowing down&lt;br&gt;
Someone left the cake out in the rain&lt;br&gt;
I don't think that I can take it&lt;br&gt;
'Cause it took so long to bake it&lt;br&gt;
And I'll never have that recipe again&lt;br&gt;Oh no!&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Wenig überraschend, dass der Song alle Hitlisten der &lt;i&gt;worst songs ever&lt;/i&gt; anführt und mittlerweile schon einen gewissen Kultstatus genießt (wie gleich mehrere Simpsons-Parodien belegen).&lt;br&gt;&lt;br&gt;Anhören und -sehen kann man sich das Juwel z.B. &lt;a href="http://de.youtube.com/watch?v=bObow6kT9Es" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt;, der vollständige Text (den man sich nicht entgehen lassen sollte!) findet sich &lt;a href="http://www.popculturemadness.com/Music/Lyrics/Macarthur.html" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt;.
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7142923435281091756?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7142923435281091756'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7142923435281091756'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/12/dunkel-schmilzt-macarthur-park.html' title='Dunkel schmilzt MacArthur Park'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3410575014237372173</id><published>2008-12-16T18:00:00.009+01:00</published><updated>2008-12-16T23:19:51.622+01:00</updated><title type='text'>Das Maßnahmenpaket</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Präsentiert von &lt;a href="http://www.spiegel.de/" target="new"&gt;einer großen deutschen Nachrichtenseite&lt;/a&gt;: „Das Maßnahmenpaket“ &amp;ndash; eine Geschichte in zwei Bildern!&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.thedailyfrown.de/spiegel-merkel-gestik.jpg"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/spiegel-merkel-gestik450.jpg" width="450" height="175" border="0"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;In den Hauptrollen: Angela Merkel, ein Milliardenpaket und &lt;i&gt;die unzufriedenen Experten&lt;/i&gt;. Produziert mit einer Extra-Portion Mimik, Gestik und Verzweifelt-zum-Himmel-Schauen!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3410575014237372173?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3410575014237372173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3410575014237372173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/12/eine-bildergeschichte-in-zwei-bildern.html' title='Das Maßnahmenpaket'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-350114205932222030</id><published>2008-12-14T12:24:00.000+01:00</published><updated>2008-12-14T12:26:44.579+01:00</updated><title type='text'>Auf zu neuen Feuchtgebieten!</title><content type='html'>&lt;div style="text-align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Die Konjunkturflaute wirkt sich auch auf den Buchmarkt aus. Um den Kunden zum Kaufen zu animieren, greift die Branche mitunter zu verzweifelten Marketing-Strategien, wie sich am Beispiel der bevorstehenden Ausschlachtung von Charlotte Roches Spitzentitel „Feuchtgebiete“ demonstrieren läßt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Da kommt zum ersten, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, eine textlich unveränderte Neuauflage des Titels auf den Markt &amp;ndash; allerdings jetzt &lt;a href="http://www.dumontliteratur.de/index.php?page=getproduct.php&amp;itemid=1435" target="new"&gt;mit Illustrationen&lt;/a&gt;! Zum Beispiel steht dann da, wo auf dem Cover das Pflaster eingefügt ist, mit Bleistift „Pflaster“ geschrieben:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/feuchtgebiete01.jpg" width="450" height="353"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was aber, um endlich einmal diesen Klassiker unter den Redewendungen anzubringen, dem Fass vor Feuchtheit den Boden ausschlägt, findet sich bei der Konkurrenz: namentlich den Verlagen Fischer und Rowohlt, die sich auf gar schröcklich-schamlose Weise an der Covergestaltung des Dumont-Titels vergreifen:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/feuchtgebiete02.jpg" width="450" height="250"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Links&lt;/u&gt; das in seiner Plattheit kaum zu überbietende &lt;a href="http://www.fischerverlage.de/sixcms/detail.php?template=fv_wide_wrapper&amp;_content_template=buch_detail&amp;_navi_area=fv_home&amp;_navi_item=03.00.00.00&amp;id=1075176" target="new"&gt;„Trockensümpfe“&lt;/a&gt;. Das Schielen auf den schnellen Euro hat hier gleich noch zu einem Verzicht auf (neuen) Inhalt geführt: Es handelt sich um ein hastig zusammengeworfenes „Best Of“ („lauter befriedigende Geschichten“) pikanter Stellen bei zeitgenössischen Jungschriftstellern wie Tommy Jaud.&lt;br&gt;&lt;u&gt;Rechts&lt;/u&gt; ähnlich unerschrocken plagiarisierend &lt;a href="http://www.rowohlt.de/buch/Heinz_Strunk_Fleckenteufel.08122008.2724511.html" target="new"&gt;„Fleckenteufel“&lt;/a&gt;, der neue Heinz Strunk, aber im Titel ist es doch über die pure Antithese (Feuchtgebiete-Trockensümpfe, hahaha) hinausgekommen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ob der güldene Schein der Plagiierten auf die Nachahmer abscheint, wird sich zeigen. Verdient wäre es mit einer schnellen Trittbrettfahrt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-350114205932222030?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/350114205932222030'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/350114205932222030'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/12/auf-zu-neuen-feuchtgebieten.html' title='Auf zu neuen Feuchtgebieten!'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6875244539253855524</id><published>2008-12-05T13:00:00.003+01:00</published><updated>2008-12-05T13:00:00.407+01:00</updated><title type='text'>„Did I Just Write This?“</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/real-emotional-trash.jpg" width="450" height="450"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Eine Symphonie in Grün, Blau und Gelb.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Als Fan der sympathischsten Weirdo-Band der Neunziger ist es nachgerade wohlfeil, auch das mittlerweile vier Alben umspannende Oeuvre des ehemaligen &lt;a href="http://www.matadorrecords.com/pavement/" target="new"&gt;Pavement&lt;/a&gt;-Häuptlings, Stephen Malkmus, zu würdigen. Schauen wir darum in den Paratext!&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Griff zu „Real Emotional Trash“, dem neuesten Streich, zusammen mit den „Jicks“ (wohl analog gebildet zu „jigs“, also „Freudentänze“ &amp;ndash; denn ebensolche möchte man beim Hören aufführen) eingespielt, kann, ebenso wie der zu „Stephen Malkmus“ (2001), „Pig Lib“ (2003) und „Face the Truth“ (2005) natürlich bedenkenlos empfohlen; weitere Worte darüber zu verlieren also getrost der zugehörigen Pressemeldung von unbekannter Hand überlassen werden. Diese zeichnet sich durch einige bemerkenswerte Eigenheiten aus: Wann hat man es wohl schon einmal bei dieser Textsorte mit einem an sich selbst zweifelnden &lt;i&gt;omniscient narrator&lt;/i&gt; zu tun?&lt;blockquote class="modified"&gt;„I am not a present to be opened up and parceled out again,” our man insists on „Gardenia,” track seven on his new album. Ha! That’s what you think, pal. From the day nigh two decades ago when the first scratchy sounds of Pavement floated in the ether above Stockton (crown jewel of California’s Central Valley, the sprawling breadbasket that neither the North or the South have claimed in California’s ongoing „two states” culture war; just providing some historical context that will be useful a few sentences later), the music of Stephen Malkmus has been the gift that keeps on keepin’ on.&lt;br&gt;

Did SM not offer the eternal promise of „perfect sound forever”? Was this sly appropriation of a digital age boast for Pavement’s low-bandwidth treble-kicks not a prescient example of that „irony” thing everybody talked about in the ‘90s? Can we then conclude that that by invoking „paralyzed dreams forever” on this album Malkmus foretells some sort of bad moon on the rise? Hell, I don’t know, and I’m the omniscient narrator of this artist bio.&lt;/blockquote&gt;Welch selten unbekümmerte Ehrlichkeit! Aber weiter im Text:&lt;blockquote class="modified"&gt;But I will point out that much of Real Emotional Trash, his fourth „solo” LP (this one credited with The Jicks, like his second, Pig Lib), is decidedly low-down and heavy. It could hardly be otherwise with monster drummer Janet Weiss now a full-fledged Jick, alongside bassist Joanna Bolme and guitar/keyboardist Mike Clark.&lt;br&gt; 

Meanwhile, Malkmus the guitar hero is on full display here. „Dragonfly Pie,” „Baltimore,” and the title track are alchemic combinations of intricate composition and unfettered jam. Whoa, did I actually type the phrase „unfettered jam”? Scratch that. (Did I actually say „scratch that”? It’s a good thing I'm anonymous as well as omniscient.)&lt;/blockquote&gt;Man ist fast versucht zu meinen, man habe es hier mit einem Scherzkeks zu tun! Ende des Kommentarteils.&lt;blockquote class="modified"&gt;

Malkmus’ genius is that he knows exactly when to fetter. These songs may sprawl like the Central Valley (told you), they may spread out like a jet’s flame, but when they reach that last tract house they gracefully spread their wings and head for the unclaimed land beyond. Indeed, although Malkmus makes the Pacific Northwest his home, this feels like a „California” album. Check out how „Real Emotional Trash” begins as a modern-day „Tonight’s the Night,” before evolving into a road trip from the Mexican border to Marin, in the tradition of Pavement’s „Unfair.” And dig those Allman Bros. leads (really!).

Elsewhere, „We Can’t Help You” channels the Band’s „The Weight,” tapping that same vein of late-night melancholia and early-morning lucidity. „Cold Son” sounds like a cruise down the Ventura Highway. And if another song released this year makes you smile as much as „Gardenia,” I have a rare Crust Brothers bootleg with your name on it. While I cannot get with the song’s insistence that its singer is not a „present,” I can sympathize with one line: „don’t want to damn you with the faintest praise.” That’s what it feels like to write about this record, tossing around those historical comparisons, making you read about it when you could be listening to it. So listen, already. &lt;/blockquote&gt;Da hatte jemand sehr viel Spaß beim Texten... Hörbeispiele des Albums, gibt's &lt;a href="http://www.myspace.com/stephenmalkmus" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt;. &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt;-Prädikat: hörenswert!&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6875244539253855524?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6875244539253855524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6875244539253855524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/i-know-tide-will-turn.html' title='„Did I Just Write This?“'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-4773745224332695449</id><published>2008-12-02T15:32:00.004+01:00</published><updated>2008-12-02T15:38:22.746+01:00</updated><title type='text'>Explosive Poesie: Gregory Corsos „Bomb“</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/corso-bomb-detail.jpg" width="450" height="265"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Der New Yorker Dichter Gregory Corso stand immer etwas im Schatten der bekannteren &lt;i&gt;Beat-&lt;/i&gt;Autoren William S. Burroughs, Jack Kerouac und Allen Ginsberg.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Sein Einfluss für die Beat Generation ist jedoch nicht zu unterschätzen: in den meisten einschlägigen Anthologien finden sich auch seine Gedichte an zentraler Stelle.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Eine dieser Anthologien ist die 1961 im Hanser Verlag unter dem Titel &lt;a href="http://www.amazon.de/Junge-amerikanische-Lyrik-Hauptwerk-Gregory/dp/B0000BH8BO/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1228228475&amp;sr=8-2" target="new"&gt;„Junge amerikanische Lyrik“&lt;/a&gt; erschienene, eine Bestandsaufnahme der &lt;i&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/ACID-amerikanische-Szene-Dieter-Brinkmann/dp/3499152606/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1228048347&amp;sr=8-2" target="new"&gt;neuen amerikanischen Szene&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; (wie es später heißt) zu Lebzeiten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das eigentliche Thema dieses Beitrags, Corsos gewaltiges Gedicht „Bomb“, findet sich darin auf einem dreimal zusammengefalten Blatt. Diese Präsentationsform wurde nicht nur aufgrund der schieren Länge von „Bomb“ gewählt &amp;mdash; die Gattung des Langgedichts kennt man ja schon von Ginsbergs „Howl“, das sich über 30 reguläre Seiten verteilt. Hier ist es die Umsetzung des Inhalts nach Art der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Visuelle_Poesie" target="new"&gt;visuellen&lt;/a&gt; bzw. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konkrete_Poesie" target="new"&gt;konkreten&lt;/a&gt; Poesie, die Corsos Gedicht dazu eine ganz besondere äußere Form gibt. Und die wäre mit einem Seitenumbruch tatsächlich nicht zu vereinbaren:&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/corso-bomb-long.jpg" width="450" height="2850"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-4773745224332695449?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4773745224332695449'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/4773745224332695449'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/12/explosive-poesie-gregory-corsos-bomb.html' title='Explosive Poesie: Gregory Corsos „Bomb“'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-6411395762717892173</id><published>2008-11-30T10:24:00.001+01:00</published><updated>2009-01-19T20:43:53.136+01:00</updated><title type='text'>Franz Kafka und Graf Orlok – eine liason dangereuse?</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/oravsky.jpg" width="450" height="362"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Die zur Debatte stehende Burg bzw. „das“ Schloss Oravský (Bild: &lt;a class="minilink2" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Slovakia_Oravsky_Podzamok.jpg?uselang=en"&gt;Wojsyl&lt;/a&gt;)&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Peter-André Alt stellt in der &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/625/449354/text/" target="new"&gt;&lt;i&gt;Süddeutschen Zeitung&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; Vermutungen über Zusammenhänge zwischen Kafkas „Schloß“ und Friedrich Murnaus „Nosferatu“ an. Richtig schlau wird man daraus nicht.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der ausgewiesene Biograph Kafkas &lt;a href="http://www.chbeck.de/productview.aspx?product=23799" target="new"&gt;als Sohn&lt;/a&gt; arbeitet momentan an der Studie „Kafka und der Film“ und hat dabei herausgefunden, dass der Drehort von „Nosferatu“ unweit eines Sanatoriums lag, indem sich Kafka 1921 erholte.&lt;blockquote class="modified"&gt;In der ersten Augusthälfte 1921 fährt Murnaus Stab über Prag in die Westliche Tatra, um die transsylvanischen Sequenzen des „Nosferatu“ aufzunehmen. Ziel ist das Städtchen Dolný Kubín, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft die Burg Oravský liegt. Dort möchte Murnau die Szenen drehen, die im Schloss des Grafen Orlok, des von Max Schreck verkörperten Vampirs, spielen. Nur 90 Kilometer von Oravský hrad entfernt befindet sich das Lungensanatorium von Matliary; hier hält sich zu eben der Zeit, da Murnaus Team in der Burg arbeitet, Kafka auf. Im Spätwinter 1922, kurz bevor Murnaus Film in die Kinos kommt, beginnt er seinen letzten Roman zu schreiben, der wie „Nosferatu“ von einem befremdlichen, ja unheimlichen Schloss handelt.&lt;/blockquote&gt;Alt räumt ein: „Die Übereinstimmung der Schauplätze ist &lt;i&gt;vermutlich&lt;/i&gt; alles andere als zufällig“ (Hervorh.: die Red.); fest steht auch: „Kafka, der zumal vor dem Krieg ein leidenschaftlicher Kinogänger war, berichtet in seinem Tagebuch nirgends von einem Besuch des Films.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Fest steht weiterhin, dass in Kafkas „Schloß“ nicht viele Vampire vorkommen (genauergesagt: gar keine), ja nicht einmal das modrige Gemäuer der Burg, in der Max Schreck als Graf Orlok so schön-schaurig herumgeistert, eine Rolle spielt. Das beklemmende Element wird bei Kafka vielmehr durch das Schloss als Repräsentant eines undurchdringlichen, labyrinthartigen früh-bürokratischen Verwaltungsapparates bewirkt &amp;mdash; Zusammenhänge zur Gruselburg Oravský können da nur Vermutung eines eifrigen Kafka-Philologen bleiben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Links:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;- &lt;a href="http://thedailyfrown.blogspot.com/2007/07/aufgeschnappt-1.html"&gt;„Aufgeschnappt (1)“&lt;/a&gt;, &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; vom 15.11.2005&lt;br&gt;- „Nosferatu“ kann man sich mittlerweile in verschiedenen Varianten komplett und umsonst im Internet anschauen, z.B. &lt;a href="http://video.google.de/videoplay?docid=-6185283610506001721&amp;ei=aPovSZHJCYiG2gKow7T-Cw&amp;q=nosferatu" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-6411395762717892173?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6411395762717892173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/6411395762717892173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/franz-kafka-und-graf-orlok-eine-liason.html' title='Franz Kafka und Graf Orlok &amp;ndash; eine &lt;i&gt;liason dangereuse&lt;/i&gt;?'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1089964734555309724</id><published>2008-11-28T12:20:00.022+01:00</published><updated>2008-11-28T19:12:46.792+01:00</updated><title type='text'>Ein Jahrhundertforscherleben</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/wir-barbaren.jpg" width="450" height="292"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Wir Barbaren &amp;mdash; Ausriss aus der &lt;i&gt;ZEIT&lt;/i&gt; vom 20.11.2008&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ein Jahrhundert, ein Forscherleben: heute wird Claude Lévi-Strauss 100 Jahre alt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Begründer es ethnologischen Strukturalismus wurde am 28. November 1908 in Brüssel geboren. Die &lt;a href="http://www.zeit.de" target="new"&gt;&lt;i&gt;ZEIT&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; hat bereits letzte Woche mit einer &lt;a href="http://www.zeit.de/2008/48/Levi-Strauss-100" target="new"&gt;bewegenden Würdigung&lt;/a&gt; aufgewartet. Thomas Assheuer schreibt:&lt;blockquote class="modified"&gt;Während sich die Sonne des Rationalismus langsam verdunkelt, lässt Lévi-Strauss das Genie der schriftlosen Kulturen leuchten, den Zauber von Kult und Magie.&lt;/blockquote&gt;Aus gegebenem Anlass zeigt &lt;i&gt;The Daily Frown&lt;/i&gt; ein bibliophiles Fund- und, ja, Kunststück aus den siebziger Jahren:&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/tristes-tropiques-kiwi.jpg" width="450" height="658"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;„Traurige Tropen. Indianer in Brasilien“&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aus der Reihe Kiepenheuer &amp; Witsch &lt;i&gt;pocket&lt;/i&gt;, Köln 1970 (die französische Originalausgabe erschien 1955). Der Schutzumschlag wurde von &lt;a href="http://www.cologne-info.de/prominente/hannes-jaehn/hannes-jaehn.html" target="new"&gt;Hannes Jähn&lt;/a&gt; gestaltet, die Gesamtherstellung übernahm &lt;a href="http://www.butzonbercker.de/" target="new"&gt;Butzon &amp; Bercker&lt;/a&gt;. Der Schnitt ist &amp;ndash; Pop Art &amp;ndash; im selben Knallrot gehalten wie der Umschlag, was dem 364 Seiten starken Band das Aussehen eines frischgebackenen Ziegelsteins gibt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1089964734555309724?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1089964734555309724'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1089964734555309724'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/ein-jahrhundertforscherleben.html' title='Ein Jahrhundertforscherleben'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5554919982696677551</id><published>2008-11-16T01:00:00.010+01:00</published><updated>2008-11-22T10:53:13.352+01:00</updated><title type='text'>„Whenever we play that song, something strange happens“</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/altamont2.jpg" width="450" height="345"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Mick Jagger mit Höllenengel: „Gimme Shelter“ im Schneideraum&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Der Redaktion des &lt;a href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/film-und-serie/gimme-shelter-dokumentarfilm-stones-ID1226056712272.xml" target="new"&gt;Bayerischen Rundfunks&lt;/a&gt; sei es gedankt, dass gestern abend einer der berüchtigtsten Konzertfilme aller Zeiten über Deutschlands Bildschirme flimmerte:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Rede ist von „Gimme Shelter“, in dem das Altamont-Konzert der Rolling Stones vom 6. Dezember 1969 dokumentiert wird.&lt;blockquote class="modified"&gt;The Altamont concert is often contrasted with the Woodstock festival that took place four months earlier. While Woodstock represented „peace and love“, Altamont came to be viewed as the end of the hippie era and the de facto conclusion of 1960s American culture. (&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Altamont_Free_Concert" target="new"&gt;wiki&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;Unüberschaubare Menschenmassen, eine Menge &lt;i&gt;bad trips&lt;/i&gt; und schlechtgelaunte Hells Angels (mit Holzknüppeln!) als Security führen schon bei den Vorbands zu chaotischen Szenen: der Drummer von Jefferson Airplane wird von einem &lt;i&gt;Angel&lt;/i&gt; K.O. geschlagen, woraufhin The Grateful Dead ihr Set absagen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Als schließlich die Stones auftreten, können sie sich angesichts der Tumulte kaum auf der Bühne bewegen, geschweige denn einen Song zuende spielen. Mick Jaggers Statement zu „Sympathy for the Devil“, „Whenever we play that song, something strange happens“, wird sich kurz darauf auf traurige Weise bewahrheiten. In einer gespenstischen Szene ist zu sehen, wie ein Fan mit einem Revolver in der Hand von einem der Hells Angels mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt wird. Die Stones brechen ab und fliehen mit dem Helikopter. Zurück bleibt ein zerstörter Traum von Peace &amp; Love.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/altamont1.jpg" width="450" height="676"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5554919982696677551?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5554919982696677551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5554919982696677551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/whenever-we-play-that-song-something.html' title='„Whenever we play that song, something strange happens“'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-810118462942683805</id><published>2008-11-13T16:00:00.011+01:00</published><updated>2008-11-22T10:53:36.980+01:00</updated><title type='text'>A Coney Island of the Web</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/coney.jpg"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Beglühbirnter Turm auf Coney Island, der auch schon &lt;a class="minilink2" href="http://www.amazon.de/Coney-Island-Mind-Directions-Paperback/dp/0811200418/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books-intl-de&amp;qid=1226567316&amp;sr=8-2" target="new"&gt;&lt;u&gt;Gedichtbände&lt;/u&gt;&lt;/a&gt; illustrierte.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ein Tipp für alle Blogger, die gerne Bilder in ihre Beiträge einbinden und sich lizenzrechtlich keine Sorgen machen möchten:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page" target="new"&gt;Wikimedia Commons&lt;/a&gt;, eine Sonderabteilung des Wikipedia-Projekts, steckt voller rechtefreier Multimedia-Inhalte, die zur Entdeckung einladen. Neben Bildern vom &lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Luna_Park,_Coney_Island" target="new"&gt;Luna Park auf Coney Island&lt;/a&gt; gibt's auch jede Menge alte Filmschnipsel, in denen z.B. &lt;a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Edison_speech,_1920s.ogg" target="new"&gt;Thomas Edison&lt;/a&gt; über die Erfindung der Glühbirne spricht. Und vieles, vieles mehr...&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-810118462942683805?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/810118462942683805'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/810118462942683805'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/11/coney-island-of-web.html' title='A Coney Island of the Web'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-7483045696032940791</id><published>2008-10-30T12:32:00.019+01:00</published><updated>2008-11-22T10:53:47.005+01:00</updated><title type='text'>Angelesen – die neue Edit</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/edit47-detail.jpg" width="450" height="320"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;&lt;i&gt;Edit&lt;/i&gt; Nr. 47, Coverdetail, gestaltet von Christina Ohlmer&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;In der neuesten Ausgabe der &lt;a href="http://www.editonline.de" target="new"&gt;&lt;i&gt;Edit&lt;/i&gt;, dem „Papier für neue Texte“ aus Leipzig&lt;/a&gt;, ist in Zusammenarbeit mit der &lt;a href="http://www.uiowa.edu/~iareview/mainpages/tirweb.html" target="new"&gt;&lt;i&gt;Iowa Review&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; ein brisanter Text abgedruckt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Essay „Time and Distance Overcome“ der &lt;a href="http://www.eulabiss.net/" target="new"&gt;Kulturkritikerin Eula Biss&lt;/a&gt; behandelt die ungewöhnlichen Verbindungen zwischen dem Ausbau des amerikanischen Telefonnetzes und Lynchings im 19. und 20. Jahrhundert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Biss schreibt dazu:
&lt;blockquote class="modified"&gt;
I began my research for this essay by searching for every instance of the phrase „telephone pole“ in the New York Times from 1880 to 1920, which resulted in 370 articles. As I read through these articles, starting with the oldest and working forward in time, I was not prepared to discover, in the process, a litany of lynchings. I had not intended to write an essay about lynchings, but I found that, given what my research was yielding, I could not avoid it.
&lt;/blockquote&gt;
Eine überraschende und aufsehenerregende Entdeckung, die beweist, dass die &lt;i&gt;Edit&lt;/i&gt; zu den besten Spürnasen unter den jungen Literaturmagazinen zählt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-7483045696032940791?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7483045696032940791'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/7483045696032940791'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/10/angelesen-die-neue-edit.html' title='Angelesen &amp;ndash; die neue &lt;i&gt;Edit&lt;/i&gt;'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-575004349011541219</id><published>2008-09-30T17:20:00.007+02:00</published><updated>2008-11-30T13:20:15.497+01:00</updated><title type='text'>Alternative Geschichte Revisited</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Ein Kriegsfilm? Der neue Warcraft-Teil? Nein, dieser Trailer bewirbt nur ein Buch!&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;object width="450" height="360"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/e8bF0gJWhPM&amp;hl=de&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/e8bF0gJWhPM&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="450" height="360"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Und zwar das neue von Christian Kracht: „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“. Aber ein Problem bleibt: Wie könnten die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nazigold" target="new"&gt;Schweizer&lt;/a&gt; jemals Kommunisten werden?&lt;br&gt;&lt;br&gt;
Siehe auch &lt;a href="http://www.welt.de/kultur/article2497067/Wenn-Nazis-siegen-und-die-Schweiz-Krieg-fuehrt.html" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; (Literarische Welt vom 26.9.2008), &lt;a href="http://www.kiwi-verlag.de/36-0-buch.htm?isbn=9783462040418" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; (Die Buchdetails bei Kiepenheuer &amp; Witsch) und &lt;a href="http://www.boersenblatt.net/293936/" target="new"&gt;hier&lt;/a&gt; („Virales Marketing: die Buchtrailer kommen“, Börsenblatt vom 28.11.2008).
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-575004349011541219?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/575004349011541219'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/575004349011541219'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/09/alternative-geschichte-revisited.html' title='Alternative Geschichte Revisited'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5750349730009615376</id><published>2008-08-24T08:04:00.016+02:00</published><updated>2009-01-16T12:08:39.998+01:00</updated><title type='text'>That Lucky Old Brian</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/luckybrian.jpg" width="450" height="293"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Capitol sagt "Welcome Home": &lt;a class="minilink2" href="http://www.brianwilson.com" target="new"&gt;brianwilson.com&lt;/a&gt; im August 2008&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Brian Wilson hat ja schon einiges hinter sich. Strahlemann bei den Beach Boys, dann durchgeknalltes Genie, das über dem Großprojekt, „Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band“ zu übertrumpfen, verzweifelt, sich nicht mehr aus dem Haus traut und lieber ein Marihuana-Zelt im Wohnzimmer aufschlägt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Seit einigen Jahren geht's ihm aber jetzt schon wieder besser. So hat er ein paar Soloalben veröffentlicht, war mit dem Klassiker „Pet Sounds“ auf Tour und hat sogar den gescheiterten Geniestreich „&lt;a href="http://smilealbum.tripod.com/links.html" target="new"&gt;SMiLE&lt;/a&gt;“ 2004 nachträglich vollendet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Jetzt kommt das neue Album „That Lucky Old Sun“ auf &lt;a href="http://www.brianwilson.com/" target="new"&gt;Capitol&lt;/a&gt;, dem alten Label der Beach Boys, heraus. Zu Promotionszwecken wurde ein Pakt mit dem US-Nachrichtenkonzern Gannett (USA Today) geschlossen und so kommt es, dass man jetzt u.a. bei der Detroit Free Press (&lt;a href="http://freep.com/apps/pbcs.dll/article?AID=/00/99999999/BRIANWILSON/80814001" target="new"&gt;Link&lt;/a&gt;) einen kompletten Stream abrufen kann.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit Van Dyke Parks hat Wilson hörbar gut getan. An einigen Stellen klingt das neue Werk wie die Beach Boys anno 1962. „Doo wop, doo wop“ Chöre tun ihr übriges &amp;ndash; Nostalgie, volles Rohr. Aber die Meßlatte hängt immer noch hoch, wenn man von fünf „Song Cycles“ liest, in die das Album unterteilt zu sein scheint. Der Sgt.-Pepper-Komplex scheint doch nicht ganz überwunden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Zum Weiterlesen:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.brianwilson.com" target="new"&gt;Offizielle Website von Brian Wilson&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.bizjournals.com/atlanta/prnewswire/press_releases/national/California/2008/08/19/LATU026" target="new"&gt;Pressemeldung von Capitol Records&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://smilealbum.tripod.com/links.html" target="new"&gt;Fan-Seite zur Geschichte des SMiLE-Projekts&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/popjazz/923327.html"&gt;„Die B-Seite des amerikanischen Traums“&lt;/a&gt;&lt;br&gt;(erster deutschsprachiger Bericht bei tagesanzeiger.ch)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5750349730009615376?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5750349730009615376'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5750349730009615376'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/08/that-lucky-old-brian.html' title='That Lucky Old Brian'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5459408136733065543</id><published>2008-08-22T10:13:00.001+02:00</published><updated>2008-11-22T10:59:12.874+01:00</updated><title type='text'>Genial! (1820)</title><content type='html'>&lt;div style="align:left;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/genial1820.jpg" width="450" height="365"&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;E.T.A. Hoffmann: Lebens-Ansichten des Katers Murr&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5459408136733065543?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5459408136733065543'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5459408136733065543'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/08/genial-1820.html' title='Genial! (1820)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-5171997569453363104</id><published>2008-08-16T09:54:00.004+02:00</published><updated>2009-01-16T12:09:24.337+01:00</updated><title type='text'>Genial! (1795)</title><content type='html'>&lt;div style="align:left;"&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/genial1795.jpg" width="450" height="213"&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Friedrich Schiller, Über naive und sentimentalische Dichtung&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-5171997569453363104?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5171997569453363104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/5171997569453363104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/08/genial-1795.html' title='Genial! (1795)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1559279251947556955</id><published>2008-07-26T14:27:00.014+02:00</published><updated>2008-07-26T14:35:44.514+02:00</updated><title type='text'>bastelleim / knutsellijm (deutsch-holländisch)</title><content type='html'>&lt;table&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;
&lt;b&gt;bastelleim&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
für kreative bastelarbeiten&lt;br&gt;
klebt kraftvoll und schnell&lt;br&gt;
holz bast kork leder styropor&lt;br&gt;
filz stoff pappe papier&lt;br&gt;&lt;br&gt;

gebrauchsanweisung&lt;br&gt;&lt;br&gt;

verschluss aufdrehen&lt;br&gt;
bastelleim einseitig dünn&lt;br&gt;
auf saubere klebefläche&lt;br&gt;
auftragen&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;klebeflächen&lt;br&gt;
gegeneinander drücken&lt;br&gt;
und ggf nachkorrigieren&lt;br&gt;&lt;br&gt;

nach gebrauch verschließen
&lt;/td&gt;&lt;td&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;&lt;td&gt;
&lt;b&gt;knutsellijm&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

om creatief te knutselen&lt;br&gt;
Lijmt krachtig en snel&lt;br&gt;
hout bast kurk leder styropor&lt;br&gt;
vilt stof karton papier&lt;br&gt;&lt;br&gt;

gebruksaanwijzing&lt;br&gt;&lt;br&gt;

afsluitdop omhoog draaien&lt;br&gt;
lijm eenzijdig en dun op&lt;br&gt;
schone ondergronden&lt;br&gt;
aanbrengen&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;druk de opper-&lt;br&gt;
vlakken tegen elkaar aan&lt;br&gt;
en stel bij indien nodig&lt;br&gt;&lt;br&gt;

na gebruk dop afsluiten&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1559279251947556955?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1559279251947556955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1559279251947556955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/07/bastelleim-knutsekllijm-deutsch.html' title='bastelleim / knutsellijm (deutsch-holländisch)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-1317388169806835764</id><published>2008-07-12T12:30:00.004+02:00</published><updated>2008-11-22T11:00:09.166+01:00</updated><title type='text'>Ein Musikalischer Moment (3)</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;center&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/radiohead1.jpg" width="450" height="326" alt="Radiohead Berlin 1" title="Radiohead Berlin 1"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/radiohead2.jpg" width="450" height="326" alt="Radiohead Berlin 2" title="Radiohead Berlin 2"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/radiohead3.jpg" width="450" height="326" alt="Radiohead Berlin 3" title="Radiohead Berlin 3"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Radiohead&lt;br&gt;Berlin, Wuhlheide, 4.7.2008&lt;/b&gt;&lt;/center&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;References (for further investigation):&lt;/u&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.greenplastic.com/gigography/showDetails.php?showID=3848" target="new"&gt;Setlist&lt;/a&gt;, Reviews (&lt;a href="http://www.greenplastic.com/gigography/showDetails.php?showID=3848#reviews" target="new"&gt;1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.ateaseweb.com/2008/07/08/radiohead-live-in-berlin-live-report/" target="new"&gt;2&lt;/a&gt;), YouTube (&lt;a href="http://de.youtube.com/watch?v=We1NvWzWYfk&amp;feature=related" target="new"&gt;1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.youtube.com/watch?v=xU4-ddWRYdQ&amp;feature=related" target="new"&gt;2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.youtube.com/watch?v=BMM81QwSe6g&amp;feature=related" target="new"&gt;3&lt;/a&gt;)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-1317388169806835764?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1317388169806835764'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/1317388169806835764'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/07/ein-musikalischer-moment-3.html' title='Ein Musikalischer Moment (3)'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-3022647887815547230</id><published>2008-06-20T16:03:00.035+02:00</published><updated>2008-11-22T11:00:21.110+01:00</updated><title type='text'>Zum 125.: Eine Geschichte von Franz Kafka</title><content type='html'>&lt;img src="http://www.thedailyfrown.de/kafka125.jpg" width="450" height="257" title="Kafkas langer Schatten" alt="Kafkas langer Schatten"&gt;&lt;br&gt;&lt;span class="caption"&gt;Kafkas langer Schatten: Zum 125. Geburtstag ist er wieder allenthalben&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;In Paul Austers „Brooklyn Follies“ ist die Geschichte von Kafkas „Puppenbriefen“ nur ein Subplot, ein Gespr&amp;auml;ch unter den Hauptfiguren &amp;ndash; und auf den ersten Blick liest sie sich wie ausgedacht.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Doch Franz Kafka hat die sogenannten „Puppenbriefe“ wirklich geschrieben &amp;ndash; laut Dora Diamant, Kafkas Freundin in des Dichters letztem Jahr 1923 in Berlin: „Eines Tages trafen wir ein kleines M&amp;auml;dchen, das weinte und ganz verzweifelt zu sein schien. Wir sprachen mit dem M&amp;auml;dchen. Franz fragte es nach seinem Kummer, und wir erfuhren, da&amp;szlig; es seine Puppe verloren hatte.“ Kafka erfand prompt eine Geschichte, um das M&amp;auml;dchen zu tr&amp;ouml;sten: „Deine Puppe macht nur eine Reise, ich wei&amp;szlig; es, sie hat mir einen Brief geschickt. Ich habe ihn zuhause liegen lassen, aber ich werde ihn dir morgen mitbringen.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;In den darauffolgenden Wochen schrieb Kafka mit h&amp;ouml;chstem Ehrgeiz zahlreiche Briefe der Puppe, deren Geschichte mit einer feierlichen Hochzeit endete. Verschollen sind sie bis heute. Aber die Entstehungsgeschichte hat sich über Dora Diamant bis zu Paul Auster erhalten. Der amerikanische Germanist Mark Harman ist gar 2002 nach Berlin aufgebrochen, um persönlich nach Spuren des kleinen Mädchens zu suchen. Dieses d&amp;uuml;rfte mittlerweile aller Wahrscheinlichkeit nach verstorben sein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der unwahrscheinliche Fall eines Fundes der verschollenen, mittlerweile 85 Jahre alten Texte w&amp;auml;re eine literaturwissenschaftliche Sensation. Doch voerst bleiben sie Schatten in einem nur scheinbar bis ins letzte ausgeleuchteten Werk.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Zum Weiterlesen:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://fazarchiv.faz.net/webcgi?START=A20&amp;DOKM=77656_FAS_0&amp;WID=19153-7720188-91906_4" target="new"&gt;„Wo ist Kafkas Kind?“ - Artikel in der F.A.Z. vom 17.2.2002 (&amp;euro;)&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.franzkafka.de/franzkafka/fundstueck_archiv/fundstueck/457439" target="new"&gt;„Kafka als Ghostwriter“ (Fundstück auf franzkafka.de)&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.sinn-und-form.de/hefte/inhalt20026.html" target="new"&gt;Mark Harman: „Dr. Kaesbohrer und die Puppenbriefe. Zwei kleine R&amp;auml;tsel um Kafkas Aufenthalt in Berlin“, in: Sinn und Form 6/2002, S. 845-852.&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.holtzbrinckpublishers.com/henryholt/search/SearchBookDisplay.asp?BookKey=1800719" target="new"&gt;Paul Auster: „The Brooklyn Follies“, New York: Henry Holt, 2005&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;u&gt;Aktuell zum Thema:&lt;/u&gt;&lt;br&gt;&lt;a href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/programm/ausstellung.asp?ID=5445" target="new"&gt;Kafkas Welt: Sein Leben in Bildern&lt;/a&gt; (Ausstellung im Literaturhaus M&amp;uuml;nchen, noch bis 3.8.2008)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-3022647887815547230?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3022647887815547230'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/3022647887815547230'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/06/zum-125-eine-geschichte-von-franz-kafka.html' title='Zum 125.: Eine Geschichte von Franz Kafka'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-21757731.post-54580468693445069</id><published>2008-06-04T20:44:00.038+02:00</published><updated>2008-06-04T22:40:39.904+02:00</updated><title type='text'>Adam und Ev...elyn? Ingo Schulze wird zum Vielschreiber</title><content type='html'>&lt;div style="align:justify;"&gt;&lt;b&gt;Zwischen dem Bestseller „Simple Storys“ und dem Nachfolge-Roman „Neue Leben“ lagen geschlagene sieben Jahre. Wovon Schulze drei nach eigenen Angaben „für den Papierkorb“ geschrieben hatte. Dann 2007 fast schlagartig ein Erzählband „in alter Manier“, „Handy“, und Anfang Mai diesen Jahres die Leipziger Poetikvorlesung „Tausend Geschichten sind nicht genug“.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt; Jetzt hat der Berlin Verlag ganz frisch angekündigt: Schon im August, am 9.8. genauergesagt, soll der neue Roman mit dem keine Kalauer scheuenden Titel &lt;a href="http://www.berlinverlage.com/bucher/bucherDetails.asp?isbn=9783827008107" target="new"&gt;„Adam und Evelyn“&lt;/a&gt; in den Buchhandlungen stehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Tatsächlich geht es um eine modernisierte Adam-und-Eva-Geschichte im Ungarn des Wendejahrs 1989:&lt;/div&gt;&lt;blockquote class="modified"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.berlinverlage.com/bucher/bucherDetails.asp?isbn=9783827008107" target="new"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 5px 5px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://bp1.blogger.com/_yqMCgxskKb0/SEbvdzm66WI/AAAAAAAAADM/Bx-wL6ptFDM/s200/9783827008107_300.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5208113314449254754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;div style="text-align:left;"&gt;In der Ausnahmesituation jenes Spätsommers 1989, dem Schwebe-&lt;br&gt;zustand plötzlicher Wahlfreiheit, entdeckt Ingo Schulze die mensch-&lt;br&gt;liche Urgeschichte von Verbot und Verlockung, Liebe und Erkenntnis und nicht zuletzt der Sehnsucht nach dem Paradies. Doch wo ist das zu finden? In der Verheißung des Wes-&lt;br&gt;tens, der Ungebundenheit eines endlosen Feriensommers am Plat-&lt;br&gt;tensee oder doch im vertrauten Amtsstubenduft einer frisch geöffneten Brotkapsel und dem eigenen Garten?&lt;/div&gt;&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div style="align:justify;"&gt;Die angegebenen 208 Seiten lassen auf ein kurzweiliges Vergnügen schließen &amp;ndash; die dicken Wälzer haben erstmal Sommerpause.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/21757731-54580468693445069?l=thedailyfrown.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/54580468693445069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/21757731/posts/default/54580468693445069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://thedailyfrown.blogspot.com/2008/06/adam-und-evelyn.html' title='Adam und Ev...elyn? Ingo Schulze wird zum Vielschreiber'/><author><name>fabe</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14115732793623795066</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_yqMCgxskKb0/S8IvQkGb5xI/AAAAAAAAAJM/15RRuM3RFcE/S220/5528_124579721617_124576991617_2795753_3474435_n.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_yqMCgxskKb0/SEbvdzm66WI/AAAAAAAAADM/Bx-wL6ptFDM/s72-c/9783827008107_300.jpg' height='72' width='72'/></entry></feed>
